Mittwoch, 2. September 2020

„Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange“ von Suzanne Collins

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Die Vorgeschichte zu „Die Tribute von Panem“ gibt uns Einblick in das Leben und die Erfahrungen von zukünftigen Präsidenten Coriolanus Snow. Er ist in der Abschlussklasse, als er zum Hungerspiel-Paten für das Mädchen aus Distrikt 12 ausgewählt wird. Er fasst den Entschluss das zu nutzen, will dass sie gewinnt. Nur so kann er seine Position im Kapitol verbessern.

 

Meinung:

Das Buch ist so ganz anders als andere Bücher. Wir wissen genau, dass wir den Bösewicht vor uns haben. Aber am Anfang ist er das noch gar nicht.

Wir erleben eine regelrechte Transformation, die so schleichend einvernimmt, dass ich am Ende eine Gänsehaut habe. Jedes Handeln von Coriolanus ist nachvollziehbar. Und das ist das erschreckende daran.

Dadurch ist das Buch genau wie seine Überlegungen zu den Hungerspielen. Wie würde ich handeln, frage ich mich am Ende. Ich bin mir nicht sicher.

Suzanne Collins hat hier eine Welt geschaffen, die uns so fremd und gleichzeitig erschreckend nah ist.

Ich bezweifle zwar, dass dieses politische Konstrukt sich hätte festigen können, aber als Prämisse lasse ich es gelten.

Die Frage in der es in dem Buch geht ist, wie grausam ist der Mensch wenn es ums nackte Überleben geht. Obwohl es bei Snow manchmal nicht wirklich ums unerwünschte, sondern um sein Streben nach Macht geht. Was das Ganze noch schlimmer macht.

Haben wir alle eine Wahl? Ich bleibe bei - ja. Aber hoffentlich muss ich das niemals austesten...

 

ISBN 978-3-789-12002-2

Oetinger, 2020

608 Seiten

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