Montag, 2. November 2026

„Missing Page“ von Katie Kento


Inhalt:

Antonia, alias Toni, hat sich auf einem Workshop für junge Schreibtalente eingeschlichen. Nicht, um von dem bekannten Krimi-Autor etwas zu lernen, sondern um ihn zu beklauen. 

Dann wird es blutig und mysteriös - plötzlich sind alle verdächtig: die Workshopteilnehmer, das Personal und sogar Toni selbst.


Meinung:

Der Roman hat aus meiner Sicht Höhen und Tiefen. Zu Beginn dachte ich, dass es sich hierbei um eine Einfach gestrickte Geschichte handelt. Am Ende hat sich alles doch als etwas interessanter herausgestellt. Leider gab es zwischendurch mehrere Stellen, die etwas zu langatmig waren und ich kurz sogar darüber nachgedacht hab das Buch weg zulegen (das ist sehr selten bei mir).

Ein Problem hatte ich wohl damit, dass ich schon überzeugt war, den richtigen Riecher zu haben, was am Ende passiert. Daher konnte ich mit dieser Einstellung die etwas langweiligeren Passagen schlechter „überstehen“.


Dabei fand ich die Geschichte interessant. Wobei die vielen Anspielungen auf das Brettspiel Cluedo oder Escape Rooms für mich auch nicht hätten sein müssen. 

Mir war auch schnell klar, dass sich hierbei um eine Angara Christie angelehnte Krimi Geschichte handeln soll. Das hätte alles nicht noch einmal so erläutert werden müssen.


Das Setting hat mir gut gefallen. Das gruselige schottische Herrenhaus und ihr Schlafwandeln haben gut zur Atmosphäre gepasst. Wobei ich etwas unrealistisch fand, dass Toni sich nicht klar darüber war, ob sie während des Schlafwandeln gewisse Handlungen durchgeführt hatte oder nicht.


Zum Schluss gab es einige wenige Thriller Elemente, dadurch kann man das Buch meines Erachtens nicht als klassischen Krimi einordnen.


Insgesamt hat mir das Buch dann doch ganz gut gefallen, wobei ich es nur mittelmäßig bewerten würde, wenn ich jetzt Sterne vergeben sollte.

Eine nette Unterhaltung für zwischendurch aber teilweise für meinen Geschmack zu langatmig.


Zitat:

Mehrmals kontrollierte ich, dass die Tür auch wirklich verriegelt war, dann ließ ich mich aufs Bett fallen und schlug mit zitternden Händen mein Traumtagebuch auf. Die Grundlage jeder guten Ermittlung war Dokumentation. Außerdem konnte ich besser denken, wenn ich schrieb. Hektisch und ungelenk begann ich einen neuen Eintrag, in dem ich zunächst all meine Probleme notierte.

(Seite 302, Kapitel 38)


ISBN 978-3-8466-0302-4

Bastei-Luebbe (one-verlag), 2026

462 Seiten

Sonntag, 18. Oktober 2026

„Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen


Inhalt:

Die Bennets haben fünf Töchter, die sich alle charakterlich stark voneinander unterscheiden. Die beiden Ältesten, Jane und Elizabeth, sind wohlerzogen und beherrscht, wohingegen die beiden Jüngsten, Kitty und Lydia, kokett sind und ständig auf Männerfang. 

Als die beiden Freunde Mr. Bingley und Mr. Darcy auftauchen und sich in der Stadt ein ganzes Regiment rumtreibt, ist es mit der Ruhe und Beschaulichkeit der Familie vorbei. Ein aufregendes Jahr bricht an. 


Meinung:

Es handelt sich hierbei wohl um einen der bekanntesten und erfolgreichsten Liebesromane überhaupt. Auf vielen Listen wird dieses Werk unter den Top Ten Lieblingsbücher aufgeführt.

Ich konnte den Hype anfänglich nicht ganz nachvollziehen. Die erste Hälfte des Romans fand ich eher durchschnittlich, obwohl mir die Beschreibung der Gegend und der Leute schon gefallen haben.

In der zweiten Hälfte entwickelt sich die Geschichte deutlich schneller und hat mir sehr viel besser gefallen. Tatsächlich hatte ich dann irgendwann sogar richtiges Herzklopfen und hab mich in die Zeit der ersten Verliebtheit hinein versetzt gefühlt. Das war regelrecht aufregend und wurde wahrscheinlich von der ruhigen „Melodie“ der ersten Hälfte eingeleitet. Beziehungsweise dadurch war der Kontrast so stark, dass mich die sehen rund um Elizabeth, alias Lizzy, besonders aufgewühlt haben.

Der Roman ist hauptsächlich aus Elizabeths Sicht geschrieben. Obwohl er nicht, dass der ich Perspektive erzählt wird, kommt es einem so vor, als erlebt man alles selbst.


Die Einblicke in dieser Zeit fand ich auch wieder sehr interessant (dies war der zweite Jane Austen Roman, den ich gelesen hab), aber mir ist klar, dass es sich hierbei um Verhältnisse der Oberschicht handelt und in keinster Weise anders „normale“ Leben der Bevölkerung anlehnt.


Das Buch ist äußerst gefühlvoll, ohne dabei kitschig zu werden. Die Charakterentwicklung hat mir auch sehr gut gefallen. Natürlich kannte ich die Geschichte schon ein bisschen, da ich in der Vergangenheit auch schon die ein oder andere Verfilmung gesehen hatte. Das hat dem Buch aber nicht geschadet, ich bin froh, dass ich diesen Klassiker gelesen hab und kann ihn weiterempfehlen.

Auch wenn er bei mir nicht auf der besten Liste der gelesenen Romane unter die Top Ten kommen, fand ich das Werk doch sehr gut. Kann verstehen, dass es sich hierbei um einen Klassiker handelt.


Zitat:

»Wir haben noch nicht genau festgelegt, wie weit wir fahren wollen«, sagte Mrs Gardiner, »vielleicht bis zum Seen-Distrikt.«

Kein Vorschlag hätte für Elizabeth schöner sein können, und sie nahm die Einladung voller Freude und Dankbarkeit an. »Liebe, liebe Tante!«, rief sie überglücklich, »welche Freude! Was für ein Glück! Du gibst mir neues Leben und neuen Mut. Adieu, Enttäuschung und Trübsal! Was sind Männer gegen Felsen und Berge! Oh, was für eine herrliche Reise das werden wird! Und wenn wir zurückkehren, dann nicht wie andere Reisende, die niemals wissen, wo sie gewesen sind und wie es dort ausgesehen hat. Wir werden uns immer an alles erinnern, was wir gesehen haben!

Seen, Berge und Flüsse sollen uns nicht durcheinandergeraten, und wenn wir einen bestimmten Ort beschreiben wollen, werden wir nicht darüber streiten, wo er liegt. Unsere überschwänglichen Schilderungen sollen weitaus erträglicher sein als die eines Durch-schnittsreisenden.«

(S. 176, Elizabeth übers Reisen und nach Ablenkung suchend)


ISBN 978-3-7306-1648-2

Anaconda, 2026 (c. 1813)

432 Seiten

Samstag, 10. Oktober 2026

„Gebrochenes Herz“ von Serena Valentino

Inhalt:

Als die Herzkönigin und das Weiße Kaninchen im Wunderland auftauchen, ist das Wunderland gerade neu entstanden - alle erleben ihren ersten Tag. Doch die Herzkönigin kommt mit der Verrücktheit ihrer Untertanen einfach nicht klar und wird immer wütender. 


Meinung:

Wie erwartet ist es schwierig eine Geschichte rund um das Wunderland zu spinnen. Ich hatte mir auch extra vorher nochmal den alten Disneyfilm angeschaut, um mich besser an die Charaktere zu erinnern (das Alice im Wunderland hatte ich auch vor einigen Jahren gelesen, davon ist mir leider aber auch wenig in Erinnerung geblieben). 

Ich muss sagen, dass es mir so vorkommt als ob die Figuren des Buches nacheinander abgehandelt werden müssen. Es kommt mir alles doch ziemlich konstruiert vor. So nach dem Motto, wie packe ich jetzt alles was man aus dem Film kennt in dieses Buch? Das war dann wohl nur noch mit Hilfe der Nebenhandlung rund um Circe und die verdrehten Schwestern möglich. Hierzu muss ich aber leider sagen, dass ich mir mit diesen Entwicklungen immer schwerer tue - es wird zwar immer nochmal alles was vorher war kurz wiederholt, trotzdem ich aber alle Bücher der Reihe gelesen hab, bin ich diesmal verständnismäßig nicht ganz mitgekommen. Schade. 

Vielleicht ist das ein Zeichen und ich sollt die Reihe jetzt ad Acta legen. Es war für mich doch alles zu versponnen und hat mir daher auch keinen großen Spaß gemacht. Mal sehen. I nächsten angekündigten Band soll es um Sleepy Hollow, bzw. den Kopflosen Reiter gehen, was in der Geschichte der Herzkönigin auch schon eingeleitet wurde. Dabei hätte ich viel mehr Lust auf für mich bekannter Disney-Bösewichte (mir war auch gar nicht bekannt, dass Disney 1949 diese Geschichte bereits adaptiert hatte). Ich weiß also noch nicht, ob ich das nächste Buch lesen werde. 


Zitat:

Das Weiße Kaninchen fand es ziemlich seltsam, dass es sich an nichts erinnern konnte. Es war, als wäre es aufgewacht und dies sein erster Tag hier - wo auch immer hier war. Aber wie konnte das sein? Es nahm an, dass es keine Rolle spielte, ob es schon immer in diesem fremden Land gelebt hatte oder nur zufällig an diesem Tag aufgetaucht war - oder ob es irgendwann an einem anderen Ort landen würde. Was zählte, war dieser Moment. Ja, dies war der einzige Moment, der zählte. Zu viel über das Wie und Warum nachzuden-ken, würde das Kaninchen nur verrückt machen.

(Seite 36/37)


ISBN 978-3-551-28093-0

Carlsen, 2025

318 Seiten




Sonntag, 4. Oktober 2026

„Verstand und Gefühl“ von Jane Austen


Sense and Sensibility

Inhalt:

England, im 18. Jahrhundert. Elinor und Marianne sind im heiratsfähigen Alter. Durch den Verlust ihres Vaters sind sie jedoch in ärmliche Verhältnisse geraten und abhängig davon, sich gesellschaftlich zu engagieren. Können vor diesem Hintergrund aus Verliebtheit auch Ehen entstehen?


Meinung:

Dieses erste Werk von Jane Austen hat mir sehr gut gefallen. Die Sprache ist erfrischend, auch wenn man sich erst einmal an den Stil gewöhnen muss. Es ist nicht schwer zu lesen.


In der Mitte des Romans war ich ein bisschen gelangweilt, weil es ja doch die ganze Zeit nur darum geht, wer mit wem zusammen kommt.

Gegen Ende wurde es dann aber wieder interessant, es gab auch ein bisschen Drama und eine überraschende Wendung blieb auch nicht aus. 


Am meisten Spaß haben mir die Beschreibung der Umstände der damaligen Zeit gemacht. Ich finde es sehr interessant zu hören, wie die Damen damals gelebt haben. Obwohl mir klar ist, dass es sich hierbei nicht um Frauen aus unteren Schichten handelt. So richtig arbeiten muss in diesem Buch niemand. So bleibt es doch insgesamt ein Unterhaltungsroman, der für mich wenig Bezug auf die Realität der damaligen Bevölkerung hat.


Ich möchte innerhalb der nächsten zwölf Monate auch gern die anderen Austen-Werke lesen und freue mich schon auf den nächsten Roman.


Zunächst einmal werde ich aber auch noch mal einen Verfilmung von diesem Werk anschauen. Ich hatte schon vor einigen Jahren eine Bekannte Verfilmung dazu gesehen, konnte mich aber überhaupt nicht mehr an die Handlung erinnern.


Zitat:

»Das ist ein Ausdruck, Sir John«, sagte Marianne heftig, »den ich ganz besonders geschmacklos finde. Ich kann keine abgedroschenen Phrasen ausstehen, die witzig sein sollen, und sich einen Mann angeln oder eine Eroberung machen sind mir die verhasstesten von allen. Sie haben eine vulgäre und rohe Färbung, und selbst wenn man ihre bildhafte Formulierung als geistreich bezeichnen könnte, so hat ihnen doch die Zeit längst alles Originelle genommen.«

(Seite 58, Erstes Buch - Kapitel 9)


ISBN 978-3-7306-1648-2

Anaconda, 2026 (c. 1811)

450 Seiten

Donnerstag, 24. September 2026

„kidz4kids 3.0 - Kurzgeschichten junger Schreibtalente“ von div. Autoren

Inhalt:

49 Gedichte und Kurzgeschichten von Autoren zwischen 11-19 Jahren


Meinung:

Die Geschichten der Jugendlichen in teilweise ganz schön unter die Haut. Es werden verschiedene Themen wie Flucht, Einsamkeit, Tod und und viele andere angesprochen.

In einer für Jugendliche typischen Dramatisierung werden diese Inhalte oft sehr extrem und ergreifend dargestellt - besonders wenn man das Alter einiger Autoren und Autorinnen beachtet.


Das ist bereits das dritte Buch der Reihe, das ich gelesen habe, ich glaube aber nicht, dass ich damit weitermache. Insgesamt muss ich leider sagen, dass sich die Themen wiederholen und ich deswegen die Zusammenstellung der Geschichten nicht mehr besonders ansprechend finde - zumindest für mich, also ganz subjektiv. Dass die Jugendlichen Geschichten veröffentlichen und diese vornehmlich von anderen Jugendlichen gelesen werden, finde ich äußerst wichtig.


Andererseits kann ich auch sagen, dass mich die Geschichten wieder in meiner eigene Jugend und meine damalige Gefühlsverfassung hinein versetzt haben. Ich kann die Texte schon nachvollziehen.


Alles in allem handelt es sich bei dieser Veröffentlichung um eine starke Leistung der Jugendlichen und soll auch unbedingt gelesen werden, weshalb ich das Buch und die anderen die noch in meinem Besitz sind, gerne weitergebe.


ISBN 978-3-9814244-8-5

Anuschka Weyand Buchverlag, 2016

240 Seiten

Mittwoch, 9. September 2026

„Der Sandmann“ von E. T. A. Hoffmann

Mit einem Nachwort des Herausgebers: Rudolf Drux


Inhalt:

Nathanael beobachtet als Kind wie sein Vater alchemistische Versuche mit dem mysteriösen Coppelius unternimmt, den er lange für den gruseligen Sandmann gehalten hat.

Als Erwachsener steigert er sich immer mehr in seine Ängste und Fantasiewelt hinein und kann irgendwann Realität und Einbildung nicht mehr voneinander trennen.


Meinung:

Hierbei handelt es sich bekanntermaßen um eines der herausragendsten Werke der deutschen Romantik. Ich habe die Erzählung bereits in der Schulzeit gelesen, bin aber jetzt wieder sehr gerne und mit einem ganz anderen Blick in die Geschichte hinein getaucht.


Der Mystizismus und die Psychologie der Erzählung lassen mich am Ende erschauern. Das Werk ist auch heute noch spannend und regt zum nachdenken an.


Auch das Nachwort, welches noch mal stark auf Bedeutung und Strukturen des Textes eingeht, hat mich sehr überzeugt und mir alles noch mal viel näher gebracht.


Auf die ganzen Stilmittel möchte ich jetzt gar nicht eingehen, da diese bereits von gescheiteren Leuten zur Genüge dargelegt wurden. Eines kann ich aber sagen - die Bildsprache und das Hin- und Herspiel zwischen dem Hauptcharakter und den anderen Figuren finde ich herausragend.


Zu erleben, wie Nathanael nach gleichen Mustern immer mehr dem Wahnsinn verfällt und wie leichtgläubig er sich vom Mythos überzeugen lässt, stimmt mich wirklich nachdenklich. Clara stellt klar, dass das alles nur in Nathanaels Kopf passiert wovor er sich fürchtet, aber er hört ihr nicht richtig zu, bzw.  Versteht sie nicht. Wahrscheinlich kann er es auch gar nicht. 

Das dramatische Ende unterstreicht das tiefer Grauen der Geschichte.


Ich bin heute mehr denn je von der Erzählung überzeugt und lege es jedem wärmstens ans Herz, dieses kleine große Werk zu lesen.


Zitat:

Es ist das Fantom unseres eigenen Ichs, dessen innige Verwandtschaft und dessen tiefe Einwirkung auf unser Gemüt uns in die Hölle wirft, oder in den Himmel verzückt.

(Seite 14, Zeile 31-34, Clara in einem Brief an Nathanael)


ISBN 3-15-000230-3

Reclam, 1991 (c. 1816)

75 Seiten

Dienstag, 8. September 2026

„Für Eile fehlt mir die Zeit“ von Horst Evers


Inhalt:

50 komische Alltagsgeschichten von Horst Evers, nach eigenem Zitat mit mehr Wahrem dran, als man denkt. 


Meinung:

Es handelt sich hierbei um ein äußerst kurzweiliges und interessantes Buch mit vielen komischen Geschichten. Die Erzählungen gehen sogar teilweise wieder aufeinander ein, was zwischendurch für einen extra Schmunzler sorgt.


Der Stil war äußerst angenehm, auch wenn ich die Darstellung von wörtliche Rede nur mit – am Zeilenanfang etwas gewöhnungsbedürftig finde. Horst Evers Sprache hat mich durchgehend überzeugt. 

Da das Werk jetzt schon 15 Jahre alt ist, sind einige Stellen natürlich nicht mehr ganz aktuell. Gerade der Bezug auf neue Medien ist etwas veraltet, was mich aber nicht gestört hat. Vielleicht auch mal ganz schön darüber nachzudenken, was ich in den letzten 15 Jahren noch mal verändert hat.


Das es sich bei vielen Geschichten auch um Szenen aus seinem eigenen Leben handelt, merkt man daran, dass viel während seiner Reisen passiert oder Ereignisse auch immer wieder in Berlin stattfinden.


Ich kannte den Autor vorher nicht, glaube aber auch nicht, dass ich alsbald wieder etwas von ihm lesen werde, obwohl ich das Buch wirklich gut finde. Es war einfach eine schöne Lektüre zwischendurch. 


Eine sehr lustige Geschichtensammlung für zwischendurch. 


Zitat:

Wie nebenbei findet auch ein nicht zu unterschätzender Imagetransfer vom Titel oder Autor des Buches auf den Leser statt.

[..]

Dabei kommt es selbstverständlich sehr auf das jeweilige Buch an. Das richtige Buch in der Hand kann einen Menschen komplett verändern, mehr als es jedes Kleidungsstück oder jede Frisur jemals könnte. Wer zum Beispiel schon einmal einen Hells-Angel-Rocker mit Fontanes «Effi Briest» gesehen hat, der wird das sofort verstehen.

[..]

Wie wichtig das richtige Buch in der Hand ist, weiß ich schon länger, jedenfalls seitdem ich mir einen Tolstoi-«Krieg und Frieden»-Schutzumschlag besorgt habe, um darin die Har-ry-Potter-Bände zu lesen.

Allerdings verliert man auch wieder viel vom Imagegewinn, wenn man den Schutzumschlag dann verkehrt herum um das andere Buch legt. Also eigentlich verliert man sogar alles.

(Seite 105/106, Kapitel „Gutenberg 2.0“


ISBN: 978-3-499-25498-7

Rowohlt, 2011

226 Seiten