Sonntag, 14. Juli 2019

„Simpel“ von Marie-Aude Murail

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Inhalt:

Simpel ist 22 Jahre alt, geistig zurückgeblieben und zieht mit seinem 17-Jährigen Bruder, Colbert, in eine Studenten WG. Colbert versucht alles zu schaffen und Simpel davor zu bewahren vom gemeinsamen Vater, der von Simpel die Nase voll hat, wieder in die Anstalt geschickt zu werden.

 

Meinung:

Das Buch ist einfach geschrieben und kommt daher auch äußerst warmherzig daher. Die Einfachheit spiegelt auch Simpel wieder, der geistig auf dem Niveau eines Dreijährigen denkt. Gerade als junge Mutter finde ich das sehr berührend und einprägsam.

Natürlich beeinflusst Simpel die Sichtweise der Menschen um ihn herum und dadurch auch die des Lesers. Man merkt, wie sich manche Menschen allein dadurch verbessern, dass Simpel ihnen ihre Beschränktheit vor Augen führt.

Leider ist das Buch sehr kurzweilig und der Prozess den die Leute um ihn herum durchleben wird viel zu schnell abgespult. Hier fehlt etwas Tiefe und Entwicklung, oder die Ausarbeitung zu den Veränderungen.

Die Charaktere sind alle recht einfach und durchschaubar gehalten, es handelt sich ja auch um ein kurzes, aber eindringliches Jugendbuch. Ganz gut gelungen.

Meiner Meinung nach, bedarf das Thema noch viel umfassendere Werke und mehr Ausarbeitung. Ein umfassender Roman wäre meiner Meinung nach immer noch genauso spannend, weil jede Lebenssituation so interessant wird.

Mir gefällt das Buch ganz gut, es ist mir nur ein wenig zu kurz gehalten.

 

ISBN 978-3-596-80649-2

Fischer, 2009 (c. 2004)

304 Seiten

Donnerstag, 11. Juli 2019

„Martin Benner 1 – Schwesterherz“ von Kristina Ohlsson

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Inhalt:

Martin Benner ist ein schwedischer Anwalt der gerne Frauen aufreißt, sich aber auch um seine vierjährige Nichte kümmert, seit ihre Eltern umgekommen sind. Eines Tages wird er auf einen Fall angesetzt, bei dem es um eine vermeintliche Serienmörderin geht (Sarah „Texas“ Tell), die fünf Morde gestanden hat, bevor sie sich ungebraucht hat. Benner interessiert sich für den Fall und verstrickt sich immer mehr in eine ausweglose Lage, bei der um sein Leben und dass seiner Nichte und seiner Freundin (Lucy) fürchten muss...

 

Meinung:

Lange Rede, kurzer Sinn: es ist das erste von zwei Büchern zu dem Fall Sarah Texas. Ich wusste malwieder nicht, dass es sich um einen Mehrteiler handelt, als ich angefangen hab das Buch zu lesen.

Ein bisschen enttäuschend, wenn man nur noch zehn Seiten zu lesen hat und realisiert, dass es hier jetzt keinen richtigen Abschluss geben kann...

An sich ist der Roman im Großen und Ganzen recht spannend. Obwohl ich zwischendurch auch mal gedacht habe, dass es andauernd ein Hin und Her gibt, was sich ständig zu wiederholen scheint. Wobei ich mir vorstellen kann wie schwierige es sein muss hier etwas ganz Neues, Kreatives zu entwickeln.

Der Hauptcharakterzug wirkt auf mich äußerst sympathisch. Wobei ich mir am Anfang zugegebenermaßen schwer damit getan habe, ihn mir als großen Schwarzen vorzustellen. Immerhin ist das Buch von einer schwedischen Frau geschrieben worden. Ab ungefähr der Mitte, fiel es mir aber nicht mehr sonderlich schwer.

Insgesamt finde ich die Geschichte ganz gut. Jedoch kann ich im Nachhinein nicht behaupten, dass alles sehr logisch ist. Die Gedankengänge sind mir besonders am Schluss teilweise etwas schwer nachzuvollziehen gewesen.

 

ISBN 978-3-7341-0694-1

Blanvalet, 2019

496 Seiten

Donnerstag, 27. Juni 2019

„Wo drei Flüsse sich kreuzen“ von Hannah Kent

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Inhalt:

Ein abgelegenes, irisches Tal, 1825/1826. Nóras Leben ist aus den Fugen geraten. Vor wenigen Wochen ist ihr Schwiegersohn gekommen, hat verkündet dass ihre Tochter gestorben ist und lässt den vierjährigen Micheál bei Nóra und ihrem Mann zurück. Jetzt ist ihr Mann plötzlich tot umgefallen und andere. Das ganze Dorf scheint verflucht zu sein. Liegt es am kleinen Micheál? Der Junge war früher gesund, aber jetzt kann er nicht mehr laufen und sprechen. Er ist verkrüppelt und heult nur rum. Nóra holt sich die Magd Mary an den Hof, weil sie allein nicht mehr klar kommt. Aber zunehmend ist sie davon überzeugt, dass das nicht ihr Enkel ist, sondern ein Feenwesen, das sich bei ihr eingenistet hat. Kann die Kräuterfrau, Nance, ihr noch helfen? Sie hat die Gabe.

 

Meinung:

Zunächst habe ich gedacht es handelt sich um einen historischen Roman mit Fantasyinhalten. Bis ich begriff, dass die Feen Geschichten alle Aberglauben sind und damit die Aussage des Buches sich komplett ändert.

Am Ende ist es erschreckend wie die Menschen handeln, wenn sie durch Aberglaube und Unwissen gelenkt werden.

Die Geschichte ist äußerst spannend geschrieben und kommt einem wie ein Thriller vor.

Die alten Bräuche und das Leben der Zeit wirken authentisch. Und scheinbar hat die Autorin auch viel Zeit in die Recherche investiert, wenn man ihren Beschreibungen und Dankesbekundungen am Ende trauen darf. Sie schreibt, dass sie inspiriert wurde von einem echten Fall aus dieser Zeit. Ich finde man merkt, dass sich alles so zugetragen haben könnte. Das macht alles noch intensiver und stimmt mich nachdenklich.

Wenn ich bisher an Feen der irischen Sagenwelt, an Kräuterfrauen und alte Bräche gedacht habe, so muss ich zugeben, dass mein Blick darauf romantisch verklärt war. Hier wird eine ganz andere Seite präsentiert. Ein Realismus über die schrecklichen Auswirkungen die Aberglauben haben kann.

Trotzdem ist nicht alles „böse“ in dem Buch. Im Dorf gibt es sowohl Hetzer, als auch gute Menschen, die einander helfen und beistehen. Das wirkt äußerst beruhigend. Ohne diese Figuren hätte ich den Schluss wohl als zu krass empfunden. So wirkt das Buch sehr ausgeglichen und hat mich wirklich überzeugt.

Der Roman hat es geschafft mich zu überraschen. Das kam schon lange nicht mehr vor und freut mich riesig.

 

ISBN 978-3-4263-0660-4

Droemer, 2019

432 Seiten

Montag, 17. Juni 2019

„Der Sommer der schwarzen Schafe“ von Joanna Cannon

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Inhalt:

Mrs. Creasy ist plötzlich spurlos verschwunden - sie hat nicht mal ihre Schuhe mitgenommen. Gracie (10) und Ihr Freundin Tilly versuchen heraus zu finden, ob jemand in ihrer Straße was weiß und ob irgendwo auch Gott zu finden ist.

Der Sommer brennt heiß und nach und nach kommen viele Geheimnisse ans Licht.

 

Meinung:

In dem Roman geht es um Vorurteile und Engstirnigkeit. Die Leute, die am besten in die Gesellschaft integriert sind, haben am Ende am meisten verbrochen.

Die unschuldigen Kinder wirken bei ihrer Suche nach Gott als starker Gegenpol zu den üblen Geschichten der Nachbarn. Das ist ganz gut gemacht. Für mich wirkt die Suche nach Gott jedoch ein bisschen konstruiert. Ich bin mir nicht sicher wie realistisch es ist, dass zwei zehnjährige Mädchen das so ernst nehmen würden...

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind auch wiederkehrende Themen in dem Buch. Aber auch wenn der Roman zum größten Teil in den siebziger Jahren spielt, könnte man denken die Handlung soll gerade Aktualität haben. Für mich passt es aber nicht mehr zur heutigen Zeit und Denkweise. Für so engstirnig halte ich auch heute nicht die ab gelegenste Kleinstadt Straße.

Konsequenzen für die die Verbrechen könnte es am Ende geben, das bleibt aber offen. Also gibt es für mich nicht mal einen befriedigenden Abschluss. Überhaupt wieder Entwicklung schon bei der Hälfte sehr gut vorhersehbar. Für mich gab es am Ende keine Überraschung mehr. Sehr schade.

Ich fand den Stil sehr gut. Erinnert mich an einen frühen Stephen King - Kleinstädter aus ihrer eigenen Perspektive in wechselnder Erzählweise. Ich hätte noch ewig weiterlesen können, obwohl ich die Handlung wenig überraschend und interessant finde.

 

ISBN 978-3-7341-0597-5

Blanvalet, 2019

416 Seiten

Mittwoch, 29. Mai 2019

„Die Frau aus Tausendundeiner Nacht“ von Denise Zintgraff

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Inhalt:

Die Autorin beschreibt ihren zweijährigen Aufenthalt in einem saudi-arabischen Harem. Als Gast einer Prinzessin ist sie angestellt deren Sohn (6-7 Jahre alt) in Französisch zu unterrichten und ihm die westliche Welt näher zu bringen.

Zintgraff wird von der „Haremsfamilie“ liebevoll aufgenommen und hält sich, aus Angst vor schlimmer Bestrafung, auch gern an die Regeln der Scharia. Sie ist überrascht als sie entdeckt welch friedliches, familiäres Leben sie in diesem sehr wohlhabenden Harem führt...

 

Meinung:

Die kurze Geschichte der Autorin ist gekennzeichnet von Höhen und Tiefen. Voller Abenteuerlust bricht sie nah Riad auf. Zwischendurch erlebt sie melancholische, aber friedliche Zeiten. Am Ende befürchtet sie sich selbst zu verlieren und „flieht“ aus der Sicherheit, die der Harem ihr bietet.

All dies ist mit einer akzeptablen Sensibilität geschrieben. Da es aber gleichzeitig recht knapp geschildert ist, fühlt man sich als Leser vielleicht doch manchmal überrumpelt. Ich hätte gerne mehr erfahren. Meine Neugier ist nicht gestillt worden. Mir verbleiben leider zu viele Fragezeichen über meinem Kopf.

 

ISBN 978-3-5477-9957-6

München Schröder, 1999

290 Seiten

Mittwoch, 8. Mai 2019

„Der Bücherdrache“ von Walter Moers

Inhalt:

Wieder eine Erzählung (Kusntmärchen) aus der Sicht des fiktiven zamonischen Autors Hildegunst von Mythenmetz, rund um Ereignisse um und in den Katakomben Buchhaims.

Der „Buchling Hildegunst“ lernt den Bücherdrachen im Untergrund kennen und stellt sich hauptsächlich philosophischen Fragen an sich und seine Umgebung.

 

Meinung:

Endlich wieder ein etwas umfangreicher Zamonien-Roman, worauf ich mich sehr gefreut habe.

Leider war die Erzählung manchmal etwas langatmig und daher für mich an vielen Stellen einfach nur ermüdend. Und wieder fühlt es sich so an, als soll das Buch nur wieder als Platzhalter für weitere Geschichten dienen, was für mich etwas enttäuschend war. Ich finde, Moers sollte wieder Einzelwerke schreiben – mehrteilige Geschichten scheinen in künstlerisch eher zu überfordern (was ich gut nachvollziehen kann).

An dieser Stelle kann ich gar nicht mehr viel über den Roman sagen. Es war halt ein typisches Werk des Autors. Wieder wunderschön in der Gestaltung und Aufmachung. Die Zeichnungen des Autors sind ein Kaufgrund für mich.

Insgesamt hat mir das Buch trotz der Inhaltlichen Schwächen Spaß gemacht, aber nur weil ich die Fantasie und das Künstlerische Moers Werke so sehr mag.

 

ISBN 978-3-328-60064-0

Penguin, 2019

190 Seiten

Donnerstag, 25. April 2019

„Betty und ihre Schwestern“ (Little Women) von Louisa May Alcott

(Ungekürzte Gesamtausgabe)

Inhalt:

Meg, Jo, Betty und Amy sind Schwestern und leben in Neuengland (USA) zum Ende des amerikanischen Bürgerkriegs. Der Vater ist noch nicht wieder zurück zuhause und die Mutter wartet mit ihren Töchtern sehnsüchtig auf sein Kommen. Derweil freundet Jo sich mit dem Nachbarsjungen, Laurie, an, der mit der Zeit ein Teil der Familie wird.

 

Meinung:

Das Buch steckt voller Liebe. Anders kann ich es nicht sagen. Die Gefühle werden behutsam behandelt, so kommt mir der Schluss auch nicht zu kitschig vor. Trotzdem habe ich am Ende ein paar Tränen verdrückt.

Insgesamt finde ich die Geschichte sehr bewegend.

Wenn man sich erst mal an die etwas altertümliche Sprache der alten Übersetzung gewöhnt hat, lässt sich das Buch auch recht flüssig lesen. Dennoch gibt es viele Wörter bei denen ich mich insgeheim frage, ob die Übersetzung hier überhaupt stimmt. So unbekannte Bezeichnung habe ich selten gelesen. Da bin ich etwas argwöhnisch.

Den deutschen Titel „Betty und ihre Schwestern“ fand ich schon immer irritierend. Es geht um alle vor Mädchen. Der Schwerpunkt liegt vielleicht sogar eher bei der aufgedrehten Jo.

Alcott hat einige autobiographische Szenen verarbeitet und lässt sich wohl am ehesten in Jos Charakter wiederfinden. Darum bekommt Jo verständlicherweise auch etwas mehr „Spielzeit“...

Als Liebhaberin der japanischen Zeichentrickserie „Eine fröhliche Familie“, die auf diesem Roman basiert, hätte ich schon einige Erwartungen an das Buch. Diese Erwartungen wurden übertroffen. Die Charaktere werden liebevoll gezeichnet und ich finde die Ansichten teilweise äußerst emanzipiert für diese Zeit (geschrieben und veröffentlicht in den 1860er Jahren!).

Langweilig ist das Buch an keiner Stelle und einmal musste ich sogar mittendrin weinen.

Es gibt lustige Passagen und einige Abenteuer. Es gibt Romantik, aber auch Schattenseiten.

Ein rund herum gelungener Roman. Ich liebe es.

 

ISBN 978-3-7306-0217-1

Anaconda, 2015 (c.1869)

608 Seiten

Donnerstag, 7. März 2019

„Ruf der Wildnis“ von Jack London

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Buck ist ein Mischlingshund, halb Bernhardiner, halb Deutscher Schäferhund und lebt ein sorgenfreies Leben auf einer Farm. Eines Tages wird er vom Gärtner an einen Hundehändler verkauft und landet im Schnee und Eis des Nordwestens von USA und Kanada. Das Goldfieber ist im Yukon-Gebiet ausgebrochen und er muss als Schlittenhund so manches erleiden.

Am Ende hört er den Ruf der Wildnis.


Meinung:

Mich hat es schon seit längerem gereizt ein Buch von Jack London zu lesen. Ich bin ein großer Fan von dem Film „Into the Wild“ und dieses Buch gehört zur Pflichtlektüre des Protagonisten.

Es geht um den Weg zur Freiheit. Nachdem alle Ketten gesprengt sind, auch noch die eigenen Fesseln zu überwinden und sich gänzlich von der Welt loszulösen.

Auch im Roman trauert Buck seiner Vergangenheit nicht nach. Sein Blick ist meistens auf das Hier und Jetzt gerichtet.

Jedoch manchmal nimmt der Hund die Verbindung zu längst vergangenen Zeiten auf und hat Visionen von der Zeit als Mensch und Hund sich aneinander gewöhnt haben.

Diese Szenen sind erstaunlich gut hineingearbeitet und wirken weder verklärt, noch esoterisch. Dafür ist die Darstellung der gesamten Geschehnisse viel zu realistisch und zu hart. Gefällt mir sehr gut.

Aus meiner Sicht handelt es sich bei diesem Werk um einen Klassiker der Literatur. Für seine Zeit hat London einen modernen Abenteuerroman geschrieben in ganz neuem Stil.

Das Buch ist kurzweilig und mitreißend. Man fühlt die Entbehrungen und Ungerechtigkeiten, die Buck in seinem Leben erfahren muss. Am Ende freue ich mich über seine Flucht aus einer Welt der Beschränkungen, Misshandlungen und Grenzen. Er ist frei und ich fühle mit ihm.

 

ISBN 978-3-4733-9171-4

Ravensburger, 1991 (c.1903)

96 Seiten

Montag, 4. März 2019

„You go me on the cookie” von Dana Newman

Inhalt:

Dana Newman berichtet von ihrem abenteuerlichen Weg zur deutschen Sprache. Wie sie über Jahre hinweg immer wieder über deutsche Ausdrücke gegrübelt hat und welchen Fällen und Fettnäpfchen sie erlegen ist.

 

Meinung:

Das kleine Büchlein ist sehr unterhaltsam geschrieben, so dass ich es in kurzer Zeit gelesen habe. Erst am Ende ist mir aufgefallen, dass sie das Buch erst in Englisch geschrieben hat und es übersetzen lies. Schade. Ich würde ihr zutrauen, dass sie auch auf Deutsch schreiben könnte. Sie ist ja mittlerweile eine richtige Deutsch-Expertin...

Ich mag ihre liebevolle und positive Art. Deswegen war ich mir auch direkt sicher, dass ich das Buch kaufen muss wenn es erscheint. Und ich würde nicht enttäuscht.

Das Buch hilft mir auch mein Englisch zu verbessern, weil manche Redewendungen und Ausdrücke so eingehend beschrieben sind, dass mir ihr Unterschied jetzt auch verinnerlicht wurde. Zumindest habe ich das Gefühl. Ob ich es anwenden könnte sei dahingestellt. (Über das „sei“ hat sie sich auch ausgelassen...)

Am schönsten finde ich immer die Stellen wo sie von Situationen mit ihrem Ehemann, Stefan, schreibt. Die Beiden sind so ein süßes Paar.

Ich schaue mir Danas Blog immer sehr gerne an und bin danach immer ein kleines bisschen erheitert. Oder sogar glücklicher?

Das Buch hat mich öfters zum Schmunzeln gebracht, oder sogar auch mal zum Lachen.

Vielleicht würde es mir nicht so gut gefallen, wenn ich die Autorin nicht schon seit Jahren auf YouTube verfolge, aber ich bin von dem Buch begeistert.

 

Zitat:

Englisch: Million

Deutsch: Million

Yay, passt!

 

Englisch: Billion

Deutsch: Billion

Uaaahhh!

Die deutsche Billion ist nämlich nicht dieselbe wie die amerikanische. Eine deutsche Billion ist eine amerikanische trillion, und eine amerikanische billion wiederum ist im Deutschen eine Milliarde. Wer braucht Feinde, wenn man solche falschen Freunde hat?

(Seite 52)

 

ISBN 978-3-442-17775-2

Goldmann, 2019

210 Seiten

Sonntag, 3. März 2019

„Pavel Pock und die Wunderschreibmaschine“ von Hermann Multhaupt

Bild-Quelle: booklooker.de

Inhalt:

Pavel muss mit seiner Frau die geliebte Heimatstadt Pockkretzliberg verlassen, weil er als Dichter und Geschichtenschreiber nicht mehr genug verdienen kann. Eine Fee hilft ihm und schenkt ihm eine Wunderschreibmaschine...

 

Meinung:

Die Erzählung ist von einem traurigen Unterton getragen und wirkt dadurch sehr einfühlsam.

Es handelt sich um ein Bild gegen die schnelllebige Welt in der wir alle Leben. Das Streben nach Reichtum und Ruhm wird kritisiert und Glück als gesamtes Bild hinterfragt.

Die Geschichte ist kurz und prägnant. Sie regt zum Nachdenken an, was mir sehr gefällt.

Ich muss nur leider kritisieren, dass durch die kleine Erzählung alles moderne und Wünsche nach Wohlstand etwas verteufelte werden. Hier gibt es keinen Mittelweg und alles fühlt sich für mich nach Schwarz oder Weiß an. Das mag ich eigentlich nicht so. Aber weil ich mir natürlich darüber bewusst bin, dass es extra so zugespitzt dargestellt wird, um eine gewisse Verständlichkeit zu garantieren, kann ich das gut für mich ertragen.

Das Buch liest sich wie ein Märchen der Neuzeit und ist aus meiner Sicht auch gut geschrieben. Davon könnte ich auch gerne mehr lesen.

 

Paderborn, Bonifatiuswerk der Kinder ca. 1985

32 Seiten