Inhalt:
Die Bennets haben fünf Töchter, die sich alle charakterlich stark voneinander unterscheiden. Die beiden Ältesten, Jane und Elizabeth, sind wohlerzogen und beherrscht, wohingegen die beiden Jüngsten, Kitty und Lydia, kokett sind und ständig auf Männerfang.
Als die beiden Freunde Mr. Bingley und Mr. Darcy auftauchen und sich in der Stadt ein ganzes Regiment rumtreibt, ist es mit der Ruhe und Beschaulichkeit der Familie vorbei. Ein aufregendes Jahr bricht an.
Meinung:
Es handelt sich hierbei wohl um einen der bekanntesten und erfolgreichsten Liebesromane überhaupt. Auf vielen Listen wird dieses Werk unter den Top Ten Lieblingsbücher aufgeführt.
Ich konnte den Hype anfänglich nicht ganz nachvollziehen. Die erste Hälfte des Romans fand ich eher durchschnittlich, obwohl mir die Beschreibung der Gegend und der Leute schon gefallen haben.
In der zweiten Hälfte entwickelt sich die Geschichte deutlich schneller und hat mir sehr viel besser gefallen. Tatsächlich hatte ich dann irgendwann sogar richtiges Herzklopfen und hab mich in die Zeit der ersten Verliebtheit hinein versetzt gefühlt. Das war regelrecht aufregend und wurde wahrscheinlich von der ruhigen „Melodie“ der ersten Hälfte eingeleitet. Beziehungsweise dadurch war der Kontrast so stark, dass mich die sehen rund um Elizabeth, alias Lizzy, besonders aufgewühlt haben.
Der Roman ist hauptsächlich aus Elizabeths Sicht geschrieben. Obwohl er nicht, dass der ich Perspektive erzählt wird, kommt es einem so vor, als erlebt man alles selbst.
Die Einblicke in dieser Zeit fand ich auch wieder sehr interessant (dies war der zweite Jane Austen Roman, den ich gelesen hab), aber mir ist klar, dass es sich hierbei um Verhältnisse der Oberschicht handelt und in keinster Weise anders „normale“ Leben der Bevölkerung anlehnt.
Das Buch ist äußerst gefühlvoll, ohne dabei kitschig zu werden. Die Charakterentwicklung hat mir auch sehr gut gefallen. Natürlich kannte ich die Geschichte schon ein bisschen, da ich in der Vergangenheit auch schon die ein oder andere Verfilmung gesehen hatte. Das hat dem Buch aber nicht geschadet, ich bin froh, dass ich diesen Klassiker gelesen hab und kann ihn weiterempfehlen.
Auch wenn er bei mir nicht auf der besten Liste der gelesenen Romane unter die Top Ten kommen, fand ich das Werk doch sehr gut. Kann verstehen, dass es sich hierbei um einen Klassiker handelt.
Zitat:
»Wir haben noch nicht genau festgelegt, wie weit wir fahren wollen«, sagte Mrs Gardiner, »vielleicht bis zum Seen-Distrikt.«
Kein Vorschlag hätte für Elizabeth schöner sein können, und sie nahm die Einladung voller Freude und Dankbarkeit an. »Liebe, liebe Tante!«, rief sie überglücklich, »welche Freude! Was für ein Glück! Du gibst mir neues Leben und neuen Mut. Adieu, Enttäuschung und Trübsal! Was sind Männer gegen Felsen und Berge! Oh, was für eine herrliche Reise das werden wird! Und wenn wir zurückkehren, dann nicht wie andere Reisende, die niemals wissen, wo sie gewesen sind und wie es dort ausgesehen hat. Wir werden uns immer an alles erinnern, was wir gesehen haben!
Seen, Berge und Flüsse sollen uns nicht durcheinandergeraten, und wenn wir einen bestimmten Ort beschreiben wollen, werden wir nicht darüber streiten, wo er liegt. Unsere überschwänglichen Schilderungen sollen weitaus erträglicher sein als die eines Durch-schnittsreisenden.«
(S. 176, Elizabeth übers Reisen und nach Ablenkung suchend)
ISBN 978-3-7306-1648-2
Anaconda, 2026 (c. 1813)
432 Seiten








