Sonntag, 4. Oktober 2026

„Verstand und Gefühl“ von Jane Austen


Sense and Sensibility

Inhalt:

England, im 18. Jahrhundert. Elinor und Marianne sind im heiratsfähigen Alter. Durch den Verlust ihres Vaters sind sie jedoch in ärmliche Verhältnisse geraten und abhängig davon, sich gesellschaftlich zu engagieren. Können vor diesem Hintergrund aus Verliebtheit auch Ehen entstehen?


Meinung:

Dieses erste Werk von Jane Austen hat mir sehr gut gefallen. Die Sprache ist erfrischend, auch wenn man sich erst einmal an den Stil gewöhnen muss. Es ist nicht schwer zu lesen.


In der Mitte des Romans war ich ein bisschen gelangweilt, weil es ja doch die ganze Zeit nur darum geht, wer mit wem zusammen kommt.

Gegen Ende wurde es dann aber wieder interessant, es gab auch ein bisschen Drama und eine überraschende Wendung blieb auch nicht aus. 


Am meisten Spaß haben mir die Beschreibung der Umstände der damaligen Zeit gemacht. Ich finde es sehr interessant zu hören, wie die Damen damals gelebt haben. Obwohl mir klar ist, dass es sich hierbei nicht um Frauen aus unteren Schichten handelt. So richtig arbeiten muss in diesem Buch niemand. So bleibt es doch insgesamt ein Unterhaltungsroman, der für mich wenig Bezug auf die Realität der damaligen Bevölkerung hat.


Ich möchte innerhalb der nächsten zwölf Monate auch gern die anderen Austen-Werke lesen und freue mich schon auf den nächsten Roman.


Zunächst einmal werde ich aber auch noch mal einen Verfilmung von diesem Werk anschauen. Ich hatte schon vor einigen Jahren eine Bekannte Verfilmung dazu gesehen, konnte mich aber überhaupt nicht mehr an die Handlung erinnern.


Zitat:

»Das ist ein Ausdruck, Sir John«, sagte Marianne heftig, »den ich ganz besonders geschmacklos finde. Ich kann keine abgedroschenen Phrasen ausstehen, die witzig sein sollen, und sich einen Mann angeln oder eine Eroberung machen sind mir die verhasstesten von allen. Sie haben eine vulgäre und rohe Färbung, und selbst wenn man ihre bildhafte Formulierung als geistreich bezeichnen könnte, so hat ihnen doch die Zeit längst alles Originelle genommen.«

(Seite 58, Erstes Buch - Kapitel 9)


ISBN 978-3-7306-1648-2

Anaconda, 2026 (c. 1811)

450 Seiten