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Dienstag, 22. November 2016

James Dashner - "Maze Runner - Die Auserwählten 3 - In der Todeszone"



Band 3 der Maze Runner-Trilogie

Über den Autor:
James Dashner wird 1972 in Georgie (USA) geboren. Er studiert und arbeitet zunächst im Bereich Rechnungswesen, bevor er beschließt sich gänzlich der Schriftstellerei zu widmen. 2003 bringt er seinen ersten Roman heraus und erhält in den folgenden Jahren zahlreiche Auszeichnungen für seine Werke.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Die Experimente sind vorbei. Zumindest wird das von ANGST behauptet. Thomas und seine Freunde trauen der Organisation aber nicht über den Weg und beschließen zu fliehen. Können sie etwas gegen die Versuche an den Menschen unternehmen?

Meinung:
Thomas wird uns in der gesamten Trilogie als äußerst willensstark präsentiert. Er übersteht die übelsten Situationen und unwegsamsten Wendungen fast ohne Blessuren. Zumindest merkt man ihm nichts davon an und das, obwohl er sogar mehrfach angeschossen wird. Etwas unrealistisch wie viel er als einzelner Mensch, oft sogar auf sich allein gestellt, wegstecken kann.
Dabei nimmt sein Charakter durch immer mehr wiederkehrende Erinnerungen, im Laufe der drei Bücher an Tiefe und Facettenreichtum enorm zu. Das gefällt mir sehr gut.
Von den anderen Charakteren bekommen wir nur sehr wenig mit. Erst am Ende kommt auch hier einiges an Background zu Tage, aber erst nach dem eigentlichen Roman.

Den Abschluss (letzte Teil des dritten Buches) finde ich einerseits durch die Berichte der Wissenschaftler sehr gelungen und atmosphärisch. Andererseits sagt mir die Auflösung wenig zu, weil ich mit etwas Spektakulärerem gerechnet habe. Die ganze Spannung wird bis zum zerreißen aufgebaut. Als Leser überlege ich mir schon verschieden Szenarien für ein mögliches Ende. Und dann geht alles ganz schnell und endet fast schon unwirklich und etwas unrealistisch. (Achtung Spoiler: wo soll dieser paradiesische, sichere Ort sein, wo die Immunen am Ende landen? Warum sind hier nicht schon Menschen? Warum ist dieser Ort von den Sonneneruptionen offensichtlich verschont geblieben? Zu viele Fragen für meinen Geschmack.)

Für mich gibt es gegen End noch ein paar andere Ungereimtheiten. Sowieso hört es sich alles schon ziemlich nach Drehbuch an. Bestimmt war von Anfang an geplant, die drei Bücher verfilmen zu lassen.
Also leider etwas zu konstruiert.

Aber auf jeden Fall gut geschrieben. Obwohl das Buch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben ist, kann man sich immer hundertprozentig in Thomas hineinversetzen. Am Ende kann man seine Furchtlosigkeit richtig spüren. Aus meiner Sicht sehr gut gemacht.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Trilogie super gefällt. Die Idee und das Thema finde ich fesselnd. Später merkt man, dass es nicht nur eine Dystopie ist, sondern auch richtige Zombies unterwegs sind. Diese sind aber nicht wie gewöhnlich hirnlos und blutrünstig. Thomas lernt Cranks in verschiedenen Krankheitsstadien kennen, was viel realistischer ist, als stupide Tötungsbestien.

Das Lesen der Trilogie machst wirklich Spaß und ist auch nicht nur für Jugendliche zu empfehlen.

Als nächstes will ich mir die ersten Beiden Filme mal anschauen. Der dritte Film muss warten, bis sich der Hauptdarsteller von seinen Verletzungen vom Dreh erholt hat und der Film fertig produziert werden kann.
Bin schon gespannt...

Fazit:
Eine gelungene Dystopie für Jugendliche und Erwachsene. Super geschrieben. Am Ende meiner Meinung nach mit kleinen Schwächen in der Story.
Empfehlenswert.

Zitat:
Newt, Brenda und Minho feuerten durch den Türspalt hindurch Granaten in die Dunkelheit. Thomas ging vorsichtig auf seine Position und fing ebenfalls an, in das Gewirr tanzender Stromschläge zu schießen, die hinter der Tür knisterten. Das nachladen dauerte ein paar Sekunden, aber in Kürze hatten sie einen Teppich aus grellem Licht und Explosionen erzeugt. Nirgendwo ein Zeichen von Menschen, niemand erwiderte ihr Feuer.
Thomas ließ die Waffe sinken. "Stopp!", schrie er. "Verschwendet keine Munition mehr!"
[...]
(Seite 95)

Autor:James Dashner
Kategorie:Dystopie / Fantasy / Jugendbuch 
Erstveröffentl.:2011/2013
Ausgabe von:2014
Seiten:530
Verlag:Carlsen
ISBN:978-3-551-52068-5

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:4
Spannung:4
Humor:3
Fantasie:4
Gesamteindruck:4

Donnerstag, 3. November 2016

James Dashner - "Maze Runner - Die Auserwählten 2 - In der Brandwüste"



Band 2 der Maze Runner-Trilogie

Über den Autor:
James Dashner wird 1972 in Georgia (USA) geboren. Er studiert und arbeitet zunächst im Bereich Rechnungswesen, bevor er beschließt sich gänzlich der Schriftstellerei zu widmen. 2003 bringt er seinen ersten Roman heraus und erhält in den folgenden Jahren zahlreiche Auszeichnungen für seine Werke.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Die Lichter realisieren, das man der Organisation ANGST nicht trauen kann. Sie müssen es irgendwie schaffen durch die Brandwüste und die Stadt in den "sicheren Hafen" zu gelangen. Doch die Stadt ist überlaufen von den Cranks.

Meinung:
Als mittlerer Band der Trilogie lebt der Roman davon teilweise Fragen zu beantworten, aber immer wieder Neue aufzuwerfen. An dieser Stelle möchte ich nicht gerne viel Spoilern, deswegen mache ich es kurz:

Das Buch ist actionreicher als sein Vorgänger. Es fühlt sich ein bisschen wie eine Folge von "The Walking Dead" an. Oder wie eine Mischung aus "Mad Max" und "Die Tribute von Panem".
Man fiebert mit dem dem Hauptcharakter mit. Aber es stört mich, dass er so blind und blauäugig durch die Gegend rennt. Wenn ihm jemand was getan hat, ist das nach zwei Seiten wieder vergeben und vergessen. Auch wenn gesagt wird, das Tom am Ende kein Vertrauen mehr zu Teresa hat, merkt man davon nicht viel. Finde ich schlecht umgesetzt.

Mehr kann ich eigentlich erst sagen, wenn ich auch den dritten Band gelesen habe. Man muss die Trilogie glaube ich eher als Ganzes bewerten.

Fazit:
Actionreicher und spannender als sein Vorgänger, lässt aber viele Fragen offen. Mal sehen, wie es weitergeht...

Zitat:
Es war eine Wüste.
Vor ihnen erstreckte sich die flache Einöde aus trockener, lebloser Erde, so weit das Auge reichte. Weit und breit kein Baum. Kein Busch. Keine Hügel oder Täler. Nichts als ein orangegelbes Meer aus Staub und Steinen; heiße Luft schwamm am Horizont und waberte himmelwärts, als ob jedes Leben, das es dort vielleicht geben mochte, in den wolkenlosen, blassblauen Himmel schmelzen würde.
[...]
(Seite 136)

Autor:James Dashner
Kategorie:Dystopie / Fantasy / Jugendbuch 
Erstveröffentl.:2010
Ausgabe von:2014
Seiten:484
Verlag:Carlsen
ISBN:978-3-551-52068-5

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4-5
Handlung:4
Charaktere:4
Spannung:4
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:4--

Donnerstag, 17. Dezember 2015

James Dashner - "Maze Runner - Die Auserwählten 1 - Im Labyrinth"



Band 1 der Maze Runner-Trilogie

Über den Autor:
James Dashner wird 1972 in Georgie (USA) geboren. Er studiert und arbeitet zunächst im Bereich Rechnungswesen, bevor er beschließt sich gänzlich der Schriftstellerei zu widmen. 2003 bringt er seinen ersten Roman heraus und erhält in den folgenden Jahren zahlreiche Auszeichnungen für seine Werke.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Thomas erwacht in dem riesigen Labyrinth in dem er der Frischling unter den Jungen ist - wie alle Anderen, hat auch er sein Gedächtnis verloren. Seine Ankunft leitet eine Reihe ungewöhnlicher Ereignisse aus...
Wie kann man dem Labyrinth entfliehen?

Meinung:
Natürlich ist der Leser direkt auf der Seite des "Neuen". Thomas ist schlau und lässt sich von dem unheimlichen Labyrinth nicht einschüchtern. Außerdem wird er ungewöhnlich gut von den anderen Jungs aufgenommen, auch wenn ihm kaum einer was erzählt. Man merkt als Leser zwar schnell, dass die Jugendliche äußerst schlau sind und sich gut organisiert haben, aber dennoch wirken die Charaktere alle recht ähnlich. An dieser Stelle könnte man die Darstellung der Protagonisten etwas kritisieren, es werden zwar Entscheidungen getroffen, Emotionen werden aber fast nur von Thomas transportiert.

Dennoch gefällt mir der Stil des Romans sehr gut, die Geschichte lässt sich flüssig lesen und wird auch an keiner Stelle langweilig. Leider hatte ich den Film zu diesem ersten Band bereits vor einiger zeit gesehen, daher konnte mich die Entwicklung nicht überraschen. Wobei ich sagen muss, dass im Buch doch alles sehr unterschiedlich zum Film ist. Es freut mich um so mehr, dass ich mir den zweiten Film noch nicht angesehen habe. Ich werde auf jeden Fall erst den zweiten Band lesen.

Nach dem dritten Band werde ich ein gesamt Fazit abgeben. An dieser Stelle kann ich nur sagen, dass mir das erste Buch sehr gut gefallen hat. Es handelt sich um ein gutes Jugendbuch, in dem auch Werte vermittelt werden und das freie Meinungsäußerung propagiert, trotz großer Probleme mit denen die Jugendlichen konfrontiert werden. Sehr positiv.

Fazit:
Interessante Idee, gut umgesetzt, besonders für jugendliche Leser.

Zitat:
Er kapierte das alles nicht; die Rädchen in seinem Hirn liefen heiß darüber, weil die ganze Situation einfach nicht zu begreifen war. Wie konnte ein Labyrinth mit derart dicken, hohen Mauern so groß sein, dass mehrere Dutzend Jungen seit wer weiß wie lange keinen Ausweg fanden? Wie konnte es so ein System geben? Und noch wichtiger: Warum? Was für einen Zweck konnte so ein Ding haben? Warum waren sie hier? Wie lange waren sie schon hier?
[...]
(Seite 61)

Autor:James Dashner
Kategorie:Dystopie / Fantasy / Jugendbuch 
Erstveröffentl.:2009
Ausgabe von:2014
Seiten:498
Verlag:Carlsen
ISBN:3-551-52068-5 

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:3
Charaktere:3
Spannung:4
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck: 3