Inhalt:
Antonia, alias Toni, hat sich auf einem Workshop für junge Schreibtalente eingeschlichen. Nicht, um von dem bekannten Krimi-Autor etwas zu lernen, sondern um ihn zu beklauen.
Dann wird es blutig und mysteriös - plötzlich sind alle verdächtig: die Workshopteilnehmer, das Personal und sogar Toni selbst.
Meinung:
Der Roman hat aus meiner Sicht Höhen und Tiefen. Zu Beginn dachte ich, dass es sich hierbei um eine Einfach gestrickte Geschichte handelt. Am Ende hat sich alles doch als etwas interessanter herausgestellt. Leider gab es zwischendurch mehrere Stellen, die etwas zu langatmig waren und ich kurz sogar darüber nachgedacht hab das Buch weg zulegen (das ist sehr selten bei mir).
Ein Problem hatte ich wohl damit, dass ich schon überzeugt war, den richtigen Riecher zu haben, was am Ende passiert. Daher konnte ich mit dieser Einstellung die etwas langweiligeren Passagen schlechter „überstehen“.
Dabei fand ich die Geschichte interessant. Wobei die vielen Anspielungen auf das Brettspiel Cluedo oder Escape Rooms für mich auch nicht hätten sein müssen.
Mir war auch schnell klar, dass sich hierbei um eine Angara Christie angelehnte Krimi Geschichte handeln soll. Das hätte alles nicht noch einmal so erläutert werden müssen.
Das Setting hat mir gut gefallen. Das gruselige schottische Herrenhaus und ihr Schlafwandeln haben gut zur Atmosphäre gepasst. Wobei ich etwas unrealistisch fand, dass Toni sich nicht klar darüber war, ob sie während des Schlafwandeln gewisse Handlungen durchgeführt hatte oder nicht.
Zum Schluss gab es einige wenige Thriller Elemente, dadurch kann man das Buch meines Erachtens nicht als klassischen Krimi einordnen.
Insgesamt hat mir das Buch dann doch ganz gut gefallen, wobei ich es nur mittelmäßig bewerten würde, wenn ich jetzt Sterne vergeben sollte.
Eine nette Unterhaltung für zwischendurch aber teilweise für meinen Geschmack zu langatmig.
Zitat:
Mehrmals kontrollierte ich, dass die Tür auch wirklich verriegelt war, dann ließ ich mich aufs Bett fallen und schlug mit zitternden Händen mein Traumtagebuch auf. Die Grundlage jeder guten Ermittlung war Dokumentation. Außerdem konnte ich besser denken, wenn ich schrieb. Hektisch und ungelenk begann ich einen neuen Eintrag, in dem ich zunächst all meine Probleme notierte.
(Seite 302, Kapitel 38)
ISBN 978-3-8466-0302-4
Bastei-Luebbe (one-verlag), 2026
462 Seiten
