Inhalt:
In diesem Briefroman von 1749 geht es um das Freudenmädchen Fanny Hill, das ursprünglich aus dem Londoner Umland kommt und ihren Lebensunterhalt später als Prostituierte verdienen muss, nachdem ihr Geliebter von seinem Vater gezwungen wird, zu See zu fahren.
Meinung:
Bei diesem Klassiker der erotischen Literatur wird keine sexuelle Handlung ausgelassen. Ich gebe zu, dass ich zunächst nicht viel von dem Roman erwartet habe und war dann doch erstaunt über die feine Sprache und angenehme Darstellung der einzelnen Szenen. Ich finde die Handlung zu keiner Zeit geschmacklos, obwohl ich auch sagen muss, Dass ich äußerst unerfahren mit erotischer Literatur bin.
Ich für meinen Teil finde es erstaunlich diese genauen Beschreibungen beim Werk von 1749 zu finden.
Nachhinein überrascht es mich auch, dass der Verfasser ein Mann ist. Die Darstellung werden aus der Sicht der Protagonisten beschrieben und hätte ich nicht gewusst, dass der Autor männlich ist, hätte ich das niemals vermutet.
Das einzige, was ich an dieser Stelle vielleicht kritisieren könnte, ist die Leichtigkeit, mit der Fanny Hill alle Widrigkeiten übersteht und offenbar wenig Kummer über die Vergangenheit hat.
Auf jeden Fall bin ich dem Auto sehr dankbar für das happy end, welches natürlich von Anfang an bekannt ist.
Wie bereits erwähnt, wird hier keine sexuelle Handlung ausgelassen. So kommt es auch an mehreren Stellen zu gleichgeschlechtlichen, um Sex. Hier war ich wenig überrascht, die extreme Haltung gegen Geschlechtsverkehr zwischen Männern vorzufinden. Die Protagonistin will diesen Akt, den sie beobachtet hat, direkt zur Anzeige bringen, was vermutlich der Zeit entspricht.
Insgesamt hat mir das Buch, das in zwei Briefe aufgeteilt ist, sehr gut gefallen.
Ich kann verstehen, dass es sich hierbei um ein Literatur Klassiker handelt und finde das Buch empfehlen- und lesenswert.
Zitat:
Aber allmählich begann die Zeit, die große Trösterin, meine Schmerzen zu lindern und meine Empfindungen abzustumpfen. Meine Gesundheit kehrte zurück, aber Kummer und Leid sah man mir auch weiterhin an, was jedoch nur die Röte meines bäurischen Teints milderte und meinem Gesicht feinere und anziehendere Töne verlieh.
(70%, Seite unbekannt)
ISBN 3-499-26474-9
Rowohlt (eBook), 2004 (originalgetreu übertragen nach der Erstausgabe von 1749)
256 Seiten
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