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Donnerstag, 14. Mai 2020

„Sherlock Holmes‘ Buch der Fälle (Erzählungen V)“ von Sir Arthur Conan Doyle


Letzter Band der Sherlock-Holmes-Reihe.

Inhalt:

Weitere bis dahin unveröffentlichte Fälle des Meisterdetektivs. Laut Doyles eigenen Angaben in der Einleitung, wollte er die Reihe bereits früher absetzen (s. Fall Reichenbachfälle). Jedoch wollte das Publikum Holmes Ende einfach nicht akzeptieren und „schrie“ nach mehr.

Mit diesem Band will er sich nun aber endgültig von dieser Figur verabschieden.

Wobei ich doch dankbar bin, dass er Holmes nicht ein zweites Mal sterben lässt. Es ist lediglich mehrfach von seinem Ruhestand die Sprache.

 

Meinung:

Die Geschichten sind meiner Meinung nach um einiges düsterer und gruseliger als ihre Vorgänger. Was für mich den Lesespaß aber keinerlei mindert.

Ich finde dieses Mal kann man besonders gut miträtseln. Alles ist gut strukturiert und spannend bis zur letzten Seite.

Da es sich um kurze Erzählungen handelt, fällt einem das flotte durchlesen umso leichter.

Für mich ein gelungener Abschluss für eine außergewöhnliche Reihe. Ich bin und bleibe begeistert von Sherlock Holmes.

 

Zitat:

Mit einem einzigen Sprung war Holmes aus dem Sessel der Attrappe geschnellt und hatte das kostbare Juwel an sich gerissen. Nun hielt er es in einer Hand, während er mit der anderen einen Revolver auf den Kopf des Grafen richtete. In höchster Verblüffung taumelten die beiden Schurken zurück.

Noch ehe sie sich wieder gefangen hatten, hatte Holmes die elektrische Klingel betätigt.

»Keine Gewalt, Gentlemen - keine Gewalt, wenn ich bitten darf! Denken Sie an das Mobiliar! Es dürfte Ihnen doch völlig klar sein, daß Ihre Situation aussichtslos ist. Die Polizei wartet bereits unten.«

(Seite 114, Der Mazarin-Stein)

 

Weltbild, 2005 (Originalausgabe: »The Case-Book of Sherlock Holmes«, London und New York 1927)

420 Seiten

Samstag, 8. April 2017

Sir Arthur Conan Doyle - "Sherlock Holmes - Seine Abschiedsvorstellung"



(Band 8 der Sherlock-Holmes-Bände, bzw. Erzählungen IV)

Über den Autor:
Sir Arthur Conan Doyle wird 1859 im schottischen Edinburgh geboren und stirbt 1930 im Alter von 71 Jahren im südenglischen Sussex.
Doyle, seines Zeichens selbst Mediziner, erlangt schon zu Lebzeiten große Bekanntheit durch seine Romanfiguren Sherlock Holmes (analytisch, rationaler Detektiv mit Hang zur Drogensucht) und Dr. Watson (der Arzt, der Holmes als Chronist und Freund zur Seite steht). Als er durch seine Schriftstellerei leben kann, entscheidet er sich kurze Zeit später für den Tod seines gefeierten Romanhelden und widmet sich seinen anderen Werken, lässt Holmes aber u. A. für "Der Hund der Baskervilles" wieder aufleben.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Wieder interessante Fälle, dieses Mal mit einem noch reiferen Sherlock Holmes, bei dem man ab und an auch langsam gesundheitliche Defizite spürt.

Meinung:
Einerseits ist er ständig mit Dr. Watson zusammen, auf der anderen Seite haben sie sich vor Holmes Abschiedsvorstellung mehrere Jahre nicht gesehen. Das liegt nicht an der Spionage-Arbeit die für diesen Fall notwendig war. Vielmehr scheinen sie sich vorher bereits voneinander verabschiedet zu haben. Für mich ist diese Trennung etwas befremdlich, weil vorher nichts darauf hingewiesen hat.
Aber die Fälle hängen ja auch in keinem Bezug zueinander, außer, dass beide Figuren schon in die Jahre gekommen sind.

Was mich immer wieder wundert ist, dass man von Dr. Watsons Leben so wenig erfährt. Was ist aus seiner Ehe geworden? Das frage ich mich immer wieder und überlege, ob ich etwas bereits gelesenes vergessen haben könnte?
Vielleicht werde ich schlauer sein nach dem letzten Roman der mir noch bevorsteht (Sherlock Holmes' Buch der Fälle).

Dieses vorletzte Buch habe ich wieder sehr genossen. Die Sprache ist so erfrischend klar und die Geschichten sind interessant und ansprechen.

Fazit:
Ein älterer Sherlock Holmes, der aber auch philosophischer klingt...
Finde ich interessant und gut.

Zitat:
[...]
"Was ist der Sinn von alldem, Watson?" sagte Holmes mit ernster Miene, als er das Papier sinken ließ. "Welchem Zweck dient dieser ewige Kreislauf von Elend, Gewalt und Angst? Dies alles muß doch auf ein Ziel zuführen, denn sonst würde unser Universum ja vom Zufall regiert, und das ist schlicht undenkbar. Doch was für ein Ziel? Das ist die große, uralte, wieder und wieder gestellte Frage, von deren Beantwortung der menschliche Geist so weit entfernt ist wie eh und je."

(Seite 104, aus "Seine Abschiedsvorstellung")


Autor:Sir Arthur Conan Doyle 
Kategorie:Krimi / Detektivroman
Erstveröffentl.:1917
Ausgabe von:2005
Seiten:356
Verlag:Weltbild
ISBN:---  

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:2
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:3+

Freitag, 19. Juni 2015

Sir Arthur Conan Doyle - "Die Rückkehr des Sherlock Holmes"



(Band 7 der Sherlock-Holmes-Bände)

Über den Autor:
Sir Arthur Conan Doyle wird 1859 im schottischen Edinburgh geboren und stirbt 1930 im Alter von 71 Jahren im südenglischen Sussex.
Doyle, seines Zeichens selbst Mediziner, erlangt schon zu Lebzeiten große Bekanntheit durch seine Romanfiguren Sherlock Holmes (analytisch, rationaler Detektiv mit Hang zur Drogensucht) und Dr. Watson (der Arzt, der Holmes als Chronist und Freund zur Seite steht). Als er durch seine Schriftstellerei leben kann, entscheidet er sich kurze Zeit später für den Tod seines gefeierten Romanhelden und widmet sich seinen anderen Werken, lässt Holmes aber u. A. für "Der Hund der Baskervilles" wieder aufleben.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Überraschung: Sherlock Holmes ist nicht an den Reichenbachfällen gestorben!
Nachdem seine schlimmsten Widersacher kein Problem mehr darstellen, kommt er aus seinem Versteck hervor und überrascht damit auch Watson...

Meinung:
Zu Beginn klärt Holmes Watson auf, wie er dem Tod entgangen ist und was er die letzten drei Jahre unternommen hat. Da er für tot erklärt war, sah er die perfekte Gelegenheit einige Länder zu bereisen und weitere Studien (Physik/Chemie) zu betreiben. Einzig die Gelegenheit seine alten Feinde hinter Gitter zu führen, lässt ihn wieder nach London zurückkommen.

Man merkt diesem Buch / diesen Geschichten deutlich an, dass Doyle mehrere Jahre keine Sherlock-Holmes-Stories mehr veröffentlicht hat. Der Charakter unseres Lieblings-Kriminologen wird verändert dargestellt. Die Geschichten sind von einem zunehmend emotionalen Detektiv geprägt. Sogar Watson ist teilweise von den "Gefühlsausbrüchen" seines Vorbilds überrascht. Natürlich wird mit diesen Emotionen immer noch recht Sparsam umgegangen, aber es ist ein großer Unterschied zu den früheren Veröffentlichungen.
Offenbar wollte Doyle eigentlich keine weiteren Holmes-Geschichten mehr schreiben, wird aber von der Öffentlichkeit nahezu dazu gedrängt. Alle lieben Sherlock Holmes. Ich auch.

Die Stories sind sehr spannend und interessant. Als Leser fällt es mir diesmal leichter den "Gedankengängen" und Schlüssen des Detektivs zu folgen. Mir kommt es außerdem so vor, als wird es dem Leser leichter gemacht, sich selbst Theorien zu überlegen. Das macht Spaß.

Bisher mein Liebling Band / meine Lieblings Sherlock Holmes Geschichten!

Fazit:
Ein recht emotionaler Sherlock Holmes überzeugt in weiteren interessanten Fällen.

Zitat:
Wir waren zu einem dünnen Pfad gekommen. In dessen Mitte befand sich, deutlich in den sumpfigen Boden eingedrückt, die Spur eines Fahrrades.
"Hurra!" rief ich aus. "Wir haben's gefunden."
Aber Holmes schüttelte den Kopf, und seine Miene war eher verwirrt und abwartend als erfreut.
[...]
(Seite 186, aus "Die Abtei-Schule")

Autor:Sir Arthur Conan Doyle 
Kategorie:Krimi / Detektivroman
Erstveröffentl.:1905
Ausgabe von:2005
Seiten:540
Verlag:Weltbild
ISBN:---  

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:3
Spannung:4
Humor:4
Fantasie:3
Gesamteindruck:4

Dienstag, 19. Februar 2013

Sir Arthur Conan Doyle - "Die Memoiren des Sherlock Holmes"


Über den Autor:
Sir Arthur Conan Doyle wird 1859 im schottischen Edinburgh geboren und stirbt 1930 im Alter von 71 Jahren im südenglischen Sussex.
Doyle, seines Zeichens selbst Mediziner, erlangt schon zu Lebzeiten große Bekanntheit durch seine Romanfiguren Sherlock Holmes (analytisch, rationaler Detektiv mit Hang zur Drogensucht) & Dr. Watson (der Arzt, der Holmes als Chronist und Freund zur Seite steht). Als er durch seine Schriftstellerei leben kann, entscheidet er sich kurze Zeit später für den Tod seines gefeierten Romanhelden und widmet sich seinen anderen Werken, lässt Holmes aber u. A. für "Der Hund der Baskervilles" wieder aufleben.
(Quelle: wiki)

Inhalt/Über das Buch:
Hierbei handelt es sich um eine Sammlung von Fällen, die kurz und knapp erzählt werden. Wieder wirkt Watson als Chronist Sherlock Holmes und schreibt Einzelfälle auf, mit teilweise einfacher, kurzer Handlung.

Meinung:
Dieses Buch ist nicht nur für echte Sherlock Holmes Fans interessant. Es bietet dem Leser anregende Erzählungen mit kurzweiliger Handlung - genau das Richtige für Zwischendurch.

Die Geschichten stehen in keinem Zusammenhang zueinander, man darf hierbei also keinen klassischen Krimi erwarten. Vielmehr stellt jede einzelne Erzählung eine ganz besondere kleine Episode dar.

Wieder kann man als Leser dem Irrglauben erliegen Sherlock Holmes hätte es tatsächlich gegeben. Doyle versteht es auf vortreffliche Weise dem Leser das Gefühl zu vermitteln, der Detektiv hätte diese Rätsel wirklich gelöst. Meiner Meinung schafft der Autor dies durch geschickte Einflechtung von echten Begebenheiten, die somit einen zeitlichen Kontext bringen. Man impliziert automatisch, das auch die Figur real sein müsse, wenn das Umfeld der Realität entspricht. Die eingehenden Beschreibungen der Londoner Innenstadt und näheren Umgebung verstärken dieses Empfinden zusätzlich.

Wieder besticht die Klarheit des verwendeten Stils. Die analytische, logische Denkweise Holmes, kombiniert mit einer deutlichen, klaren Sprache, bringen ein echtes Lesevergnügen. Eine schöne Abwechslung zu kompliziert verstrickten Thrillern, oder auch zu schnulzigen Fantasy Romanen (die ich ja besonders mag). Immer wieder stelle ich für mich fest, das Sherlock Holmes meinen Geist befreit und erfrischt :-)

Fazit:
Nette Sammlung von Erzählungen, bzw. kurzen Episoden der Abenteuer des berühmten Sherlock Holmes.

Zitat:
[...]
In der weichen Erde vor ihm zeichnete sich deutlich die Spur eines Pferdes ab, und das Hufeisen, das er aus der Tasche zog, paßte genau in die Abdrücke.
"Da sehen Sie den Wert der Phantasie", sagte Holmes. "Das ist genau die Eigenschaft, die Gregory fehlt. Wir haben uns vorgestellt, was hätte passiert sein können, sind von dieser Annahme ausgegangen und sehen uns bestätigt. Gehen wir weiter."
[S. 31]
Autor:Sir Arthur Ignatius Conan Doyle M.D.
Kategorie:Krimi
Erstveröffentl.:1894
Ausgabe von:2005
Seiten:410
Verlag:Weltbild
ISBN:k. A. (Sonderausgabe)

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:4-
Charaktere:3
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:3

Dienstag, 31. Januar 2012

Sir Arthur Conan Doyle - "Sherlock Holmes - Das Tal der Angst"


Über den Autor:
Sir Arthur Ignatius Conan Doyle, M.D., stirbt 1930 im Alter von 71 Jahren auf seinem Anwesen im englischen Sussex.
Mit den kriminalanalytischen Methoden, die er vor Allem in seinen Detektivgeschichten beschreibt, ist er seiner Zeit und den Ermittlungsmethoden der Polizei weit voraus. Inspiriert durch zahlreiche Reisen und seine eigenen Erfahrungen als Arzt, bilden seine Romane einen großen Schatz an Wissen und Realismus ab. Die Reihe über den Charakter des Sherlock Holmes feiert sich besonderer Beliebtheit.
Bereits Lebtags kann der Freimaurer Meister Doyle von der Schriftstellerei leben.
(Quelle: Wikipedia)

Inhalt:
Ein zunächst mysteriöser Mord wird von Holmes schnell aufgeklärt. Interessant widmet sich der Autor aber der Hintergrundgeschichte, wie es zu der Tat kam.

Meinung:
Dieser Roman ist anderes als die anderen Geschichten um den kauzigen Meisterdetektiv. Weniger die Handlungen und Analysen von Holmes stehen im Mittelpunkte, sondern die Hintergrundgeschichte des "Verbrechers".
Mit dem plötzlichen Zeit- und Ortswechsel kam ich zunächst nicht gut klar. Hinterher fand ich die Geschichte in der Geschichte aber sehr gelungen. Es handelt sich hier um einen Wild-West-Roman innerhalb eines klassischen Krimis. Diese Vermischung wirkt interessant und macht das Buch zu einem besonderen Lesevergnügen.

Fazit:
Interessanter "Western-Krimi" der aber wenig mit dem klassischen Sherlock Holmes gemein hat.

Zitat:
[...]
"Wie lange soll das noch dauern?" fragte der Inspektor plötzlich. "Und worauf warten wir eigentlich?"
"Ich weiß ebensowenig wie Sie, wie lange es noch dauert", erwiderte Holmes etwas schroff. "Wenn die Verbrecher ihre Züge in einen Fahrplan eintrügen wie Eisenbahnen, wäre das für uns alle sicherlich bequemer. Und worauf wir ... Na also, darauf haben wir gewartet."
[S. 121]

Autor:Sir Arthur Conan Doyle
Kategorie:Krimi
Erstveröffentl.:1915
Ausgabe von:2005
Seiten:290
Verlag:Weltbild
ISBN:k. A.

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:3
Charaktere:4
Spannung:3
Humor:2
Fantasie:3
Gesamteindruck:3

Mittwoch, 26. Mai 2010

Sir Arthur Conan Doyle - „Sherlock Holmes - Das Zeichen der Vier“

Bild-Quelle: www.weltbild.de

Heute in der Mittagspause fertig gelesen!
Holmes war in meinen Vorstellungen immer eine Person von starkem, edlem Charakter. Umso schockierter war ich, als sich die ersten Seiten des ersten Kapitels fast ausschließlich um seine Drogensucht handelten. Ich vermute, C. D. hat diese Abgründe direkt zu Beginn dieses Werkes gebracht, um den Unterschied zu Holmes ohne Drogen zu verdeutlichen, die er ja nur aus Langeweile nimmt und von denen er während der Lösung des Falles die Finger lässt.
Ein wenig enttäuscht war ich, weil zum Ende der Fall zwar gelöst war, der Schuldige hinter Gittern gelandet ist und Watson sich verlobte, aber der Schatz nicht mehr geborgen werden konnte. Für immer von der Themse verschluckt, stelle ich mir nach dem Lesen gerne vor, C. D. hätte eine wahre Begebenheit als Vorlage genommen und auf dem Grund des Flusses würde auch heute noch ein Schatz liegen.

Zitat: „ ‚Mein Geist [..] rebelliert gegen den Stillstand.’ "

Schlusssatz: „ ‚Mir’, erwiderte Sherlock Holmes, ‚bleibt immer noch die Kokainflasche’, und er streckte seine lange, weiße Hand nach ihr aus."

Original Titel:"The Sign of Four"
Autor(en):Sir Arthur Conan Doyle
Kategorie:Krimi
Erstveröffentl.:1890
Ausgabe von:2005
Seiten:...
Verlag:Verlagsgruppe Weltbild GmbH

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:3
Charaktere:2
Spannung:2
Humor:2
Fantasie:1
Gesamteindruck:3