Samstag, 6. März 2021

„Disney Villains (2) – Das Biest in ihm“ von Serena Valentino

Inhalt:

Wie wurde der Prinz zum Biest? Was hat seinen Charakter ausgemacht? Hier wird die Geschichte ein bisschen anders dargestellt...

 

Meinung:

Es gibt doch einige Unterschiede zum Disney Film. Der Prinz wird hier nicht plötzlich in ein Biest verwandelt. Seine Verwandlung zieht sich über mehrere Monate, vielleicht sogar Jahre.

Und dann scheint schon ganz schnell Belle auf der „Bühne“ zu erscheinen. Also scheint mir insgesamt der Zeitraum der Handlung etwas strammer als im Film.

Ich denken mal, dass das auch der Logik geschuldet ist. Immerhin darf der Prinz am Ende ja auch nicht zu alt sein und die Bediensteten dürfen ihre Verwandten ja auch nicht einfach überleben. Schwierig darzustellen. Vielleicht hat Valentino deswegen die Geschichte dahingehend abgewandelt, dass die eigentliche Verwandlung länger dauert als die Zeit in der er ein Biest ist. So wirkt es zumindest auf mich.

Es gibt eine Szene die für mich nicht befriedigend aufgelöst wird. Denn scheinbar scheint Belle ihm schon vor seiner vollständigen Verwandlung aufgefallen zu sein. Auf einem Ball wo er ein Mädchen in gelbem Kleid bemerkt, sie aber nicht kennenlernt.

Leider wird darauf später gar nicht mehr eingegangen, worauf man sich immer fragt, ob das jetzt Belle war oder nicht? Schade.

Die eigentliche Liebesgeschichte fehlt mir leider auch ein bisschen. Und seien wir mal ehrlich, das ist doch das was man hier lesen möchte. Meiner Erwartung wurde hier nicht so ganz erfüllt.

Naja. Es soll ja auch Wiegendrucke ein Buch über einen Disney Bösewicht sein. Vielleicht würde ich sogar eher sagen, dass der Prinz hier gar nicht reinpasst, weil er im eigentlichen Sinne kein Bösewicht ist. Eher Ist Gaston der Bösewicht der Geschichte. Seine Rolle kommt hier dann eventuell etwas zu kurz, bzw. eigentlich hätte das Buch von ihm handeln müssen, aber wer will das schon lesen ;-)

Insgesamt gefällt mir das Buch trotzdem sehr gut. Ich bin halt ein eingefleischter Fan.

 

Zitat:

Der Prinz kam sich unglaublich töricht vor, weil er glaubte, tatsächlich verflucht zu sein. Er sah aus dem Fenster auf die Bäume, deren Wipfel heftig schwankten, als tanzten sie zu einem wilden Lied, das nur sie hören könnten.

(Seite 59)

 

ISBN 978-3-551-28021-3

Carlsen, 2019 (c.2016)

216 Seiten

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen