Inhalt:
John kommt mitten in der Nacht an einem Kaffee im nirgendwo an. Dort stellt er sich den drei Fragen auf der Rückseite der Speisekarte:
Warum bist du hier? bzw. Warum bin ich hier?
Hast du Angst vor dem Tod?
Führst du ein erfülltes Leben?
Meinung:
Das Buch will philosophisch sein, gibt aber extra keine Antworten auf die Fragen. Es soll zum Denken anregen. Für mich fühlt es sich aber leider wie die Erörterung von Kalender-Weisheiten an.
Das ganze Setting und die Gedanken sprechen nur freie Menschen an, die nicht fremdbestimmt sind und deren Grundbedürfnisse bereits erfüllt sind. Diese Grundbedürfnisse werden im Buch nur kurz angesprochen - das Café selbst erfüllt Johns Bedürfnisse, so dass er sich voll und ganz auf die Fragen konzentrieren kann.
Es fehlt mir einfach zu viel.
Von wegen „Wir alle bestimmen unser Schicksal selbst.“ (Seite 104). Das ist meiner Meinung nach utopisch.
Am Ende hab ich nicht einmal mehr Lust auf die wichtigste Frage des Buches: warum bin ich hier?
Muss man das überhaupt beantworten, oder sind vielleicht diejenigen Menschen glücklicher, die sich diese Frage gar nicht erst stellen? Eher eine Gegenfrage: warum nicht?
Ich verstehe die Intention hinter dem Buch, kann aber den Hype in der Öffentlichkeit nicht ganz nachvollziehen.
Lesenswert, aber für mich nicht so wichtig, wie für viele andere Menschen.
An dieser Stelle, danke an meine Freunde, die mir dieses Buch zum Geburtstag geschenkt hat. Es stand schon seit Jahren auf meiner Leseliste.
Zitat:
»Ich erkannte, dass mir jeder Tag die Gelegenheit bietet, zu tun, was ich möchte. Jeden Tag habe ich die Möglichkeit, die Antwort auf die Frage zu verwirklichen, die sie auf der Rückseite der Karte gesehen haben. Ich muss nicht bis zum Ruhestand warten.«
[..] » wenn es so leicht ist, warum macht man nicht jeder, was er will?«
»Tja«, sagte Mike, »ich befürchte, ich kann nicht für alle Menschen sprechen. Tun Sie denn, was sie möchten, John?«
(Seite 66/67)
ISBN 978-3-423-20969-4
dtv, 2007 (c. 2003)
128 Seiten







