Inhalt:
Mrs. Creasy ist plötzlich spurlos verschwunden - sie hat nicht mal ihre Schuhe mitgenommen. Gracie (10) und Ihr Freundin Tilly versuchen heraus zu finden, ob jemand in ihrer Straße was weiß und ob irgendwo auch Gott zu finden ist.
Der Sommer brennt heiß und nach und nach kommen viele Geheimnisse ans Licht.
Meinung:
In dem Roman geht es um Vorurteile und Engstirnigkeit. Die Leute, die am besten in die Gesellschaft integriert sind, haben am Ende am meisten verbrochen.
Die unschuldigen Kinder wirken bei ihrer Suche nach Gott als starker Gegenpol zu den üblen Geschichten der Nachbarn. Das ist ganz gut gemacht. Für mich wirkt die Suche nach Gott jedoch ein bisschen konstruiert. Ich bin mir nicht sicher wie realistisch es ist, dass zwei zehnjährige Mädchen das so ernst nehmen würden...
Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind auch wiederkehrende Themen in dem Buch. Aber auch wenn der Roman zum größten Teil in den siebziger Jahren spielt, könnte man denken die Handlung soll gerade Aktualität haben. Für mich passt es aber nicht mehr zur heutigen Zeit und Denkweise. Für so engstirnig halte ich auch heute nicht die ab gelegenste Kleinstadt Straße.
Konsequenzen für die die Verbrechen könnte es am Ende geben, das bleibt aber offen. Also gibt es für mich nicht mal einen befriedigenden Abschluss. Überhaupt wieder Entwicklung schon bei der Hälfte sehr gut vorhersehbar. Für mich gab es am Ende keine Überraschung mehr. Sehr schade.
Ich fand den Stil sehr gut. Erinnert mich an einen frühen Stephen King - Kleinstädter aus ihrer eigenen Perspektive in wechselnder Erzählweise. Ich hätte noch ewig weiterlesen können, obwohl ich die Handlung wenig überraschend und interessant finde.
ISBN 978-3-7341-0597-5
Blanvalet, 2019
416 Seiten
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen