Inhalt:
Es sind Sommerferien und Maik (14) ist malwieder allein zuhause. Da reißt ihn der Neue, Tschick, aus seinem Selbstmitleid und seiner Lethargie. Aber welchen Unsinn stellen die Beiden wohl an...?
Meinung:
Ein Roadmovie in Buchform.
Ich bin hin und her gerissen, ob ich das Buch gut finde oder nicht.
Der Erzählstil ist jugendlich, klingt mir aber manchmal zu konstruiert. Denn an anderen Stellen wirkt der Charakter ganz und gar nicht jugendlich sondern eher altklug. Hier kommt dann meiner Meinung nach eher der Autor durch.
Mein Gefühl sagt mir, dass das Buch versucht eine gewisse Lebensweisheit zu vermitteln. Man soll den Augenblick leben und Gelegenheiten nicht verstreichen lassen. Und ein bisschen mutig soll man auch sein.
Aber am Ende hat ihm sein „Übermut“ zwar ein paar schöne Wochen beschert, aber ich finde seine Situation hat sicherer noch verschlechtert. Darauf wird aber nicht mehr eingegangen. Das finde ich nicht gut.
Überhaupt mag ich den Hauptcharakter eigentlich nicht besonders gerne.
Der „arme“ reiche Junge. Ich kann so richtig wenig Mitleid für unseren Protagonisten empfinden. Außer vielleicht am Ende, wo er (Achtung Spoileralarm) von seinem Vater so richtig verdroschen wird. Das ist richtig übel.
Diese Szene lässt eigentlich tief blicken, aber das wird dem Leser überlassen. Darauf wird n ihr mehr näher eingegangen. So bleiben die Hintergründe und anderen Umstände/Erklärungen außen vor. Sehr schade.
Es handelt sich ja auch wirklich um ein sehr kurzes Büchlein.
Dafür fand ich die Abenteuer der Beiden ganz cool und ansprechend. Äußerst unterhaltsam.
Aber für mich auch nicht mehr.
Als nächstes will ich mir mal Dir Verfilmung ansehen (Tschick, 2016).
Meine Erwartungen hierbei sind nicht besonders hoch. Ich kann mir aber vorstellen, dass man da noch schöne Gestaltungsmöglichkeiten mit Szenenbildner und Musik hat....
ISBN: 978-3-499 25635-6
Rowohlt, 2010
256 Seiten
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