Inhalt:
Der Titel ist Programm. Es geht um ihre Wanderung auf dem Pacific Crest Trail, bei der sie über 1000 Kilometer zurücklegt.
Meinung:
Cheryl Strayed schildert eindringlich mit welchen Widrigkeiten sie auf ihrer großen Wanderung zu kämpfen hatte. Sie packt ihren Rucksack zu voll, sie hat die falschen Schuhe, sie kann nicht gut mit dem Kompass navigieren, usw.
Man leidet richtig mit. Sie erzählt so oft von ihren schmerzenden, kaputten Füßen, dass ich manchmal nicht glauben konnte, dass sie die Wanderung bis zum Ende durchzieht (bis zu dem Ziel, dass sie sich gesetzt hat).
Da bekommt man schon ein wenig Angst vor „richtigem“ Wandern. Das ist gut gemacht. Und alles wirkt noch intensiver, weil man weiß, dass es sich hierbei um einen Erfahrungsbericht handelt.
Ich muss sagen, dass ich froh bin, dass sie bei der Wahrheit geblieben ist. Es wäre einfach gewesen eine Fiktion daraus zu machen und ihre Erfahrungen noch dramatischer und schrecklicher zuzuspitzen, aber auch zu verziehen. An dieser Stelle mein Dank an die Autorin.
Und weil das Buch so herrlich realistisch ist, wirkt es auch nicht als New Age Roman, oder Selbstfindungsklamauk. Tatsächlich bin ich von dem Buch positiv überrascht. Es hat mir besser gefallen als „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling.
Überraschenderweise hat mich das Buch sogar so stark beeinflusst, dass ich mir richtig oft vorgestellt habe, ich wäre selbst auf dieser Wanderung. Dann bin ich aus meinen Tagträumen erwacht und habe mich zurückgesehnt an die Orte in dem Buch, an ihr Erlebnis.
Und nach dem Lesen habe ich „Minimalismus“ gegoogelt. Denn das Buch will auf jeden Fall auch eine Weisheit mitteilen: man braucht eigentlich nicht viel um glücklich zu sein, man findet das Glück oft in den kleinen Dingen, es kann befreiend sein wenig zu haben, denn das bedeutet auch wenig Ballast zu haben
Irgendwie hat es mich doch sehr berührt, obwohl es keine große Geschichte war...
ISBN 978-3-641-04602-6
Kailash, 2013 (Copyright 2012)
372 Seiten
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