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Freitag, 23. September 2011

Ildikó von Kürthy - "Schwerelos"


Über den Autor:
Ildikó von Kürthy ist bereits eine anerkannte Journalistin, als ihr 1999, im Alter von 31 Jahren, ihr schriftstellerischer Durchbruch mit dem Roman "Mondscheintarif" (Verfilmung 2001) gelingt. Fortan schreibt sie in regelmäßigen Abständen Romane, die alle von ähnlichen Themen handeln.
Als erfolgreiche Autorin wurden ihre Romane bereits in mehrere Sprachen übersetzt und haben eine millionenfache Gesamtauflage erreicht.

Inhalt:
Rosemaries Tante ist gestorben. In der Trauer fängt Sie an sich Gedanken über ihr eigenes Leben zu machen und stellt fest, dass sie mit ihrer Mittelmäßigkeit unzufrieden ist. Sie will sich ändern und startet einen neuen Lebensabschnitt.

Meinung:
Von Kürthy hat es gerade so geschafft, mich mit ihren Werken nicht total zu frustrieren. Dieser Roman war deutlich besser geschrieben als Höhenrausch. Die Nachdenkliche Stimmung der Hauptfigur bringt mehr Tiefe, als ihre letzten Bücher bieten konnten.
Es geht um Selbstverwirklichung. Die Frage "Was mache ich aus meinem Leben?", klingt immer wieder durch. Eigentlich ein schöner Ansatz, aber bereits nach Hundert Seiten habe ich mich wieder über klischeehafte Verhaltensweisen und Meinungen geärgert, besonders darüber, dass diese als festgelegt dahingestellt werden.

Insgesamt kann ich sagen, dass das Buch mir ganz gut gefallen hat. Vor allem, weil sich der Hauptcharakter dieses Mal konsequent entwickelt und sich nicht plötzlich wieder um 180° dreht, wie in den Vorgängern.

Mit manchen Denkweisen, die als modern "verkauft" werden, stimme ich nicht überein, aber das ist rein subjektiv und trifft auf mich zu. So kann ich das Fremdgehen von Partnern nicht so einfach entschuldigen, oder es sogar als notwendig für eine optimale Beziehung ansehen, wie es teilweise in dem Roman besprochen wird. Auch wenn die Heldin ehrenhafter ist, als ihre Freunde, wird dieses ganze Thema so positiv bewertet, das ich mich frage, ob Werte wie Treue und Ehrlichkeit überhaupt nicht mehr zählen?

Obwohl mir dieses Buch wieder besser gefallen hat, muss ich leider sagen, dass es wahrscheinlich der letzte Roman von Ildikó von Kürthy war, den ich gelesen habe.

Fazit:
Für ein kurzes Lesevergnügen eignet sich der Roman alle Mal. Wer tiefgehende Literatur bevorzugt ist hier falsch. Eine gelegentliche Nachdenklichkeit sorgt für Reflektion des eigenen Lebens, aber auch hier werden die Themen nur oberflächlich dargestellt.

Autor:Ildikó von Kürthy
Kategorie:Unterhaltung
Erstveröffentl.:2008
Ausgabe von:2009
Seiten:258
Verlag:RoRoRo
ISBN:3-499-24774-3

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:2
Handlung:2
Charaktere:2
Spannung:1
Humor:3
Fantasie:2
Gesamteindruck:2

Donnerstag, 16. Juni 2011

Ildikó von Kürthy - "Höhenrausch"

Bild-Quelle: www.libri.de

Dieses Buch ist aus meiner Sicht leider sehr schwach.

Nachdem ich chronologisch alle Bücher von von Kürthy gelesen habe, muss ich sagen, dass mir dieses Werk am schlechtesten gefällt.

Sie arbeitet hier noch stärker mit Klischees, als in allen Bänden vorher. Das stört mich persönlich besonders, da ich diese ständigen Verallgemeinerungen nervig finde.

Auch die Handlung ist voraussehbar und statisch.

Ich habe mir bereits das nächste Buch gekauft und hoffe, dass dies wieder besser sein wird. Wenn das wieder ein "Reinfall" ist, sage ich von Kürthy "adieu".


Zitat:

[S. 124]
Ich muss zugeben, dass ich mich manches Mal extra unbeholfen anstelle, um einem Mann das Gefühl zu geben, ich könne ihn für irgendwas brauchen. Ist schon irre, dass emanzipierte Frauen mittlerweile der Beziehungshygiene zuliebe so tun müssen, als seien sie gar nicht so emanzipiert.

Autor:Ildikó von Kürthy
Kategorie:Unterhaltung
Erstveröffentl.:2006
Ausgabe von:2010
Seiten:258
Verlag:RoRoRo

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:2
Handlung:2
Charaktere:1
Spannung:1
Humor:2
Fantasie:1
Gesamteindruck:1