Inhalt:
Die Tragödie beginnt mit dem Tod von Lilli Lerchensporns Mutter. Danach verändert sich schnell das Leben von allen Bewohnern des kleinen Königreiches Schlaraffien. Leider merkt der gutmütige König Fred nichts von den üblen Machenschaften seines Berater Spuckelwert, der im ganzen Land die Geschichte des bösartigen Ickabogs verbreitet…
Wie immer stellt sich hier die Frage, wer das eigentliche Monster ist?
Meinung:
Mit dem Anfang der Geschichte habe ich mir sehr schwer getan. Nach einer Weile wird es aber interessanter und später war es sogar recht kurzweilig. Dennoch bleibt der Gesamteindruck für mich etwas getrübt von dem faden Einstieg.
Insgesamt finde ich das Märchen aber schön erzählt. Das Buch ist voll schöner Einfälle. Jedoch manchmal kommt einem das ein oder andere Detail etwas klischeehaft rüber. So gibt es letztendlich auch keinen Charakter, der verschiedene Interessen oder Wesenszüge aufweist. Alles ist sehr linear aufgebaut. Das passten allerdings aber auch sehr gut zu einem modernen Märchen. Archetypen, die geradlinig denken und handeln.
Daher finde ich den eigentlichen Ickabog Teil am besten, der als Idee aus den anderen Klischees deutlich heraussticht.
Alles in allem finde ich, man hätte mehr aus der Geschichte machen können. Die Idee ist sehr gut, die Umsetzung hätte noch spannender sein können. So bleibt es ein Märchen, das doch am besten für Kinder und Jugendliche geeignet ist.
Empfehlenswert für jeden J. K. Rowling Fan, ansonsten leider nur durchschnittlich aus meiner Sicht.
Zitat:
In den Schenken und auf den Märkten von Chouxville entspannen sich hitzige Debatten, Skeptiker lachten über die unsinnige Behauptung, der Ickabog existiere wirklich. Andere hielten entgegen, dass Leute, die nie einen Fuß ins ferne Marschland gesetzt hatten, sich besser nicht als Fachleute aufspielen sollten.
(Seite 89, Kapitel 15)
ISBN 978-3-551-55920-3
Carlsen, 2020
350 Seiten
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