Inhalt:
Mittlerer Westen, 1930er Jahre, USA:
Tom kommt gerade aus dem Gefängnis raus, als er seine Familie gerade noch auf der elterlichen Farm antrifft. Sie müssen alle das Land verlassen - nach der letzten Missernte können sie die Pacht nicht mehr zahlen. Handzettel aus Kalifornien locken mit Aufrufen, dass dort dringend Erntehelfer gesucht werden. Sie kaufen einen billigen Truck und ziehen hoffnungsvoll los, so wie Millionen Andere auch...
Meinung:
Das Buch hat mich tief beeindruckt. An mehreren Stellen hab ich den Atem angehalten und gehofft, dass alles ein gutes Ende nimmt für die Familie. Steinbeck schafft es seine Leser mit fiebern und mitleiden zu lassen.
Der Roman ist äußerst realistisch und ergreifend. Man regt sich beim Lesen über die sozialen Missstände der Zeit und alle Ungerechtigkeiten die den Menschen passieren auf.
Auf geschickte Weise werden immer wieder Kapitel zwischengefunkt, die erzählen wie es den anderen Menschen ergeht. Dann wird wieder zu den Hauptcharakteren übergegangen mit dem Resultat, dass man natürlich schon ahnt, was ihnen schlimmes bevorsteht.
Einmal war ich so schockiert von der Grausamkeit einer kurzen Szene, dass ich davon Richtiges Herzklopfen bekommen hab. Vermutlich hat mich das mehr berührt, weil ich selbst Kinder habe und mich in die ganzen Ängste rund um die eigene Familie jetzt auch starker rein fühlen kann. Aber es gibt Stellen, die Glaube ich niemanden kalt lassen könnten.
Und trotzdem ist der Roman sehr hoffnungsvoll. Meiner Meinung nach wird auf gewisse Weise ein Vertrauen ins Gute der Menschheit gezeigt, das erstaunlich liebevoll umgesetzt ist. Zumindest Vertrauen in seine nächsten Mitmenschen.
Es gibt noch viel mehr über das Buch zu sagen, aber ich befürchte, ich würde immer pathetischer werden.
Ich finde es grandios.
Ein echtes Muss!
Volk und Welt Verlag, 1980 (c.1939)
584 Seiten
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