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Freitag, 3. Mai 2024

„Die Prinzessin und der Wilderer - Vier Erzählungen“ von Roald Dahl

Vier Erzählungen im reinsten Roald Dahl Stil. Davon zwei Märchen (erschienen unter dem Titel „Two Fables“).

  • Die Prinzessin und der Wilderer
  • Prinzessin Busenschön
  • Der Antiquar
  • Der Chirurg

Meinung:

Die Märchen beinhalten wieder diese skurrile Grausamkeit, die man von Dahls Geschichten auch kennt. Zu Märchen passt das sehr gut.

Die etwas ausschweifenderen zwei modernen Erzählungen befassen sich mit Verbrechen. Wobei einmal die Verbrecher selbst beleuchtet werden und das andere Mal wieder glückliche Umstände zur Auflösung der Tat führen.

Die Geschichten sind eindrucksvoll und intensiv. Spannend und keineswegs zu ausladend.

Ich bleibe ein großer Fan von Dahls Werk.


Zitat:

Das war wirkliche Macht, Macht, wie sie ein so junger Mensch bislang noch nie gekannt hatte. Und die Macht ist eine gestrenge Zuchtmeisterin, das merkte die Prinzessin bald. Es ist unmöglich, Macht zu besitzen und sie nicht auszuüben. [..]

(S. 25 aus „Prinzessin Busenschön“)

 

ISBN 978-3-8052-0456-6

Wunderlich (Rowohlt), 1989

115 Seiten

Samstag, 23. Januar 2021

„James und der Riesenpfirsich“ von Roald Dahl


Mit Illustrationen von Quentin Blake

Inhalt:

Dahls erstes Kinderbuch ist eine spannende, kurzweilige Geschichte voller Abenteuer: James muss bei seinen gemeinen Tanten aufwachsen. Er wird den ganzen Tag nur drangsaliert und muss alles für die Beiden machen. Als er eines Tages einen Pakt abschließt und durch ein kleines Missgeschick nur ein Riesenpfirsich entsteht, stellt er aber fest, dass dieser Pfirsich bewohnt ist. Bald flieht er mit dem Pfirsich und seinen Bewohnern von den Tanten. Eine Reise beginnt.

 

Meinung:

Die Tiere des Pfirsichs sind durch den Zauber auch groß geworden, sind aber sehr vermenschlicht, wie in einer Fabel.

James versteht sich mit seinen neuen Freunden besser als mit seinen Tanten. Hier kann er zeigen, was er tolles leisten kann. Die Tiere sind besser Freunde für ihn, als er in der echten Welt je hatte. Denn alles scheint sehr phantastisch.

Dadurch fließt immer etwas Traurigkeit in die Geschichte ein. James hat mir von Anfang an leidgetan. Da gleiche habe ich auch schon bei anderen Kinderbüchern von Roald Dahl erlebt.

Die Erwachsenen sind auch hier die Bösen. James flüchtet sich in ein phantastisches Abenteuer.

Die Reise endet in einer neuen Stadt. So wird ein hoffnungsvoller Abschluss gefunden.

 

Zitat:

Der Tausendfüßler gefiel James. Er machte sich offensichtlich gern über seine Gefährten lustig, aber er war wirklich witzig, und es tat gut, mal jemanden lachen zu hören. In all den langen Jahren bei Tante Schwamm und Tante Zinke hatte James niemals irgendjemanden lachen hören. Und er selbst hatte auch niemals Grund zum Lachen gehabt.

(Seite 45, Kapitel 12)

 

ISBN 978-3-499-21183-6

Rowohlt, 2012 (c.1961)

160 Seiten