Inhalt:
Daniel ist zehn Jahre alt, als sein Vater ihn zum Friedhof der vergessenen Bücher mitnimmt. Er findet ein Buch von einem rätselhaften Autor, von dem fast alle Bücher verschwunden sind. Erst Jahre später wird er die Geheimnisse um Julian Carax ergründet haben und selbst zur Ruhe kommen.
Meinung:
Die erste Hälfte des Romans plätschert dahin wie eine normale, angenehme Erzählung.
Stil ist fleißig und die Charaktere sehr sauber, aber auch ein bisschen langweilig.
In der zweiten Hälfte wird es viel interessanter und am Ende sogar ein bisschen spannend. Wobei ich sagen muss, dass es schon absehbar war, was am Ende geschehen wird.
Besonders gut gefallen mir die vielen kleinen Weisheiten die im Buch untergebracht sind - eine schlaue Lebensphilosophie reiht sich an die andere. Ganz nett.
Zum Schluss wird ein guter Bogen zum Anfang gespannt. Ich habe sogar das Gefühl, hier wird der ewige Kreislauf des Lebens beschrieben. Es wirkt irgendwie groß, obwohl sich alles nur in einer „kleinen Welt“ abspielt.
Das Ende hat auch irgendwie echte Gefühle in mir geweckt und ich musste erstaunt feststellen, dass ich eine kleine Träne verdrückt habe. Das gefällt mir gut.
Trotzdem muss ich insgesamt sagen, dass es mir viel zu lang gedauert hat, bis es endlich interessant wurde. Eine Zeitangabe habe ich sogar überlegt abzubrechen (aber das passt einfach nicht zu mir und das mache ich wirklich nur, wenn ich grottenschlecht finde - also nie).
Alles in allem hat es mir dann doch gut gefallen.
Auf jeden Fall macht es Lust auf eine Reise nach Barcelona :-)
ISBN 978-3-518-45800-6
Suhrkamp, 2007 (c.2001)
560 Seiten
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