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Donnerstag, 23. September 2010

Stieg Larsson - "Vergebung"

Bild-Quelle: www.derclub.de

Der dritte Teil der schwedischen Krimi-Trilogie konnte mich nicht "vom Hocker reißen". Vielleicht liegt das auch nur daran, dass sich jetzt der Gesamteindruck der Trilogie bei mir negativ festgesetzt hat.

Ich bin kein Fan von diesen Büchern. Ich finde die Erzählweise von Larsson langweilig. Auch die Themenwahl kommt mir eher unstrukturiert vor. Es wird versucht eine thematische Dichte über verschiedene Themengebiet zu erlangen, was dem Autor meiner Meinung nach nicht gelungen ist. Kein Thema wurde in der Tiefe abgehandelt, so erscheinen die Thesen und Äußerungen der Charaktere flach. Es entwickelt sich kein Spannungsbogen und die Probleme der Protagonisten wirken konstruiert.

Der dritte Teil hat seine kleinen Höhepunkte und gestaltet sich etwas interessanter als die beiden Vorgänger. Die Gerichtsverhandlung gibt dem Leser eine lang ersehnte Genugtuung. Ansonsten konnte ich auch diesem Band nicht viel abgewinnen.

Nach dem Lesen habe ich mir auch die drei Kinofilme angeschaut, die sich als noch langweiliger entpuppt haben. Beim zweiten Film bin ich des Öfteren kurz eingenickt und muss leider sagen, dass ich im Nachhinein sowohl die Bücher, als auch die Filme als Zeitverschwendung betrachte.


Autor:Stieg Larsson
Kategorie:Thriller
Erstveröffentl.:2007
Ausgabe von:2009
Seiten:866
Verlag:Bertelsmann

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:3
Handlung:2
Charaktere:3
Spannung:2
Humor:0
Fantasie:1
Gesamteindruck:2

Sonntag, 29. August 2010

Stieg Larsson - "Verdammnis"

Bild-Quelle: www.derclub.de

Man leidet mit unserer Heldin Lisbeth mit. Sie erlebt wieder grausame, unmenschliche Dinge und wirkt am Ende wie die Herrscherin über Leben und Tod.
Der Rest des Romans geht unter, nachdem man die letzten Seiten gelesen hat erinnert man sich nur noch an den tapferen Kampf der Heldin.

Wiederholt muss ich sagen, dass mir das Genre nicht zusagt. Als besonders spannend empfinde ich weder den ersten band der Trilogie, noch diesen Zweiten. Dennoch werde ich mir dann auch noch den Dritten vornehmen, damit ich mir auch endlich mit Anita die Filme ansehen "kann".

Hoffentlich wird der dritte Teil besser...


Zitate:

[letztes Kapitel: R. Niedermann siniert über Lisbeth]
„Sie war kein übernatürliches Wesen. Aber er hatte sie unterschätzt."

[letztes Kapitel: Lisbeth denkt über ihre Situation nach]
„Mit einem gebrochenen Nasenbein konnte sie leben.
Aber mit einem Loch im Schädel war das nicht möglich."



Autor:Stieg Larsson
Kategorie:Thriller
Erstveröffentl.:2006
Ausgabe von:2009
Seiten:754
Verlag:Bertelsmann

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:3
Handlung:4
Charaktere:5
Spannung:3
Humor:0
Fantasie:2
Gesamteindruck:3

Samstag, 26. Juni 2010

Stieg Larsson - „Verblendung"

Bild-Quelle: www.derclub.de

Die ersten 250 Seiten lesen sich zäh. Dadurch, dass man zunächst lediglich die beiden Hauptcharaktere vorgestellt bekommt, wird zu Beginn nicht viel Spannung aufgebaut. Dafür schlägt die Vergewaltigung der weiblichen Protagonistin dann zu, wie eine Bombe und man ist gefesselt. Ich spüre immer noch ihren Hass auf ihren Peiniger in meinem Herzen. Das ist schon mal ein toller erfolg für den Autor.

Die zweite Hälfte des Romans liest sich dann in einem Rutsch.

Auf die Grausamkeit der Morde wird nicht näher eingegangen. Larsson bündelt die Verbrechen in kurzen Tatortbeschreibungen. Alles weitere bleibt der Fantasie des Lesers überlassen.

Die Reporterarbeit des Protagonisten kommt nicht genug zur Geltung, um behaupten zu können das Buch setze sich kritisch mit dem allgemeinen Wirtschaftsjournalismus auseinander. Ich denke, hier hätte Larsson mehr ins Detail gehen können, daher auch nur meine mittelmäßige Bewertung.

Meiner Meinung nach wäre es besser gewesen, nur eines der beiden Themen in das Buch zu packen. So stellt sich mir die Frage, ob Larsson die grausamen Serienmorde nur in die Geschichte eingebaut hat, um sich ein breiteres Publikum für seine Kritik des Wirtschaftsjournalismus zu "angeln"?

(An dieser Stelle muss ich noch mal erwähnen, dass ich nicht gerne Thriller und Krimis lese, sondern mich der Fantastik verschrieben habe. Aber meine Meinung ist ja auch subjektiv und soll nur meine Eindrücke direkt nach dem Lesen wiedergeben.)

Zitat:
[aus dem 13. Kapitel:]
„ ‚Du magst also keinen Analsex’, sagte er.[..]
Sie spürte, wie er etwas an ihren Fußknöcheln befestigte, ihre Beine spreizte und sie am Bett festband, sodass sie ihm völlig ausgeliefert war.[..]
Dann fühlte sie einen irrsinnigen Schmerz, als er mit Gewalt etwas in ihren Anus einführte."



Autor:Stieg Larsson
Kategorie:Thriller
Erstveröffentl.:2005
Ausgabe von:2009
Seiten:690
Verlag:Bertelsmann

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:3
Handlung:3
Charaktere:5
Spannung:3
Humor:0
Fantasie:3
Gesamteindruck:3