Inhalt:
Eines Tages steht ein Känguru vor Marc-Uwes Tür und bittet um Eier. Kurze Zeit später wohnen die Beiden zusammen und er (Marc-Uwe) erlebt mit dem Känguru allerhand seltsame Situationen, wobei sich nie jemand dran stört, dass das Känguru sprechen kann.
Meinung:
Es handelt sich um kurze, knackige Kapitel voller satirisch komischer Situationen. Meist aus dem Alltagsleben. Wobei sich die Beiden oft um etwas streiten, was das Känguru verbockt hat. Auch sind politische Themen ein häufiger Diskussionspunkt. Hierbei nimmt der Autor oft eine beinah kommunistische Sichtweise an, bei der ich mir nicht sicher bin, wie ernst er das meint.
Häufig wird der Kapitalismus durch den Kakao gezogen. Aber ab und zu erfährt man auch interessante Kleinigkeiten aus verschiedenen Bereichen.
Insgesamt sind die Kapitel recht amüsant, wirken auf mich aber teilweise etwas künstlich.
Von Anfang an kommt es mir eher so vor, als ob der Autor bei der Erzählung lediglich seine Freundin/Frau durch ein Känguru ersetzt hat, was Allem etwas seltsam Komisches gibt.
Für mich fühlt sich die Beziehung der Beiden an, wie bei einem Pärchen das schon lange zusammenlebt.
Auch wenn ich das Buch nicht schlecht fand, will ich die Folgenden jetzt doch nicht mehr lesen. Ich glaube nicht, dass sich an dem Stil oder der „Handlung“ viel ändert wird.
Meiner Meinung nach sollte man dieses Buch mal gelesen haben um mitreden zu können, aber eigentlich brauche ich es nicht.
Zitat:
„Man ist gezwungen sich kurz zu fassen [..]“
„Was willst du denn schreiben?“, fragt das Känguru.
„Dass die kognitiven Potenzen extraordinäre Relevanz für die Dialektik haben.“
„Ersetz die Fachbegriffe doch einfach durch normale Worte.“
„Das ist aber schwierig. Okay. [..]“
„Was haste jetzt geschrieben?“
„>Denken ist wichtig<“, sage ich. [..]
(Seite 97-98, aus Kap. >Die Essenz des Hegel‘schen Gesamtwerkes<)
ISBN 978-3-548-37257-0
Ullstein, 2009
270 Seiten
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