Inhalt:
Brunetti ist Kommissar in Venedig und lebt dort mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Er wird in die Oper beordert. Der weltberühmte Dirigent Wellauer wurde tot in seiner Kabine gefunden. Vergiftet mit Zyankali. Bald sieht sich Brunetti mehreren Verdächtigen gegenüber. War es Wellauers junge Ehefrau, oder vielleicht sogar die Operndiva, die eine heimliche Geliebte hat, oder...?
Meinung:
Es handelt sich bei diesem Roman um einen klassischen Krimi. Brunetti geht verschiedenen Spuren nach, die ihn in unterschiedliche Richtungen führen. Als Leser hat man gute Möglichkeit ein bisschen mit zu Rätsel. Auf dieser Ebene sehr gut geschrieben und auch für mich (die nicht so gern Krimis und Thriller liest) angenehm und interessant.
Die Charakterausarbeitung von Brunetti gefällt mir auch ausgesprochen gut. Im Laufe der Geschichte lernen wir den Commissario immer besser kennen. Mir wurde er immer sympathischer.
Überhaupt finde ich die einzelnen Szenen sehr gut geschrieben und ausgewogen auf einander abgestimmt.
Natürlich liebe ich die Beschreibungen von Venedig - ich war selbst schon zweimal in dieser wunderschönen Stadt. Wobei Touristen/ der Tourismus in dem Roman eigentlich nicht so gut bewertet wird (aus weitläufig bekannten Gründen). Man wünscht sich beim Lesen fast ein bisschen, dass die Venezianer endlich wieder unter sich bleiben könnten.
Das Buch gefällt mir insgesamt wirklich ganz gut. Dennoch werde ich wohl keinen weiteren Brunetti Fall lesen. Ich war neugierig, weil die Reihe mittlerweile so bekannt ist und ich würde auch nicht enttäuscht. Mehr davon brauche ich jetzt allerdings auch nicht mehr.
ISBN 978-3-257-22780-2
Diogenes, 1995
350 Seiten
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