Inhalt:
Die (zukünftige) Königin ist die die Tochter des bekannten Spiegelmachers. Kurz nachdem sie dem König auffällt Tatort ihr Vater. Der König nimmt sie zur Frau und sie nimmt sich liebevoll ihrer Stieftochter, Schneechen, an. Als der König immer öfter auf Feldzug geht, beginnt langsam ihre Veränderung. Was trägt der große Spiegel aus ihrem Schlafgemach dazu bei?
Meinung:
Das Buch zeigt die zunehmende Psychose der Königin, die allmählich ihren Wahnvorstellungen erliegt.
Das wird dadurch erreicht, dass die Charakterentwicklung relativ schnell vorangetrieben wird. Hier hätte ich mir eine tiefere Ausarbeitung gewünscht.
Etwas irritierst bin ich davon, dass man den Namen der Königin nicht erfährt. Sie wird von Anfang an einfach nur „die Königin“ genannt, auch sogar bei der Handlung vor der Hochzeit mit dem König.
Ich kann mich der Vermutung nicht erwehren, dass das ein Kunstgriff sein sollte. Gestört hat es mich aber nicht.
Besonders gut gefällt mir die zweite Hälfte da Romans. Hier läuft nicht mehr alles so glatt es kommt verstärkt zu Problemen.
Am Ende finde einen Part spannend, wo ich als Leser auch kurz nicht mehr wusste, ob sie es gerade erlebt oder sich nur einbildet. Ganz gut gemacht.
Als großer Disney-Fan kann ich mich insgesamt positiv für das Buch aussprechen.
Es handelt sich hier jedoch um eine sehr kurzweilige Geschichte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es den meisten Lesern zu langweilig sein könnte.
Zitat:
Sie beschloss, den Spiegel mit schweren Samtvorhängen zu verhüllen. Denn sie hoffte, ihn aus ihren Gedanken verbannen zu können, wenn sie ihn nicht mehr vor Augen hatte, und ihm damit seine unerklärliche Macht über sie zu nehmen. […]
Und trotzdem: Das Gesicht des Mannes im Spiegel verfolgte sie bis in ihre Träume.
(Seite 62)
ISBN 978-3-551-28020-6
Carlsen, 2019 (c.2018)
260 Seiten
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen