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Donnerstag, 27. Dezember 2018

„Daddy, warum hast du mir das angetan?“ von Tracy Black (Pseudonym)

Inhalt:

Tracy wird sieben Jahre lang von ihrem Vater missbraucht, vergewaltigt, geschlagen und dann auch noch an andere Männer weitergegeben. Der ganze Horror fängt an als sie fünf Jahre alt ist und ihre Mutter (wie später oft) für einige Wochen ins Krankenhaus muss.

 

Meinung:

Es handelt sich bei diesem Buch um einen Erfahrungsbericht.

Schonungslos schildert die Autorin die Jahre des Missbrauchs. Der Roman geht wirklich unter die Haut.

Zwischendurch wird deutlich, dass sie ihre Erinnerung lange Jahre der Prüfung unterzogen hat. Sie reflektiert und kommentiert oft, dass sie Vermutungen über die genauen Hintergründe anstellt. So bemerkt Sie des häufigeren, dass die Ereignisse auf sie als kleines Kind anders gewirkt haben und ihr natürlich erst im Nachhinein alle Gräuel und wahrscheinlichen Umstände klar wurden.

Ich hege keinerlei Zweifel an all ihren Schilderungen. Die gleichförmige Erzählstruktur lässt durchscheinen, dass sie einfach nur die Ereignisse schildert.

Warum kommt überhaupt die Frage auf, ob alles wahr ist...? Tracy schreibt selbst davon, dass es in der Gesellschaft noch nicht verankert ist, offen über Missbrauch zu sprechen und den Opfern zu glauben. Das finde ich auch sehr tragisch. Es nimmt mich mit, wenn sie berichtet wie weder ihre Sozialbetreuerin (nach ein paar Jahren wird sie ein sehr rebellisches Kind), noch ihre Mutter ihr glauben als sie vom jahrelangen Missbrauch durch ihren Vater erzählt.

Sie erzählt ihre Geschichte sehr spannend und klar, was die Grausamkeit der Ereignisse nicht runter spielt.

Besonders die erste Hälfte des Buches fesselt den Leser - danach beginnt man die Abgestumpftheit von Tracy, die sie sich nach ein paar Jahren eingestehen muss, nachzuvollziehen. Ihr Horror scheint endlos.

Es handelt sich meiner Meinung nach um ein wichtiges Buch über Missbrauch, weil deutlich wird wie schlecht die Opfer sich auch Jahre später noch fühlen und sich auch immer wieder mit ihren Erinnerungen quälen müssen.

Meiner Meinung nach wird außerdem noch deutlich, wie einfach es sein kann hilflose Personen zu terrorisieren und ihre Gedanken zu manipulieren.

Der Roman geht wirklich unter die Haut und hat mir fast eine ganze schlaflose Nacht beschert, in der ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

Als nächstes muss ich mir erst mal wieder leichtere „Kost“ zu Gemüte führen...

 

ISBN 978-3-8289-5588-2

Weltbild (RM), 2017

302 Seiten

Dienstag, 7. Juni 2011

Tony DiTerlizzis & Holly Black - "Die Spiderwick Geheimnisse"

Bild-Quelle: www.morebooks.de

Die große fantastische Ausgabe:
Sammelband Band 1 - 5 und
Tony DiTerlizzis Skizzenbuch

Bereits am Sonntag angefangen mit Lesen, hatte ich das Buch heute in der Mittagspause schon durch.

Es handelt sich bei diesem Fantasyroman eindeutig um ein Kinderbuch. Trotzdem ist es an einigen Stellen auch recht gruselig und wurde mir auch nicht langweilig.
Lesen wollte ich die Geschichte unbedingt, weil mir der Kinofilm damals gut gefallen hat. Das Buch bietet natürlich noch mehr Handlung und ist auch durch mehrere überraschende Ideen immer spannend.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das Buch eignet als Vorleselektüre für eine(n) Sechsjährige(n). Die Kapitel sind kurz und viele Zeichentrickfilme sind erheblich grausamer als dieser Roman.

Mir hat das Lesen großen Spaß gemacht, auch wenn ich für diese Lektüre vielleicht schon ein bisschen zu alt bin ;-)


Zitat:

[S. 161 (Buch 2)]
Mallory las laut weiter. „Kobolde werden ohne Zähne geboren und suchen deshalb Ersatz in den Reißzähnen von Tieren, scharfen Steinen und Glasscherben."


Autoren:Holly Black &
Tony DiTerlizzis
Kategorie:Fantasy
Erstveröffentl.:2009
Ausgabe von:2010
Seiten:580
Verlag:cbj

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:3
Handlung:3
Charaktere:3
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:4
Gesamteindruck:3