Love is, Bd. 3
Inhalt:
Amory und Curtis hatten einige
Monate Sex miteinander, waren aber nie zusammen. Amory sehnt sich nach einer
festen Bindung, Curtis ist aber unberechenbar und noch nicht reif für eine
Beziehung.
Meinung:
Wir kennen die beiden
Hauptfiguren bereits aus den ersten beiden Bänden. lernen und ihre
Verhaltensweisen hier bis ins tiefste verstehen. Curtis traurige Geschichte
kommt zu Tage. Amorys Charakter geht bei seiner Entwicklung etwas unter. Das
ist der einzige Kritikpunkt, den ich an der Charakterentwicklung hätte.
Insgesamt finde ich bei allen
drei Bänden, die Charaktere gut dargestellt und relativ ausgefeilt. Das, was
bei manchen Büchern zu wünschen übrig lässt, hat die Autorin prima umgesetzt:
Charakterentwicklung - ohne Realitätsverlust erleben die Figuren einen steten
Wandel. Aber alles bleibt bodenständig, was die Romane insgesamt äußerst
liebenswert macht .
Die Sex-Szenen sind nicht
übertrieben und stehen auch nicht im absoluten Mittelpunkt, was ich gut finde.
Was ich etwas schade finde, ist
dass die Geschichte der Band „After Hours“ total in den Hintergrund tritt.
Dabei war das ein roter Faden, oder sogar tragendes Element der Trilogie. Hier
gibt es kaum noch Entwicklung, die nicht vorhersehbar wäre.
Die Bücher haben mir sehr gut
gefallen. Es handelt sich hierbei meiner Meinung nach um drei schöne
Liebesgeschichten, die bodenständig aber romantisch sind. Zum Glück entstehen
keine Krisen, die nicht zu bewältigen sind. So kann man die Trilogie gut als
unterhaltsame, leichte Lektüre für zwischendurch bezeichnen, die einem das Herz
etwas aufgehen lässt.
Von meiner Seite eine klare
Empfehlung - ich muss unbedingt noch mehr Bücher von Kathinka Engel lesen…
Zitat:
„Versteh mich nicht falsch“, sagt
Franzi, „aber ich hätte nicht erwartet, dass du Beziehungsmaterial suchst. Du
bist so … unabhängig und stark.“
„Ich weiß“, antwortete ich. „Aber
das ist kein Widerspruch. Ich kann unabhängig und Teil eines Paares sein. Stark
und mich danach sehnen, mich an jemanden anzulehnen. Das ist eins der größten
Gender-Missverständnisse unserer heutigen Zeit, wenn ihr mich fragt. [..] Die
Leute glauben, man müsste als Frau selbstgenügsam sein, um eine gute Feministin
zu sein. Aber das ist absoluter Bullshit. Ich muss mich selbst und andere
Frauen mit Respekt behandeln. Alles andere schränkt und doch nur wieder ein,
reduziert uns, macht uns klein. [..] Starke Frauen, meine Lieben, sind
diejenigen, die sich selbst treu bleiben. Die sich Raum für die eigene
Entwicklung geben die springen, wenn sie Bock drauf haben. Und nicht, weil
gesellschaftliche Konventionen oder irgendwelche Erwartungen sie dazu drängen.“
(Seite 61/62, Kapitel 7)
ISBN 978-3-492-06226
Piper Verlag, 2020
418 Seiten