Mittwoch, 27. September 2023

„Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig

Inhalt:

Nora ist in den Dreißigern und tief traurig. Da bringt sie sich um und landet in der Mitternachtsbibliothek, wo sie die Möglichkeit in eins ihrer anderen Leben einzusteigen. Das heißt: was wäre gewesen, hätte sie als Jugendliche nicht mit dem Schwimmen aufgehört und so weiter. So lernt sie sich ganz neu kennen.

 

Meinung:

Die erste Hälfte des Romans ist mir sichtlich schwer gefallen. Nicht, weil die Story nicht spannend ist oder der Stil schlecht. Ich konnte mich nur zu gut selbst mit Nora identifizieren und war dann auch sehr melancholisch und traurig.

Mir war schon schnell klar, worauf das ganze hinauslaufen wird, dennoch gefällt mir das nur halb gut. So wirkt doch alles zwar sehr lehrreich und weise, aber auch sehr zusammengestellt und teilweise künstlich.

Natürlich war mir klar, was der Autor mit der Geschichte ausdrücken möchte. Und das ist ihm auch gut gelungen. Zum Glück ist besonders das Ende nicht zu kitschig. Auch die Einarbeitung der Philosophie von Thoreau ist Haig außerstand gut gelungen. So dass ich hier sogar Lust bekomme mal wieder was in der Richtung zu lesen (was ich als Teenager/junger Twen) das letzte Mal gemacht habe. Also in dieser Richtung echt Topp.

Der Stil und die kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen. Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich besonders vom Ende mehr erwartet habe. Hier verspüre ich eine kleine Enttäuschung. Naja. Das ist jammern auf hohem Niveau, denn das Buch ist gut aus meiner Sicht.

 

Zitat:

Nora schloss das Buch, bevor irgendetwas Negatives passieren konnte.

„Siehst du? Manche Reuegefühle basieren überhaupt nicht auf Fakten. Manchmal sind Reuegefühle nur…“ Mrs Elm suchte nach dem richtigen begriff und fand ihn schließlich, „…ein Haufen Scheiße.“

[…] „Aber ich verstehe immer noch nicht, warum Sie mich in dieses Leben gehen ließen […]“

„Weil man, Nora, manchmal nur lernt, wenn man lebt.“

„Klingt schwer.“

(Seite 82)

 

ISBN 978-3-426-28256-4

Droemer, 2021 (c.2020)

304 Seiten

Samstag, 16. September 2023

„Ringwelt“ von Larry Niven

Inhalt:

Die Zukunft - in einigen Hundert Jahren. Louis ist erfahren, schon um die 200 Jahre alt und ein Vagabund. An seinem Geburtstag taucht plötzlich dieser (außerirdische) Puppenspieler, Nessus, auf. Dieser heuert ihn zu einer speziellen Mission an. Es geht darum die sogenannte Ringwelt zu suchen. Denn vielleicht ist diese Welt die einzige Rettung, ein Fluchtort für all die Spezies die in einigen Hundert Jahren alle durch eine Katastrophe vernichtet werden. Weitere Reisebegleiter werden Der-zu-den-Tieren-spricht, von der kriegerischen Rasse der Kzin und Teela Brown, ein eingefleischter Glückspilz und Louis aktuelle (sehr junge) Freundin. Gemeinsam machen sie sich auf zu einem Weltraumabenteuer der besonderen Art.

 

Meinung:

Auf dieses Buch bin ich durch einen Podcast gestoßen - „Das Universum“. Es steckt voller Physik und Weltraum-Wissen. Ich konnte nicht allen Theorien gänzlich folgen, hab aber schon meistens den Kern der Überlegung verstanden. Auf jeden Fall wirkt die Welt mit diesen Erklärungen doch sehr realistisch, oder zumindest irgendwie nachvollziehbar bzw. authentisch für eine vorstellbare Zukunft.

Man merkt der Geschichte an, dass

 

ISBN 978-3-961-88178-9

Mantikore, 2023 (c.1970)

320 Seiten

Montag, 26. Juni 2023

„Disney Villains (9) - Niemals Nimmerland“ von Serena Valentino

Inhalt:

James hat einen großen Traum. Er will nach Nimmerland zurück. Bis er erwachsen ist hat er alles darüber gelesen was man wissen muss um eine guter Pirat zu werden. Denn das scheint ihm der beste Weg zu sein sich seinen Traum zu erfüllen. Und dann ist es soweit - er heuert unter dem berühmten Piratenkapitän Blackbeard an. Ist es ihm vorherbestimmt ein ebenso großer Pirat zu werden?

 

Meinung:

Das Buch war äußerst kurzweilig. Aus meiner Sicht nicht ganz so spannend wie seine Vorgänger.

Wenigstens wurde auch nochmal die Geschichte der Verdrehten Schwestern kurz zusammengefasst. Mir fällt es zunehmend schwerer mich an alle Detail zu erinnern, nachdem die Reihe mittlerweile doch recht umfangreich geworden ist.

Insgesamt kann ich sagen, dass die Geschichte um den berühmten Kapitän Hook mir gut gefallen hat. Es gibt zwar wenig Überraschung, aber der Roman ist trotzdem sehr unterhaltsam - zumindest für Fans der Reihe (so wie mich).

Die Übersetzung/das Lektorat lässt hier an einigen Stellen etwas zu wünschen übrig. Mindestens zwei Mal kam ich aus dem Lesefluss, weil der falsche Sprecher genannt wurde oder sich auf die falsche Person bezogen wurde. Das war echt schade und darf meines Erachtens nicht passieren.

Leider muss ich auch sagen, dass es für mich der schlechteste Band der Reihe war. Bin trotzdem auf das nächste Buch gespannt.

Zitat:

James schob seine Furcht beiseite und wandte sich von dem Spiegel ab. Mit einem theatralischen Schwung seines Mantels verließ er seine Kajüte, um endlich sein Abenteuer anzutreten. Er versuchte, sämtliche Angst und Zweifel aus seinem Herzen zu verbannen. Er war bereit.

[..]

Der Himmel funkelte im Sternenlicht, und sein Herz pochte heftig in seiner Brust, als ihm klar wurde, dass sein Ziel in dieser Richtung lag: Nimmerland, das Reich zwischen den Sternen.

Es war, als würde er die Dinge zum ersten Mal in seinem Leben klar sehen.

(S. 183 - „Nach Nimmerland“)

 

ISBN 978-3-551-28074-9

Carlsen, 2022

256 Seiten

Mittwoch, 21. Juni 2023

„Silber - Das dritte Buch der Träume“ von Kerstin Gier

Band 3 der Trilogie (Achtung: der nachfolgende Text kann Spoiler enthalten)

Inhalt:

Wie wehrt man sich gegen jemanden der einen in Träumen programmieren kann in der Realität schlimme Dinge zu machen? Liv und ihre Freunde müssen sich schnell etwas einfallen lassen, um den wahnsinnigen Arthur das Handwerk zu legen.

 

Meinung:

Der dritte Band ist der gelungene Abschluss für diese schöne, romantische Trilogie.

Die Idee, sich in den Träumen anderer Menschen aufhalten und mit Anderen treffen zu können und die Traumwelt auch verändern zu können, trägt einen ohne Probleme durch die ganze Reihe. Man fragt sich unweigerlich was Andere in den eigenen Träumen wohl sehen würden, was man bei seinen geliebten Menschen sehen würde und was das alles über uns aussagt. Eine super Reihe für kleine Sigmund Freuds wie dich und mich ;-)

Man gewinnt die Hauptfiguren äußerst lieb, da die Charakterzeichnung meiner Meinung nach super ausgearbeitet wurde. Es ist immer realistischer wenn die Charaktere auch mal Fehler machen dürfen und das ist hier eindeutig der Fall. Eigentlich ist es sogar ganz lehrreich, denn hier passieren auch Fehler die man als Jugendlicher auch erst mal lernen muss auszuhalten. Da die Geschichte weitergeht könnte man daraus auch eine Lehre ziehen.

Insgesamt muss ich aber einfach sagen, dass mich die ganze Geschichte sehr angesprochen hat. Es war überhaupt nicht langweilig und der „Liebesschnulz“ kam mir auch nicht erdrückend vor. Dennoch wird es wohl eher eine Romanreihe sein, die Mädchen und Frauen anspricht.

Normalerweise bin ich bei solchen Büchern am Ende meist etwas melancholisch gestimmt, weil man sich von den Figuren verabschieden muss. Das fällt mir dieses Mal tatsächlich nicht so schwer, was vermutlich an dem schönen „Epilog“ liegt, wo wir noch so das ein oder andere aus „dem Leben danach“ erfahren.

Ein echtes, herzerwärmendes Happy End

:-)

Die Bücher von Kerstin Gier machen einfach immer wieder Spaß!

Zitat:

Jetzt war er bei mir. Er sah mich so konzentriert an, als wäre ich ein Rätsel, das er lösen musste, und ich merkte, dass etwas in mir aus dem Takt geriet. Wahrscheinlich mein Herz. „Denn weißt du, Liv, ich will dich nämlich auf keinen Fall noch einmal verlieren.“

Tränen kitzelten auf meiner Nase, und ich ließ meinen Kopf schnell an seine Brust sinken. Auf keinen Fall sollte er das Glitzern in meinen Augen sehen.

(S. 204)

 

ISBN 978-3-8414-2168-5

Fischer, 2015

464 Seiten

Samstag, 10. Juni 2023

„Silber - Das zweite Buch der Träume“ von Kerstin Gier

[Da es sich um den zweiten Band einer Trilogie handelt, kann ich mich gegebenenfalls nicht von Spoilern freisprechen, also: Achtung beim Weiterlesen…]

Inhalt:

Ruhe ist an der Frognal Academy eingekehrt, nachdem Anabel in der Psychiatrie gelandet ist. Liv und Henry sind Verliebter denn je und treffen sich nahezu jede Nacht in ihren Träumen. Nur leider erfährt Liv nur wenig über Henrys Gedanken und sein Zuhause. Was verheimlicht er vor ihr? Ihr Vertrauen ist angekratzt. Dazu kommt, dass Love Schwester Mia neuerdings oft schlafwandelt, was sich bald zu einem echten Problem entwickeln wird. Wie kann man ihr helfen?

 

Meinung:

Besonders das letzte Drittel des Romans ist äußerst spannend aufgebaut. Auch wenn man langsam ahnt worauf alles hinausläuft, ist das Ende so gut geschrieben, dass ich die letzten 50 Seiten förmlich verschlungen habe.

Die Handlung spitzt sich immer mehr zu und endet in einem aufregenden Finale des zweiten Bandes.

Ich bin sehr gespannt wie die Handlung im letzten Buch abgeschlossen wird.

Natürlich gibt es in diesem Band keine großen Charakterentwicklungen mehr (die Charaktere sind alle bekannt und es kommen keine wichtigen neu hinzu). Dennoch konnte ich mich gut in die Situationen hineinführen und mit unserem Protagonisten mitleiden. Und das Teenager-Leid wird hier wirklich gut beschrieben, ich hab mich richtig an meinen ersten großen Liebeskummer erinnert. Das einzige andere Mal, dass ich das in einem Roman so deutlich gespürt habe, war beim zweiten Biss-Band. Also aus meiner Sicht echt topp Leistung.

Freu mich mega auf Band drei!

Zitat:

„[..] Ich mache es, wie Meister Wu es immer sagt: ganz gleich wie schwer die Zeiten sind: Trage einen grünen Zweig in deinem Herzen, und es wird sich ein Singvogel darauf niederlassen.“

(S. 146)

 

ISBN 978-3-841-42167-8

Fischer, 2014

416 Seiten

Montag, 24. April 2023

„Silber - Das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier

Inhalt:

Als Liv und ihre kleine Schwester Mia in London ankommen sind sie völlig perplex als ihre Mutter ihnen verkündet, dass sie doch nicht auf Land ziehen werden. Bald müssen sie sich mit der Tatsache abfinden, dass sie alle beim Freund ihrer Mutter einziehen werden. Dessen zwei Kinder gehen auf die gleich Schule. Love ahnt noch nicht, dass ihr neuer „großer Bruder“ ihr bald bei einem mysteriösen Abenteuer beistehen wird, nämlich hin der Traumwelt!

 

Meinung:

Wie immer kann ich sagen, dass Kerstin Gier es versteht eine spannende Geschichte aufzubauen, bei der man die Auflösung kaum abwarten kann. Das ist ihr hier auch wieder wunderbar gelungen. Wobei sich die „junge Liebe“ hier etwas natürlicher anfühlt, als ich das sonst schon gelesen habe.

Da es sich um den ersten Band eine (hoffentlich) abgeschlossenen Trilogie handelt, werde ich mich hier nicht in eine ellenlange Rezension ergeben, sondern die drei Bände am Ende lieber mehr in ihrer Gesamtheit bewerten.

Bisher gefällt mir die Reihe sehr gut. Die Hauptperson (Olivia, genannt Liv) hat ausgeprägte Charaktereigenschaften, so dass ich mich direkt gut in sie hineinversetzen konnte. Ihre freundliche Art wirkt ansteckend und ist äußerst wohltuend für den Leser.

Hoffentlich gehen die nächsten Bände so gut weiter, wie sie gestartet haben.

 

ISBN 978- 3-841-42105-0

Fischer, 2013

416 Seiten 

Donnerstag, 2. März 2023

„Der David ist dem Goliath sein Tod“ von Torsten Sträter

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Einige Kurzgeschichten „mitten aus dem Leben“ (Zitat vom Buchrücken) - aber wohl eher Fiktion mit ein wenig Wahrheitswürze.

 

Meinung:

Teil 1 mit acht Erzählungen und Teil 2 mit zwölf Erzählungen (ohne Gewähr), plus ein (wahrscheinlich) ernst gemeintes Kapitel mit Tipps für Schriftsteller und einem lustigen Nachwort.

Ironisch, sarkastisch und manchmal auch sehr frivol, aber auf jeden Fall unterhaltsam.

Auch wenn ich schon wenige Minuten nach dem Lesen über den Inhalt keine Aussagen mehr treffen kann, so weiß ich doch, dass alle Kapitel sehr lebensnah und hemmungslos ehrlich waren.

Klar ist vieles äußerst übertrieben dargestellt, aber dem aufmerksamen Leser wird das parodistische kaum entgehen.

Und während des Lesens konnte ich mir immer Sträters schöne tiefe Stimme wunderbar vorstellen, als wäre ich Gast in einer seiner Lesungen. Fantastisch.

Eine sehr schöne Lektüre für zwischendurch, die für viele Lacher bei mir gesorgt hat.

(Empfehlenswert besonders für Leute mit Geburtsdatum vor 1985.)

 

ISBN 978- 3-548-37535-9

Ullstein, 2014

190 Seiten

Freitag, 17. Februar 2023

„Tausend kleine Lügen“ (Big Little Lies) von Liane Moriarty

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Jane, Madline und Celeste werden sehr gute Freunde als ihre Kleinen eingeschult werden. Jane ist erst vor Kurzem mit ihrem Sohn Ziggy auf die wunderschöne Halbinsel gezogen. Das Drama beginnt als eine Klassenkameradin Ziggy beschuldigt sie gewürgt zu haben. Er streitet alles ab, aber unter den Vorschuleltern bilden sich bald zwei Lager. Die Lügen nehmen ihren Lauf. Am Ende kommen noch viel dunklere Geheimnisse zu Tage.

 

Meinung:

Wieder einmal bin ich sooo froh, dass ich den Klappentext nicht vorher gelesen habe. Sie hat sich für mich eine echte Spannung über das ganze Buch aufbauen können, die mir gegen Ende Richtiges Herzklopfen bereitet hat.

Der Aufbau des Romans ist sehr gut gemacht: „Erzähleinheiten“ wechseln sich immer wieder mit kurzen Zeugenaussagen ab. So werden die Verwirrungen, Verleumdungen und große sowie kleine Lügen noch deutlicher.

So habe ich mir zwischendurch immer wieder die Frage gestellt, wer am Schluss stirbt. Es wurde immer spannender.

Die Charaktere sind wahnsinnig gut gezeichnet. Man fühlt mit ihnen, man leidet mit ihnen und will sie später ungern loslassen. Als wären sie die eigenen Freunde. Sehr gut geschrieben.

Mir hat das Buch mega gut gefallen. Ich bin gespannt, ob die TV-Serie (mit Reese Witherspoon) sich irgendwie an die Handlung des Romans hält…

 

ISBN 978- 3-404-17293-1

Lübbe, 2016

496 Seiten

Dienstag, 17. Januar 2023

„Meter pro Sekunde“ von Stine Pilgaard

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Unsere Erzählerin ist mit ihrem Freund in das dänische Dorf gezogen, wo er als Lehrer angestellt wurde. Sie sind in einem Haus des Schulheims untergekommen und der gemeinsame Sohn geht bald schon zur Kindertagesstätte. Damit sie was zu tun hat vermittelt die Schulleiterin ihr den Job sich um den Kummerkasten der Tageszeitung zu kümmern und Leserbriefe zu beantworten.

 

Meinung:

Als Leser leiden und lachen wir mit der etwas melancholischen Protagonistin mit. Sie passt in die heutige Zeit - sie ist nie ganz glücklich findet sich aber mehr und mehr mit dem Leben ab. Ans Dorfleben, wo jeder jeden kennt, muss sie sich erst noch gewöhnen. Trotzdem nimmt sie nie ein Blatt vor den Mund.

Ihre teilweise unüberlegten Äußerungen, ihr Geplapper, machen sie sehr liebenswürdig. Ich habe mich von dieser Stimmung gerne tragen lassen.

Sie betrachtet die Dinge nicht romantisch, sondern wirkt eher abgeklärt. Sie scheint an einem Punkt angekommen an dem sie akzeptiert, dass die Dinge nun mal oft so sind wie sie sind.

Wie sie über ihren Sohn spricht und quasi offen zugibt wann sie unter der Mutterrolle leidet, kann man gut nachempfinden wenn man auch kleine Kinder in der heutigen Zeit großzieht. Sie gibt auch zu, dass sie manchmal zu viel über ihr Kind lästert, aber genau das lässt sie so herrlich real werden.

Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen.

Auch die Neutextung der Lieder fand ich eine schöne Idee. Es war sicherlich schwierig das (sinn)passend ins Deutsche zu übersetzen/übertragen. Meine Hochachtung davor. Es wirkt auf mich nicht künstlich, sondern gut und stimmungsvoll.

Ich kann sehr gut verstehen, dass das Buch in der Kritik hoch gelobt wird und ein absoluter Renner in Dänemark war.

Danke, liebe Bibliothek, fürs Präsentieren bei den Neuerwerbungen.

 

ISBN 978- 3-985-68011-5

Fischer, 2022

250 Seiten

Montag, 19. Dezember 2022

„Wolkenschloss“ von Kerstin Gier

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Fanny ist eine Praktikantin in einem altehrwürdigen Hotel in den Alpen. Die Arbeit macht ihr auch total Spaß. Als es in die Weihnachtsferien geht, treffen allerhand interessante Gäste ein. Außerdem lernt sie den netten Sohn vom grantigen Hotelbesitzer kennen. Dass Rabin den kommenden Wochen aber noch so richtig spannend werden wird, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

 

Meinung:

Zufällig habe ich das Buch auch in der kalten Jahreszeit kurz vor Weihnachten gelesen. Das passt wie die Faust aufs Auge. Es fühlt sich an wie ein entspannter Weihnachtsfilm von Netflix. Am Anfang geht es hauptsächlich um unsere Protagonisten und ihre kleinen persönlichen Probleme. Später entwickeln sich auch die Nebendarsteller mäßig weiter, wobei alles bei einer angenehmen Leichtigkeit bleibt. So ist der Roman gut zu lesen und, durch einfache Sprache und eine schöne, bildliche Darstellung der „Szenen“.

Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eine sehr leichte Lektüre, bestens geeignet für einen kurzweiligen Spaß am Abend in der Weihnachtszeit und ist eindeutig ein Jugendroman. Da es aber eine Liebesgeschichte gibt, die offensichtlich im Vordergrund steht, siedle ich dieses Buch unter dem Genre Liebesroman an.

Etwas irritiert war ich, weil ich das Buch in der Abteilung „Mystic & Magie“ in der Bücherei gefunden hab – davon ist reichlich wenig zu spüren. Erst am Ende entwickelt sich ein kleiner Zauber, auf den man die ganze Zeit gewartet hat. Das bleibt aber sehr wenig, so dass meine Erwartungshaltung nicht richtig erfüllt wurde. Schade.

Weiterhin gefallen mir die Bücher von Kerstin Gier ausgenommen gut. Ich mag ihren Stil und wurde was das angeht nicht enttäuscht. Ich finde den Roman auf jeden Fall lesenswert.

 

ISBN 978- 3-596-52309-2

Fischer, 2020

496 Seit