Mittwoch, 27. Mai 2026

„Die Schöne und das Biest“ von Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve


Inhalt:

Es handelt sich hierbei um die Original Geschichte das bekannten Märchen, eine Erzählung von 1740, in einer wunderbaren Schmuckausgabe. 


Meinung:

Ich hatte erwartet, dass das Buch deutlich schwieriger zu lesen ist, als es in Wirklichkeit war. Die Geschichte, natürlich in neuer Übersetzung, hat sich gut lesen lassen und mich überhaupt nicht enttäuscht. Im Gegenteil – die Erzählung ist spannend und bietet viele Geschehnisse, Ereignisse und Wendungen, von denen ich bisher noch nie gehört hatte. Wie zu erwarten war, wird in der Disney Version nur ein kleiner Teil der Geschichte aufgegriffen.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass in der alten Erzählung die Schöne und der Prinz Cousin und Cousine sind und diese Verbindungen trotz Verwandtschaft heutzutage in Verruf geraten ist (verständlicherweise).


Was mich sehr überrascht hat, war das fantasievolle Innenleben des Schlosses. Hier gab es noch mehr wunderlich Dinge als in den mir bekannten Verfilmungen.

Sehr interessant fand ich zum Beispiel, dass die schöne, eine Art Fernseher vorgefunden hat. Sie konnte Theatervorstellung und Opern hinter Glasscheiben sehen, die in diesem Moment an einem anderen Ort live aufgeführt wurden. Das ist überaus erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Geschichte Mitte des 18. Jahrhunderts geschrieben wurde.


Da die Schöne und das Biest, meine Lieblingsdisneygeschichte ist, war klar, dass ich das Original irgendwann lesen muss. Ich kann diese Erzählung allen Fans wärmstens empfehlen.


Zitat:

Als du hierhergekommen bist, bezaubernde Schöne, hatte mein erster Eindruck von dir genau die gegenteilige Wirkung auf mich als die, welche meine monströse Erscheinung auf dich gehabt haben muss. Schon auf den ersten Blick verliebte ich mich in dich. Bebend betrat ich dein Gemach, und meine Freude war groß, als ich herausfand, dass du mich furchtloser anzublicken imstande warst, als ich es selbst vermochte. Ich jubilierte innerlich, als du erklärtest, dass du bei mir bleiben würdest.

(Seite 150)


ISBN 978-3-649-62474-5

Coppenrath, 2017 (c. 1740)

206 Seiten

Montag, 25. Mai 2026

„Disney Villains (11) - Fangt das Biest!“ von Serena Valentino

 

Inhalt:

Dieser elfte Band der Reihe beschreibt die Geschichte von Gaston und seiner Freundschaft zu dem Prinzen, der sich später in das Biest verwandelt.


Meinung:

Ursprünglich war ich mir nicht sicher, ob ich dieses Buch überhaupt lesen möchte, da der zweite Band der Reihe bereits die Geschichte rund um das Biest erzählt. Aber eigentlich passt Gaston als Bösewicht sowieso eher zu den anderen Bänden. Außerdem wollte ich die Side Story zu den drei Schwestern weiterverfolgen.


Man erfährt alles über die gemeinsame Kindheit von Gastar und dem Prinzen und lernt auch die Bediensteten des Schlosses näher kennen. Das war für mich als Disney Fan sehr schön. Da die Schöne und das Biest, mein Lieblingsdisneyfilm ist, hab ich mich dann doch auf die Geschichte gefreut.

Als Nächstes nehme ich mir mal die Originalgeschichte vor. Diese habe ich vor einigen Monaten in einer Schmuckausgabe gekauft.


In diesem Buch wird Gaston natürlich als Held dargestellt. Am Ende und erliegt er einem bösen Zauber. Das war mir etwas zu einfach. Die Entwicklung zu Gastons böser Seite hätte für mich ausgeprägter und länger vorbereitet sein können. Meiner Meinung nach hat es sich die Autorin hier etwas zu einfach gemacht.


Trotzdem hat mir das Buch Spaß gemacht wie jedes Werk aus dieser Reihe.

Es bleibt dabei, dass es sich hierbei um ein Buch für Fans handelt. Mir ist noch aufgefallen, dass mit keinem Wort erwähnt wird, was mit den Eltern des Prinzen passiert ist. Sie sind irgendwann einfach weg. Solche kleinen Fehler vermiesen mir etwas das Lese Vergnügen. Schade, aber vielleicht wird das ja in einem Folge-Band aufgelöst. Ich werde die Reihe weiterlesen.


Zitat:

[..] sie hatten sich als Gespenster verkleidet und ihn mit Büchern beworfen. Jeder wäre da wütend gewesen. Aber der Prinz sah das nicht so. Für ihn hatte der Mann alles selbst verschuldet. Vielleicht stimmte das sogar, aber der Prinz hätte es nicht so weit kommen lassen müssen. Und Gaston wusste aus Erfahrung, dass der Prinz den Mann so lange bedrängen würde, bis dieser vor Wut explodierte. Das Tor gibt es seinen Freund, aber er mochte seine Unerbittlichkeit nicht, wenn er einen Groll gegen jemand hegte.

(Seite 112/113)



ISBN 978-3-551-28094-7

Carlsen, 2024

400 Seiten

Freitag, 22. Mai 2026

„Wenn sie wüsste“ von Freida McFadden



Inhalt:

Milli ist erst seit einem Jahr aus dem Gefängnis draußen und versucht, ein neues Leben anzufangen. Sie bewirbt sich als Haushälterin in einer reichen Gegend und wird überraschender Weise angenommen. Aber ihre neue Chefin, Nina, ist ganz anders als erwartet. Böse. 


Meinung:

Es handelt sich hierbei um einen äußerst kurzweiligen Thriller, der sich angenehm lesen lässt und trotz des überschaubaren Themas an keiner Stelle langweilig wird.


Im Inhalt:

Milli ist erst seit einem Jahr aus dem Gefängnis draußen und versucht, ein neues Leben anzufangen. Sie bewirbt sich als Haushälterin in einer reichen Gegend und wird überraschender Weise angenommen. Aber ihre neue Chefin, Nina, ist ganz anders als erwartet.


Meinung:

Es handelt sich hierbei um einen äußerst kurzweiligen Thriller, der sich angenehm lesen lässt und trotz des überschaubaren Themas an keiner Stelle langweilig wird.


Im ersten Drittel des Romans war ich noch felsenfest der Meinung genau zu wissen was passiert, wurde dann aber eines Besseren belehrt. Wie der Klappentext schon verrät, versteht die Autorin es eindrucksvoll einen überraschenden Plottwist einzubauen.


Normalerweise lese ich keine Thriller, dieser stand dennoch oben auf meiner Leseliste, weil ich mir gern auch den Film dazu anschauen möchte. Vorher wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Ich bin immer froh, wenn es ein Buch schafft, mich zu überraschen. Das passiert heutzutage nicht mehr sehr häufig.


Ich kann diesen Roman empfehlen, er eignet sich auch gut für Leser die Thriller oder Krimis nicht besonders mögen.


Zitat:

»Millie?«

Ich drehe mich um. Ihr weißes Nachthemd leuchtet im Mondlicht, das in den Flur fällt, als wäre sie ein Engel. Wenn das Blut nicht wäre. Jetzt sehe ich, wie sich eine kleine rote Lache auf dem Boden unter ihrer rechten Hand bildet. »Ja?«

»Bleib nachts oben im Dachgeschoss.« Sie blickt mich mit zusammengekniffenen Augen an. »Hast du verstanden?«

Sie muss es mir kein zweites Mal sagen. Ich will das Dachgeschoss nie wieder verlassen.

(Seite 125)


ISBN 978-3-453-47190-0

Heyne, 2023 (c. 2022)

400 Seiten ersten Drittel des Romans war ich noch Felsenfest der Meinung genau zu wissen was passiert, wurde dann aber eines Besseren belehrt. Wie der Klappentext schon verrät, versteht die Autorin es eindrucksvoll ein Plottwist einzubauen.


Normalerweise lese ich keine Thriller, dieser Stand dennoch oben auf meiner Leseliste, weil ich mir gern auch den Film dazu anschauen möchte. Vorher wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Ich bin immer froh, wenn es ein Buch schafft, mich zu überraschen. Das passiert heutzutage nicht mehr sehr häufig.


Ich kann diesen Roman empfehlen, er eignet sich auch gut für Leser die Thriller oder Krimis nicht besonders mögen.


Zitat:

»Millie?«

Ich drehe mich um. Ihr weißes Nachthemd leuchtet im Mondlicht, das in den Flur fällt, als wäre sie ein Engel. Wenn das Blut nicht wäre. Jetzt sehe ich, wie sich eine kleine rote Lache auf dem Boden unter ihrer rechten Hand bildet. »Ja?«

»Bleib nachts oben im Dachgeschoss.« Sie blickt mich mit zusammengekniffenen Augen an. »Hast du verstanden?«

Sie muss es mir kein zweites Mal sagen. Ich will das Dachgeschoss nie wieder verlassen.

(Seite 125)


ISBN 978-3-453-47190-0

Heyne, 2023 (c. 2022)

400 Seiten

Dienstag, 19. Mai 2026

„Mesrée“ von Florian Clever

Inhalt:

Wir begleiten den Ratsschreiber Sajit bei diversen Abenteuern in seiner Heimatstadt, Mesrée. Diese Wüstenstadt wird von allerlei Unheil heim gesucht. Es geht magisch zu.


Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Gesamtausgabe von zwei Roman. Faktisch ist es aber eine zusammenhängende Geschichte in zwei Teilen. Das Fantasy Genre steht nicht unbedingt im Mittelpunkt obwohl es Magie und Dämonen gibt in dieser Welt.


Man lernt die Hauptfigur gut kennen, obwohl viele Details wie heimische Familienmitglieder und Ähnliches nicht erwähnt werden. Aber man leidet mit Sajit mit, der sich als wahrer Held bewährt.


Die Geschichte lässt sich leicht lesen, ohne oberflächlich zu werden. Die Handlung ist spannend und es gibt kaum langatmig Stellen.

Lediglich kritische Höhepunkte vermisse ich. So ein richtiges Drama entsteht nicht. Ich hatte in keiner Situation das Gefühl, dass die Geschichte für jemanden schlecht enden könnte.


Das ist das zweite Werk, was ich von Clever gelesen habe. Wenn wir dieses Jahr auf der Buchmesse wieder einen seiner Bücher begegnet, werde ich mir noch mal eins holen. Ich mag seinen Stil sehr gerne, er schreibt einfühlsam und vor allem wird es nicht aufgesetzt. Ich kann seine Werke empfehlen bisher.


Zitat:

Er drehte die Lamelle zurück nach unten. »Geh wieder ins Bett. Wir haben genug gesehen. >Wenn erst die Sonne aufgegangen ist, kehren auch die Farben wieder zurück<, so sagen die Propheten. Recht haben sie. Lass dir das Herz nicht schwer werden. Mesrée ist stark, auch ohne diese Feiglinge.

Vielleicht stärker, als mit ihnen.«

(Seite 141)



ISBN 978-3-96966-826-9

Florian Clever Verlag, 2021

600 Seiten

Sonntag, 10. Mai 2026

„Harry Potter (3) und der Gefangene von Askaban“ von J. K. Rowling (REREAD)


Hierbei handelt es sich um meinen erneuten Reread des dritten Teils der Harry Potter Reihe.


Inhalt:

Im dritten Band der Reihe geht es sowohl um die Vergangenheit von Harris Eltern als auch um Freundschaft und Verrat, gemischt mit dem gewissen Dreh ;-)


Meinung:

Ich habe dieses Buch schon mindestens vier mal gelesen und jetzt habe ich es einmal zusammen mit meinen Kindern gelesen, immer abends im Bett. Ein paar Stellen haben auch die anderen vorgelesen, aber das meiste hab ich gelesen. Und obwohl die Kinder die Geschichte kennen, haben sie meistens gebannt an meinen Lippen gehangen.


Die Geschichte ist spannend und einzigartig. Handelt sich hierbei um mein Lieblingswerk der Reihe. Die Autorin versteht es das schwierige Thema Zeitreisen großartig in einer gut durchdachte Handlung zu verpacken. Auch nach mehrmaligen Lesen habe ich nicht das Gefühl, dass es irgendwo einen falschen Plottwist gibt, der zu unlogisch erscheint. Einfach grandios.


Es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich diesen Roman lese.

Jetzt lesen wir den vierten Band abends im Bett – mal sehen, wie lange wir dafür brauchen werden. Ich hoffe immer, dass die Kinder selbst auf den Geschmack kommen und öfters mal zu einem Buch greifen werden.


Zitat:

Eng aneinander geschmiegt, damit sie alle unter den Tarnumhang passten, durchquerten sie auf Zehenspitzen die Große Halle und stiegen die steinernen Stufen zum Schloss-gelände hinunter. Schon versank die Sonne hinter dem Verbotenen Wald und tauchte die Baumspitzen in Gold.

(Seite 340)



ISBN 3-551-55169-3

Carlsen, 1999

450 Seiten

 

Donnerstag, 23. April 2026

„Qwert“ von Walter Moers


Inhalt:

Qwert ist durch ein Dimensionsloch im Reich Omer gelandet. Er befreit dort eine Meduse, was ihm empfehlen Probleme bereitet. Er schlüpft in die Rolle von Prinz Kaltbluth. Bald trifft er seinen Knappen Oyo, der ebenfalls durch ein Dimensionsloch gefallen ist.


Meinung:

Hierbei handelt es sich endlich wieder um ein Moers Buch, ganz nach meinem Geschmack. Es erinnert mich sehr an seine ersten Werke, „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ und „Rumo“. Ich bin regelrecht begeistert von diesem Werk.


Die Geschichte ist spannend, die Kapitel sind nicht so lang und hin und wieder gibt es auch unvorhersehbare Wendungen. Die Sprache ist geprägt von harmonischen Satzbau und Liebe zur Literatur. Natürlich bedient sich Moers an Bekannten Figuren oder Themen, das stört mich aber nicht. 

In diesem Zusammenhang wäre vielleicht mein einziger Kritikpunkt, dass mich das Ganze Werk sehr stark an Die unendliche Geschichte von Michael Ende erinnert. Das mache ich zum Beispiel daran fest, dass es in einem Kapitel von den „Nichtilusten“ die Rede ist, was sehr an Nihilisten erinnert. Außerdem gibt es einen Elfenbeinturm und auch die Reise Qwerts erinnern an die Abenteuer von Bastian B. Bux. 


Insgesamt kann ich aber sagen, dass ich von diesem Buch begeistert bin. 


Nach meinem Geschmack muss es hier dennoch keinen zweiten Band geben, auch wenn das am Ende angedeutet wurde. Mals sehen. 


Zitat:

»Kannst du mal einen Augenblick die Klappe halten?«, unterbrach Qwert ihn erneut, diesmal ziemlich brüsk. »Nichts für ungut! Aber ich wäre gerade fast draufgegangen und bin noch total durcheinander.« Er zerstrubbelte seine dichten Locken, die vom Vulkanstaub rostrot gefärbt waren. Eine Staubwolke wallte auf und rieselte an ihm herab.

»Aber natürlich, mein edler Herr!«, rief der Gnom und legte demonstrativ seine Hand auf den Mund. »Der Knappe hält umgehend seine Klappe.«

(Seite 56)


ISBN 978-3-328-60427-3

Penguin, 2025

590 Seiten

Montag, 20. April 2026

„Sean Brummel: Einen Scheiß muss ich“ von Tommy Jaud

 


Inhalt:

Der fiktive Autor Sean Brummel erzählt davon, was er alles im Leben nicht machen muss, unglücklich zu sein.


Meinung:

Dieses Werk versteht sich als Satire oder komisches Werk. Die einzelnen Kapitel lassen sich leicht lesen und bringen immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Man sollte nicht alles so ernst nehmen, wie es der Autor formuliert. Aber in Körnchen Wahrheit findet sich wohl in allen Aussagen. Bei vielen Situationen habe ich mich auch selbst wieder erkannt und finde die Idee, dass man dies oder das nicht machen muss eigentlich ganz gut.


Natürlich gab es auch einige Punkte, bei denen ich den Autor nicht 100 % unterstütze. Insgesamt ist mir jedoch klar, dass es sich hierbei um einen unterhaltsames Buch handeln soll, was man nicht immer ernst nehmen muss.


Es hat mir schon ganz gut gefallen, gegen Ende hat es mir nicht mehr so viel gegeben und hat sich für mich insgesamt nach viel Wiederholung angehört.


Kein Meisterwerk aber auf jeden Fall unterhaltsam.



Zitat:

Es stimmte. Die Deutschen rannten entweder raus, wenn die Sonne schien, oder sie blieben drinnen und fühlten sich schlecht deswegen. Im Verlauf meiner Reise fand ich heraus, dass fast alle Deutschen bei Sonne rausmüssen, dass es, im Gegensatz zu Blasenschwäche, aber noch nicht mal ein Medikament dagegen gab. Bob hatte recht: das arme Volk.

(Seite 254)



ISBN 978-3-596–52166-1

Fischer, 2017 (c.2015)

398 Seiten