Freitag, 14. Dezember 2018

“Ready Player One” von Ernest Cline

Inhalt:

2045: die Welt befindet sich in einer absoluten Energiekrise. Die Menschheit flüchtet sich in eine virtuelle Realität. Hier entflammt ein Wettbewerb der besonderen Art, es geht um Alles.

Kann unser Held Wade, Alias Parzival, gewinnen...?

 

Meinung:

Das Buch ist mega cool. Ein Muss für alle Nerds und solche, die es gerne wären.

Es richtig sich meiner Meinung nach hauptsächlich an Leute, die in den Siebzigern und Achtzigern geboren wurden. So versteht man fast alle Anspielungen auf die Popkultur der 80er und 90er Jahre des letzten Jahrhunderts. Das Buch „lebt“ davon, dass man viel wiedererkennt.

Die Geschichte ist gut geschrieben und der Protagonist wirkt vertrauensvoll und ausgeglichen. Vielleicht etwas zu ausgeglichen für die äußeren Umstände und seinen eigenen Hintergrund.

Malwieder haben wir hier einen Helden der niemals verzagt und dem alles gelingt. Das ist vielleicht der einzige Kritikpunkt, der mir auf die Schnelle einfällt.

Es wirkt auch etwas unrealistisch auf mich, dass er die genannten Filme und Spiele schon zigmal durch haben soll. Und das, obwohl er noch täglich acht Stunden zur Schule „geht“. Aus meiner Sicht: unmöglich. Naja. Sagen wir: künstlerische Freiheit.

Natürlich ist das Ende voraussehbar. Dennoch wird es beim Lesen nicht langweilig. Ich habe mich total in dem Buch verloren und war irgendwie voll in der Geschichte.

Für mich handelt es sich hierbei um eine Pflichtlektüre für alle Freunde von alten Sitcoms und Videospielen. Aber auch für Alle die auf jeglichen anderen Nerdy Stuff stehen - so wie ich.

Nachtrag, 15.12.2018, 22:50h:

Natürlich wollte ich es mir nicht entgehen lassen und auch den Film „Ready Player One“ (2018, Regie: Steven Spielberg) anschauen. Davon bin ich total enttäuscht. Ich glaube nicht, dass meine Erwartungen zu hoch gesteckt waren. Leider muss ich feststellen, dass der Film sich fast gar nicht an die Romanvorlage hält. Ich kann mir irgendwie gar n ihr vorstellen, dass der Autor damit einverstanden war... abgesehen von der virtuellen Realität, der Oasis, und den drei Schlüsseln, gibt es kaum Gemeinsamkeiten. Unglaublich. Und für mich auch, unglaublich schlecht gemacht. So birgt der Film auch viele unlogische und unwahrscheinliche Momente. Schade, weil das Buch so intelligent und gut durchdacht ist. Der ganze Spaß den ich beim Lesen hatte, ging im Film total flöten. Im Buch habe ich mich fast wie in einem alten Dungeon Crawler gefühlt, im Film ist eine der ersten Szenen ein simuliertes Autorennen... echt schlecht. Sorry.

 

Zitat:

Die OASIS war vom ersten Tag an ein Riesenerfolg. Sie war etwas, wovon die Menschen seit Jahrzehnten geträumt hatten. Die „Virtuelle Realität“, die ihnen schon so lange versprochen worden war, was endlich da, und sie übertraf all ihre Vorstellungen. Die OASIS war eine Online-Utopie, ein Holodeck für zuhause. Und das überzeugendste Verkaufsargument? Sie war kostenlos.

(Seite 20)

 

ISBN 978-3-596-29659-0

Fischer, 2018 (c.2015)

540 Seiten

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