Sonntag, 29. Dezember 2019

„Dancing Jax (2) – Zwischenspiel“ von Robin Jarvis

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Band 2 der Trilogie

Inhalt:

Natürlich gibt es auch Kinder und Jugendliche, die immun sind und nicht nach Mooncaster gesogen werden. Die Kids werden gesammelt und sollen an einem Wochenende im Camp bekehrt werden. Leider ahnen die Kinder noch nicht, welche Schrecken auf sie zukommen...

 

Meinung:

Außergewöhnlich interessant ist es, dass dieser zweite Band einen ganz anderen Handlungsstrang als sein Vorgänger aufgreift. Und diese Handlung hat es in sich.

Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite. Vielleicht wirkt es hier und da etwas zu sehr wie ein Jugendbuch, aber das hat mich noch nie gestört.

Die schlimmen Dinge die dann so passieren, haben auch keinerlei Charakter eines Buches für Minderjährige.

 

ISBN 978-3-839-00135-6

script5, 2013

544 Seiten

Montag, 16. September 2019

„Dancing Jax (1) – Auftakt“ von Robin Jarvis

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Band 1 von 3

Inhalt:

In einer kleinen englischen Stadt startet eine unglaubliche Transformation der Gesellschaft: alle die das seltsame mittelalterliche Buch gelesen haben, verwandeln sich in „Untertanen“ und werden später von den Jax unterjocht. Die Menschen werden quasi zu Zombies. Bis auf eine kleine Gruppe von Widerständlern…

 

Meinung:

Dieser erste Band der Reihe hat mich doch sehr überrascht. Ich habe nicht mit so einer intensiven Geschichte gerechnet. Die Charaktere werden einfühlsam eingeleitet, so dass man sich gut in das Setting hineinversetzten kann.

Trotzdem bin ich mir noch nicht ganz sicher, wohin die Handlung gehen wird und ob ich alle drei Teile der Reihe lesen werde (sind schon kleiner Klopper). Aber mein anfänglicher Verdacht einer „billigen“ und schlechten Story hat sich nicht bestätigt. Also mal sehen.

 

ISBN 978-3-839-00171-4

script5, 2011

556 Seiten

Donnerstag, 22. August 2019

„Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ von Jonas Jonasson

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Inhalt:

Per Persson arbeitet als Rezeptionist in einem billigen Hotel, wo er schon gearbeitet hat, als es noch ein Puff war. Als die ehemalige Pfarrerin Johanna in sein Leben tritt, ändert sich sein Leben von Grund auf. Die Beiden stellen fest, dass sich der freigelassene Mörder Anders, der auch in dem Hotel wohnt, gut als Schläger macht und sie Geld mit ihm verdienen können. Aber plötzlich entscheidet sich Mörder Anders dazu, sich von der Gewalt anzuwenden und Jesus Weg gehen möchte. Wie können die Beiden sich jetzt noch an ihm bereichern und den anderen Ganoven der Stadt aus dem Weg gehen...?

 

Meinung:

Ich bin sehr überrascht von der schlichten Vergnüglichkeit dieses Romans. Er lässt sich wunderbar flüssig lesen und besitzt eine Heiterkeit und einfache Fröhlichkeit, die den meisten Büchern fehlt.

Da ich „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ auch gelesen habe, erwartete ich auch bei diesem Roman ab und zu Passagen, die etwas langatmig sein können. Das ist hier aber an keiner Stelle der Fall.

Tatsächlich hält das Buch einige Überraschung bereit und hebt sich, meiner Meinung nach, damit von den meisten anderen Romanen dieses Genres ab.

Von diesem Buch bin ich äußerst positiv überrascht und überlege schon, wem ich es als nächstes zu lesen gebe...

 

ISBN 978-3-570-58562-7

carl‘s books, 2016 (c. 2015)

352 Seiten

Sonntag, 11. August 2019

„Keine Angst“ (Kurzgeschichten) von Frank Schätzing

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Inhalt:

Es handelt sich um eine Sammlung von zwölf Kurzgeschichten und einem Gedicht. Eingeleitet von einem Vorwort und einem Prolog.

Vorwort

Prolog

Wollust

Der Puppenspieler

Keine Angst

Ein Zeichen der Liebe

Schulfreundinnen

Der Teppich

Dampf

Bistecca Mafia

Kricks Bilder

Stühle, hochgestellt nach Mitternacht

Ertappt!

Vrooommm!

Moritat

 

Meinung:

Die Kurzgeschichten spielen im Köln der 90er Jahre, oder handeln von Kölner Charakteren, auf die im Vorwort noch ganz kurz erklärend eingegangen wird (für nicht-Kölner).

Die Geschichten aufzuzählen die mir besonders gefallen haben, erweist sich schnell als schwierig.

Tatsächlich finde ich fast alle Kurzgeschichten dieses Buches sehr gut. Manche sind überraschend, Andere sind spannend und blutig, oder sie sind einfach nur gut und klug geschrieben.

Ich bin richtig begeistert von dieser Sammlung.

Wie so oft bei Kurzgeschichten, finde ich die Kürzeren meist etwas besser. Die sind auch hier etwas interessanter. Die Längeren waren manchmal zwar etwas voraussehbar, aber immer noch toll geschrieben.

Der Stil ist sehr gut und das Buch ist spannend bis zur letzten Seite. Topp!

 

ISBN 978-3-442-45923-0

Goldmann, 2007

304 Seiten

Dienstag, 6. August 2019

„Venezianisches Finale - Commissario Brunettis erster Fall“ von Donna Leon

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Inhalt:

Brunetti ist Kommissar in Venedig und lebt dort mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Er wird in die Oper beordert. Der weltberühmte Dirigent Wellauer wurde tot in seiner Kabine gefunden. Vergiftet mit Zyankali. Bald sieht sich Brunetti mehreren Verdächtigen gegenüber. War es Wellauers junge Ehefrau, oder vielleicht sogar die Operndiva, die eine heimliche Geliebte hat, oder...?

 

Meinung:

Es handelt sich bei diesem Roman um einen klassischen Krimi. Brunetti geht verschiedenen Spuren nach, die ihn in unterschiedliche Richtungen führen. Als Leser hat man gute Möglichkeit ein bisschen mit zu Rätsel. Auf dieser Ebene sehr gut geschrieben und auch für mich (die nicht so gern Krimis und Thriller liest) angenehm und interessant.

Die Charakterausarbeitung von Brunetti gefällt mir auch ausgesprochen gut. Im Laufe der Geschichte lernen wir den Commissario immer besser kennen. Mir wurde er immer sympathischer.

Überhaupt finde ich die einzelnen Szenen sehr gut geschrieben und ausgewogen auf einander abgestimmt.

Natürlich liebe ich die Beschreibungen von Venedig - ich war selbst schon zweimal in dieser wunderschönen Stadt. Wobei Touristen/ der Tourismus in dem Roman eigentlich nicht so gut bewertet wird (aus weitläufig bekannten Gründen). Man wünscht sich beim Lesen fast ein bisschen, dass die Venezianer endlich wieder unter sich bleiben könnten.

Das Buch gefällt mir insgesamt wirklich ganz gut. Dennoch werde ich wohl keinen weiteren Brunetti Fall lesen. Ich war neugierig, weil die Reihe mittlerweile so bekannt ist und ich würde auch nicht enttäuscht. Mehr davon brauche ich jetzt allerdings auch nicht mehr.

 

ISBN 978-3-257-22780-2

Diogenes, 1995

350 Seiten

Donnerstag, 1. August 2019

„Martin Benner 2 – Bruderlüge“ von Kristina Ohlsson

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Inhalt:

Martin Benners Überlebenskampf geht in die zweite Runde. Um Belle und Lucy zu beschützen muss er herausfinden wer ihm die Morde anhängen will und wo Mio ist. Oder Lucifer wird seine kleine Belle umbringen lassen...

 

Meinung:

Natürlich musste ich das Buch lesen, nachdem ich am Ende von „Schwesterherz“ erfahren habe, dass es ein Zweiteiler ist... so eine Überraschung mag ich ja gar nicht.

Leider muss ich auch sagen, dass mir schon während des ersten Bandes schwante, wie die Geschichte ausgehen wird, bzw. wer der mysteriöse Lucifer wohl sein mag. Und genau so ist es dann auch gekommen. Schade.

An sich ist das Buch wirklich gut und spannend geschrieben. Besser als sein Vorgänger.

Es gibt kein Happy End auf allen Ebenen und auch hier finde ich nicht alles logisch. Um das näher zu erläutern, müsste ich jetzt aber zu viel vom Inhalt preisgeben. Darauf hab ich echt keine Lust. Ich kann also nur dazu sagen, dass ich vom Ende etwas enttäuscht bin.

Außerdem wird dann auch zu viel in den letzten Seiten abgeschlossen, was vorher lange aufgebaut wurde. Zu abrupt, zu wenig erklärt und nicht mehr atmosphärisch. Sehr schade, da mir der Stil insgesamt so gut gefällt.

 

ISBN 978-3-7341-0695-8

Blanvalet, 2019

448 Seiten

Sonntag, 14. Juli 2019

„Simpel“ von Marie-Aude Murail

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Inhalt:

Simpel ist 22 Jahre alt, geistig zurückgeblieben und zieht mit seinem 17-Jährigen Bruder, Colbert, in eine Studenten WG. Colbert versucht alles zu schaffen und Simpel davor zu bewahren vom gemeinsamen Vater, der von Simpel die Nase voll hat, wieder in die Anstalt geschickt zu werden.

 

Meinung:

Das Buch ist einfach geschrieben und kommt daher auch äußerst warmherzig daher. Die Einfachheit spiegelt auch Simpel wieder, der geistig auf dem Niveau eines Dreijährigen denkt. Gerade als junge Mutter finde ich das sehr berührend und einprägsam.

Natürlich beeinflusst Simpel die Sichtweise der Menschen um ihn herum und dadurch auch die des Lesers. Man merkt, wie sich manche Menschen allein dadurch verbessern, dass Simpel ihnen ihre Beschränktheit vor Augen führt.

Leider ist das Buch sehr kurzweilig und der Prozess den die Leute um ihn herum durchleben wird viel zu schnell abgespult. Hier fehlt etwas Tiefe und Entwicklung, oder die Ausarbeitung zu den Veränderungen.

Die Charaktere sind alle recht einfach und durchschaubar gehalten, es handelt sich ja auch um ein kurzes, aber eindringliches Jugendbuch. Ganz gut gelungen.

Meiner Meinung nach, bedarf das Thema noch viel umfassendere Werke und mehr Ausarbeitung. Ein umfassender Roman wäre meiner Meinung nach immer noch genauso spannend, weil jede Lebenssituation so interessant wird.

Mir gefällt das Buch ganz gut, es ist mir nur ein wenig zu kurz gehalten.

 

ISBN 978-3-596-80649-2

Fischer, 2009 (c. 2004)

304 Seiten

Donnerstag, 11. Juli 2019

„Martin Benner 1 – Schwesterherz“ von Kristina Ohlsson

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Inhalt:

Martin Benner ist ein schwedischer Anwalt der gerne Frauen aufreißt, sich aber auch um seine vierjährige Nichte kümmert, seit ihre Eltern umgekommen sind. Eines Tages wird er auf einen Fall angesetzt, bei dem es um eine vermeintliche Serienmörderin geht (Sarah „Texas“ Tell), die fünf Morde gestanden hat, bevor sie sich ungebraucht hat. Benner interessiert sich für den Fall und verstrickt sich immer mehr in eine ausweglose Lage, bei der um sein Leben und dass seiner Nichte und seiner Freundin (Lucy) fürchten muss...

 

Meinung:

Lange Rede, kurzer Sinn: es ist das erste von zwei Büchern zu dem Fall Sarah Texas. Ich wusste malwieder nicht, dass es sich um einen Mehrteiler handelt, als ich angefangen hab das Buch zu lesen.

Ein bisschen enttäuschend, wenn man nur noch zehn Seiten zu lesen hat und realisiert, dass es hier jetzt keinen richtigen Abschluss geben kann...

An sich ist der Roman im Großen und Ganzen recht spannend. Obwohl ich zwischendurch auch mal gedacht habe, dass es andauernd ein Hin und Her gibt, was sich ständig zu wiederholen scheint. Wobei ich mir vorstellen kann wie schwierige es sein muss hier etwas ganz Neues, Kreatives zu entwickeln.

Der Hauptcharakterzug wirkt auf mich äußerst sympathisch. Wobei ich mir am Anfang zugegebenermaßen schwer damit getan habe, ihn mir als großen Schwarzen vorzustellen. Immerhin ist das Buch von einer schwedischen Frau geschrieben worden. Ab ungefähr der Mitte, fiel es mir aber nicht mehr sonderlich schwer.

Insgesamt finde ich die Geschichte ganz gut. Jedoch kann ich im Nachhinein nicht behaupten, dass alles sehr logisch ist. Die Gedankengänge sind mir besonders am Schluss teilweise etwas schwer nachzuvollziehen gewesen.

 

ISBN 978-3-7341-0694-1

Blanvalet, 2019

496 Seiten

Donnerstag, 27. Juni 2019

„Wo drei Flüsse sich kreuzen“ von Hannah Kent

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Inhalt:

Ein abgelegenes, irisches Tal, 1825/1826. Nóras Leben ist aus den Fugen geraten. Vor wenigen Wochen ist ihr Schwiegersohn gekommen, hat verkündet dass ihre Tochter gestorben ist und lässt den vierjährigen Micheál bei Nóra und ihrem Mann zurück. Jetzt ist ihr Mann plötzlich tot umgefallen und andere. Das ganze Dorf scheint verflucht zu sein. Liegt es am kleinen Micheál? Der Junge war früher gesund, aber jetzt kann er nicht mehr laufen und sprechen. Er ist verkrüppelt und heult nur rum. Nóra holt sich die Magd Mary an den Hof, weil sie allein nicht mehr klar kommt. Aber zunehmend ist sie davon überzeugt, dass das nicht ihr Enkel ist, sondern ein Feenwesen, das sich bei ihr eingenistet hat. Kann die Kräuterfrau, Nance, ihr noch helfen? Sie hat die Gabe.

 

Meinung:

Zunächst habe ich gedacht es handelt sich um einen historischen Roman mit Fantasyinhalten. Bis ich begriff, dass die Feen Geschichten alle Aberglauben sind und damit die Aussage des Buches sich komplett ändert.

Am Ende ist es erschreckend wie die Menschen handeln, wenn sie durch Aberglaube und Unwissen gelenkt werden.

Die Geschichte ist äußerst spannend geschrieben und kommt einem wie ein Thriller vor.

Die alten Bräuche und das Leben der Zeit wirken authentisch. Und scheinbar hat die Autorin auch viel Zeit in die Recherche investiert, wenn man ihren Beschreibungen und Dankesbekundungen am Ende trauen darf. Sie schreibt, dass sie inspiriert wurde von einem echten Fall aus dieser Zeit. Ich finde man merkt, dass sich alles so zugetragen haben könnte. Das macht alles noch intensiver und stimmt mich nachdenklich.

Wenn ich bisher an Feen der irischen Sagenwelt, an Kräuterfrauen und alte Bräche gedacht habe, so muss ich zugeben, dass mein Blick darauf romantisch verklärt war. Hier wird eine ganz andere Seite präsentiert. Ein Realismus über die schrecklichen Auswirkungen die Aberglauben haben kann.

Trotzdem ist nicht alles „böse“ in dem Buch. Im Dorf gibt es sowohl Hetzer, als auch gute Menschen, die einander helfen und beistehen. Das wirkt äußerst beruhigend. Ohne diese Figuren hätte ich den Schluss wohl als zu krass empfunden. So wirkt das Buch sehr ausgeglichen und hat mich wirklich überzeugt.

Der Roman hat es geschafft mich zu überraschen. Das kam schon lange nicht mehr vor und freut mich riesig.

 

ISBN 978-3-4263-0660-4

Droemer, 2019

432 Seiten

Montag, 17. Juni 2019

„Der Sommer der schwarzen Schafe“ von Joanna Cannon

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Inhalt:

Mrs. Creasy ist plötzlich spurlos verschwunden - sie hat nicht mal ihre Schuhe mitgenommen. Gracie (10) und Ihr Freundin Tilly versuchen heraus zu finden, ob jemand in ihrer Straße was weiß und ob irgendwo auch Gott zu finden ist.

Der Sommer brennt heiß und nach und nach kommen viele Geheimnisse ans Licht.

 

Meinung:

In dem Roman geht es um Vorurteile und Engstirnigkeit. Die Leute, die am besten in die Gesellschaft integriert sind, haben am Ende am meisten verbrochen.

Die unschuldigen Kinder wirken bei ihrer Suche nach Gott als starker Gegenpol zu den üblen Geschichten der Nachbarn. Das ist ganz gut gemacht. Für mich wirkt die Suche nach Gott jedoch ein bisschen konstruiert. Ich bin mir nicht sicher wie realistisch es ist, dass zwei zehnjährige Mädchen das so ernst nehmen würden...

Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sind auch wiederkehrende Themen in dem Buch. Aber auch wenn der Roman zum größten Teil in den siebziger Jahren spielt, könnte man denken die Handlung soll gerade Aktualität haben. Für mich passt es aber nicht mehr zur heutigen Zeit und Denkweise. Für so engstirnig halte ich auch heute nicht die ab gelegenste Kleinstadt Straße.

Konsequenzen für die die Verbrechen könnte es am Ende geben, das bleibt aber offen. Also gibt es für mich nicht mal einen befriedigenden Abschluss. Überhaupt wieder Entwicklung schon bei der Hälfte sehr gut vorhersehbar. Für mich gab es am Ende keine Überraschung mehr. Sehr schade.

Ich fand den Stil sehr gut. Erinnert mich an einen frühen Stephen King - Kleinstädter aus ihrer eigenen Perspektive in wechselnder Erzählweise. Ich hätte noch ewig weiterlesen können, obwohl ich die Handlung wenig überraschend und interessant finde.

 

ISBN 978-3-7341-0597-5

Blanvalet, 2019

416 Seiten

Mittwoch, 29. Mai 2019

„Die Frau aus Tausendundeiner Nacht“ von Denise Zintgraff

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Inhalt:

Die Autorin beschreibt ihren zweijährigen Aufenthalt in einem saudi-arabischen Harem. Als Gast einer Prinzessin ist sie angestellt deren Sohn (6-7 Jahre alt) in Französisch zu unterrichten und ihm die westliche Welt näher zu bringen.

Zintgraff wird von der „Haremsfamilie“ liebevoll aufgenommen und hält sich, aus Angst vor schlimmer Bestrafung, auch gern an die Regeln der Scharia. Sie ist überrascht als sie entdeckt welch friedliches, familiäres Leben sie in diesem sehr wohlhabenden Harem führt...

 

Meinung:

Die kurze Geschichte der Autorin ist gekennzeichnet von Höhen und Tiefen. Voller Abenteuerlust bricht sie nah Riad auf. Zwischendurch erlebt sie melancholische, aber friedliche Zeiten. Am Ende befürchtet sie sich selbst zu verlieren und „flieht“ aus der Sicherheit, die der Harem ihr bietet.

All dies ist mit einer akzeptablen Sensibilität geschrieben. Da es aber gleichzeitig recht knapp geschildert ist, fühlt man sich als Leser vielleicht doch manchmal überrumpelt. Ich hätte gerne mehr erfahren. Meine Neugier ist nicht gestillt worden. Mir verbleiben leider zu viele Fragezeichen über meinem Kopf.

 

ISBN 978-3-5477-9957-6

München Schröder, 1999

290 Seiten

Mittwoch, 8. Mai 2019

„Der Bücherdrache“ von Walter Moers

Inhalt:

Wieder eine Erzählung (Kusntmärchen) aus der Sicht des fiktiven zamonischen Autors Hildegunst von Mythenmetz, rund um Ereignisse um und in den Katakomben Buchhaims.

Der „Buchling Hildegunst“ lernt den Bücherdrachen im Untergrund kennen und stellt sich hauptsächlich philosophischen Fragen an sich und seine Umgebung.

 

Meinung:

Endlich wieder ein etwas umfangreicher Zamonien-Roman, worauf ich mich sehr gefreut habe.

Leider war die Erzählung manchmal etwas langatmig und daher für mich an vielen Stellen einfach nur ermüdend. Und wieder fühlt es sich so an, als soll das Buch nur wieder als Platzhalter für weitere Geschichten dienen, was für mich etwas enttäuschend war. Ich finde, Moers sollte wieder Einzelwerke schreiben – mehrteilige Geschichten scheinen in künstlerisch eher zu überfordern (was ich gut nachvollziehen kann).

An dieser Stelle kann ich gar nicht mehr viel über den Roman sagen. Es war halt ein typisches Werk des Autors. Wieder wunderschön in der Gestaltung und Aufmachung. Die Zeichnungen des Autors sind ein Kaufgrund für mich.

Insgesamt hat mir das Buch trotz der Inhaltlichen Schwächen Spaß gemacht, aber nur weil ich die Fantasie und das Künstlerische Moers Werke so sehr mag.

 

ISBN 978-3-328-60064-0

Penguin, 2019

190 Seiten

Donnerstag, 25. April 2019

„Betty und ihre Schwestern“ (Little Women) von Louisa May Alcott

(Ungekürzte Gesamtausgabe)

Inhalt:

Meg, Jo, Betty und Amy sind Schwestern und leben in Neuengland (USA) zum Ende des amerikanischen Bürgerkriegs. Der Vater ist noch nicht wieder zurück zuhause und die Mutter wartet mit ihren Töchtern sehnsüchtig auf sein Kommen. Derweil freundet Jo sich mit dem Nachbarsjungen, Laurie, an, der mit der Zeit ein Teil der Familie wird.

 

Meinung:

Das Buch steckt voller Liebe. Anders kann ich es nicht sagen. Die Gefühle werden behutsam behandelt, so kommt mir der Schluss auch nicht zu kitschig vor. Trotzdem habe ich am Ende ein paar Tränen verdrückt.

Insgesamt finde ich die Geschichte sehr bewegend.

Wenn man sich erst mal an die etwas altertümliche Sprache der alten Übersetzung gewöhnt hat, lässt sich das Buch auch recht flüssig lesen. Dennoch gibt es viele Wörter bei denen ich mich insgeheim frage, ob die Übersetzung hier überhaupt stimmt. So unbekannte Bezeichnung habe ich selten gelesen. Da bin ich etwas argwöhnisch.

Den deutschen Titel „Betty und ihre Schwestern“ fand ich schon immer irritierend. Es geht um alle vor Mädchen. Der Schwerpunkt liegt vielleicht sogar eher bei der aufgedrehten Jo.

Alcott hat einige autobiographische Szenen verarbeitet und lässt sich wohl am ehesten in Jos Charakter wiederfinden. Darum bekommt Jo verständlicherweise auch etwas mehr „Spielzeit“...

Als Liebhaberin der japanischen Zeichentrickserie „Eine fröhliche Familie“, die auf diesem Roman basiert, hätte ich schon einige Erwartungen an das Buch. Diese Erwartungen wurden übertroffen. Die Charaktere werden liebevoll gezeichnet und ich finde die Ansichten teilweise äußerst emanzipiert für diese Zeit (geschrieben und veröffentlicht in den 1860er Jahren!).

Langweilig ist das Buch an keiner Stelle und einmal musste ich sogar mittendrin weinen.

Es gibt lustige Passagen und einige Abenteuer. Es gibt Romantik, aber auch Schattenseiten.

Ein rund herum gelungener Roman. Ich liebe es.

 

ISBN 978-3-7306-0217-1

Anaconda, 2015 (c.1869)

608 Seiten

Donnerstag, 7. März 2019

„Ruf der Wildnis“ von Jack London

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Inhalt:

Buck ist ein Mischlingshund, halb Bernhardiner, halb Deutscher Schäferhund und lebt ein sorgenfreies Leben auf einer Farm. Eines Tages wird er vom Gärtner an einen Hundehändler verkauft und landet im Schnee und Eis des Nordwestens von USA und Kanada. Das Goldfieber ist im Yukon-Gebiet ausgebrochen und er muss als Schlittenhund so manches erleiden.

Am Ende hört er den Ruf der Wildnis.


Meinung:

Mich hat es schon seit längerem gereizt ein Buch von Jack London zu lesen. Ich bin ein großer Fan von dem Film „Into the Wild“ und dieses Buch gehört zur Pflichtlektüre des Protagonisten.

Es geht um den Weg zur Freiheit. Nachdem alle Ketten gesprengt sind, auch noch die eigenen Fesseln zu überwinden und sich gänzlich von der Welt loszulösen.

Auch im Roman trauert Buck seiner Vergangenheit nicht nach. Sein Blick ist meistens auf das Hier und Jetzt gerichtet.

Jedoch manchmal nimmt der Hund die Verbindung zu längst vergangenen Zeiten auf und hat Visionen von der Zeit als Mensch und Hund sich aneinander gewöhnt haben.

Diese Szenen sind erstaunlich gut hineingearbeitet und wirken weder verklärt, noch esoterisch. Dafür ist die Darstellung der gesamten Geschehnisse viel zu realistisch und zu hart. Gefällt mir sehr gut.

Aus meiner Sicht handelt es sich bei diesem Werk um einen Klassiker der Literatur. Für seine Zeit hat London einen modernen Abenteuerroman geschrieben in ganz neuem Stil.

Das Buch ist kurzweilig und mitreißend. Man fühlt die Entbehrungen und Ungerechtigkeiten, die Buck in seinem Leben erfahren muss. Am Ende freue ich mich über seine Flucht aus einer Welt der Beschränkungen, Misshandlungen und Grenzen. Er ist frei und ich fühle mit ihm.

 

ISBN 978-3-4733-9171-4

Ravensburger, 1991 (c.1903)

96 Seiten

Montag, 4. März 2019

„You go me on the cookie” von Dana Newman

Inhalt:

Dana Newman berichtet von ihrem abenteuerlichen Weg zur deutschen Sprache. Wie sie über Jahre hinweg immer wieder über deutsche Ausdrücke gegrübelt hat und welchen Fällen und Fettnäpfchen sie erlegen ist.

 

Meinung:

Das kleine Büchlein ist sehr unterhaltsam geschrieben, so dass ich es in kurzer Zeit gelesen habe. Erst am Ende ist mir aufgefallen, dass sie das Buch erst in Englisch geschrieben hat und es übersetzen lies. Schade. Ich würde ihr zutrauen, dass sie auch auf Deutsch schreiben könnte. Sie ist ja mittlerweile eine richtige Deutsch-Expertin...

Ich mag ihre liebevolle und positive Art. Deswegen war ich mir auch direkt sicher, dass ich das Buch kaufen muss wenn es erscheint. Und ich würde nicht enttäuscht.

Das Buch hilft mir auch mein Englisch zu verbessern, weil manche Redewendungen und Ausdrücke so eingehend beschrieben sind, dass mir ihr Unterschied jetzt auch verinnerlicht wurde. Zumindest habe ich das Gefühl. Ob ich es anwenden könnte sei dahingestellt. (Über das „sei“ hat sie sich auch ausgelassen...)

Am schönsten finde ich immer die Stellen wo sie von Situationen mit ihrem Ehemann, Stefan, schreibt. Die Beiden sind so ein süßes Paar.

Ich schaue mir Danas Blog immer sehr gerne an und bin danach immer ein kleines bisschen erheitert. Oder sogar glücklicher?

Das Buch hat mich öfters zum Schmunzeln gebracht, oder sogar auch mal zum Lachen.

Vielleicht würde es mir nicht so gut gefallen, wenn ich die Autorin nicht schon seit Jahren auf YouTube verfolge, aber ich bin von dem Buch begeistert.

 

Zitat:

Englisch: Million

Deutsch: Million

Yay, passt!

 

Englisch: Billion

Deutsch: Billion

Uaaahhh!

Die deutsche Billion ist nämlich nicht dieselbe wie die amerikanische. Eine deutsche Billion ist eine amerikanische trillion, und eine amerikanische billion wiederum ist im Deutschen eine Milliarde. Wer braucht Feinde, wenn man solche falschen Freunde hat?

(Seite 52)

 

ISBN 978-3-442-17775-2

Goldmann, 2019

210 Seiten

Sonntag, 3. März 2019

„Pavel Pock und die Wunderschreibmaschine“ von Hermann Multhaupt

Bild-Quelle: booklooker.de

Inhalt:

Pavel muss mit seiner Frau die geliebte Heimatstadt Pockkretzliberg verlassen, weil er als Dichter und Geschichtenschreiber nicht mehr genug verdienen kann. Eine Fee hilft ihm und schenkt ihm eine Wunderschreibmaschine...

 

Meinung:

Die Erzählung ist von einem traurigen Unterton getragen und wirkt dadurch sehr einfühlsam.

Es handelt sich um ein Bild gegen die schnelllebige Welt in der wir alle Leben. Das Streben nach Reichtum und Ruhm wird kritisiert und Glück als gesamtes Bild hinterfragt.

Die Geschichte ist kurz und prägnant. Sie regt zum Nachdenken an, was mir sehr gefällt.

Ich muss nur leider kritisieren, dass durch die kleine Erzählung alles moderne und Wünsche nach Wohlstand etwas verteufelte werden. Hier gibt es keinen Mittelweg und alles fühlt sich für mich nach Schwarz oder Weiß an. Das mag ich eigentlich nicht so. Aber weil ich mir natürlich darüber bewusst bin, dass es extra so zugespitzt dargestellt wird, um eine gewisse Verständlichkeit zu garantieren, kann ich das gut für mich ertragen.

Das Buch liest sich wie ein Märchen der Neuzeit und ist aus meiner Sicht auch gut geschrieben. Davon könnte ich auch gerne mehr lesen.

 

Paderborn, Bonifatiuswerk der Kinder ca. 1985

32 Seiten

Freitag, 1. März 2019

„Mörder ohne Gesicht“ von Henning Mankell

Inhalt:

Kommissar Wallander ermittelt in einem Doppelmord. Ein altes Ehepaar wird in einer kalten Januarnacht bestialisch ermordet. Die Frau konnte vor ihrem Tod noch den Hinweis auf Ausländer geben. Als die Presse davon erfährt geht eine ganz andere Jagd los und schließlich wird auch Wallander bedroht.

 

Meinung:

Der Roman stellt sich gleichzeitig als Charakterstudie zu der Person des Kommissar Wallander heraus.

Kurt Wallander wurde vor kurzem von seiner Frau verlassen. Er ist traurig und muss aufpassen nicht zum Alkoholiker zu werden.

Der Leser begleitet ihn auch durch seinen kompletten Alltag. Doch neben seinem Beruf bleibt ihm kaum Freizeit und man kann seine Ermattung nachfühlen.

Das Buch glänzt dadurch, dass Wallander alles andere als perfekt dargestellt wird. Er hat Macken und Kanten und trifft auch immer wieder schlechte Entscheidungen. Das gefällt mir sehr gut.

Die Kriminalgeschichte finde ich weniger interessant. Klar möchte man wissen wer der Mörder ist, aber wirkliche Spannung kommt nur an wenigen Stellen auf.

Umso erstaunter bin ich, dass es sich um einen Thriller handeln soll. Wallander erlebt zwar ein oder zwei gefährliche Situationen, in diese hat er sich aber selbst hinein manövriert. Er wird weder von den Bösewichten verfolgt, noch wird er psychisch fertig gemacht (zumindest nicht wirklich, bzw. er ist selbst nicht ängstlich deswegen).

Daher kann ich das Buch nicht als Thriller einstufen, sondern „nur“ als Krimi. Was nicht heißt, dass ich das schlechter finde.

Ich wollte unbedingt mal ein Buch von Mankell lesen, da er ja ein viel gefeierter Autor der Neuzeit ist. Insgesamt muss ich aber sagen, dass meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Habe mir irgendwie doch mehr von dem Buch versprochen. Vor allem hat es mir an Spannung gefehlt. Das ist aber auch sehr schwierig umzusetzen, bei einem Roman der gerade mal etwas mehr als 330 Seiten dick ist...

 

ISBN 978-3-423-20232-9

dtv, 1999

334 Seiten

Montag, 11. Februar 2019

„Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard“ von Neil Gaiman


Inhalt:

Odd flieht vor seinem verhassten Wikinger Stiefvater, nachdem er sich beim Baumfällen das Bein zertrümmert hat. Nachdem er durch die Kälte gewandert ist und in der alten Jagdhütte seines toten Vaters angekommen ist, trifft er bald auf einen Fuchs, einen Adler und einen Bär. Es handelt sich um die verwandelten Götter Loki, Odin und Thor. Er hilft den Dreien und begibt sich auf eine Reise die sein Leben verändert...

 

Meinung:

Es handelt sich um eine wirklich nette kleine Geschichte rund um die nordischen Götter und ihre Heimat Asgard.

Ein kurzes Märchen über Mut und Selbstfindung.

Das Buch ist schnell gelesen und der Stil überaus klar und gleichzeitig fantasievoll. Es macht Spaß die Geschichte von Odd mitzuverfolgen.

Typisch für Märchen wird der Hauptcharakter nicht tiefgehend beschrieben. Das ist aus meiner Sicht auch nicht nötig hier, da das Buch kurzweilig ist und von der gerafften Erzählung lebt.

Ich denke, ich werde es meinen Jungs mal abends vorlesen wenn sie ein bisschen älter sind. Ist wohl am besten für Kinder geeignet und Träumer wie mich.

Wird erst mal aufgehoben. Hat Spaß gemacht.

 

Zitat:

Darauf erfüllte Stille die kleine Hütte. Nur im Feuer knackte und zischte ein verbrennender Tannenzweig.

»Tja«, sagte Odd, »ob ihr jetzt Götter seid oder nicht, ich kann euch nicht weiter durchfüttern, wenn der Winter noch länger anhält. Ich schätze, ich kann nicht mal mich selber durchfüttern.«

»Wir werden nicht sterben«, sagte der Bär

(Seite 44)

 

ISBN 978-3-401-50692-0

Arena, 2015 (c.2008)

116 Seiten

Freitag, 8. Februar 2019

„Tarzan und der Verrückte“ von Edgar Rice Burroughs


Dieser Roman wird 1964 veröffentlicht und erscheint im deutschsprachigen Raum als vorletzter Band der Tarzan Reihe. In meinem Sammelband kommt dieses Buch nach dem letzten Buch (Tarzan und die Schiffbrüchigen), was mich eher irritiert.

 

Inhalt:

Tarzan verfolgt einen Mann der sich als Tarzan aushiebt und in dessen Namen viel Unheil angerichtet hat unter Tarzans Freunden und Verbündeten.

 

Meinung:

In diesem Roman tritt Tarzan verhältnismäßig selten in den Mittelpunkt der Handlung. Er wirkt auf mich eher wie ein allgegenwärtiger Nebencharakter.

Die meiste Zeit über geht es um Sandra, die vom falschen Tarzan verschleppt wird in das versteckte Königreich Alentejo.

Sie wird immer wieder von jemandem geraubt oder eingesperrt. Das vermittelt das Bild einer zwar intelligenten aber hilflosen jungen Frau. Untermauert wird es davon, dass sie sich zuletzt in ihren Entführer verliebt, was für mich nicht zur Handlung passt, ist sie doch zum Beispiel so erschrocken von seinen grausamen Taten, die sie teilweise selbst miterlebt...

In diesem Roman werden die Eingeborenen Stämme und deren brauche stärker beleuchtet. Das finde ich zwar interessant, aber ich weiß nicht in wie weit es der Realität entsprochen hat.

In dem Nachwort von Georg Seeßlen wird mehrfach betont, dass Burroughs niemals den afrikanischen Kontinent besucht hat. Außerdem wissen wir ja, dass sich die Tarzan Abenteuer auch teilweise als Science Fiction einstufen lassen.

Dieses Wissen verdirbt den Lesespaß aber keineswegs. Die Figur des Tarzan bleibt für mich mysteriös und interessant.

Seeßlen bezeichnet die Geschichte für mich treffend als „Mythos“. Auf dem Buchrücken meines Sammelbandes heißt es „Legende“. Ich finde beides richtig.

Schade, dass Seeßlen im letzten Kapitel die Freude an seinem Nachwort und den Spaß an Tarzan in der Popkultur etwas verdirbt, wenn er davon schreibt, dass das „Kindergeburtstagsmusical, diese beliebige Mittelstandsmoral [...]“ kritisiert.

Ich bin begeistert von den Tarzan Büchern. Ich muss jetzt zwar kein anderes davon mehr lesen (die drei Gelesenen genügen mir), aber der Mythos bleibt mir bestimmt immer in Erinnerung.

Ein sehr unterhaltsames Abenteuer das ich als Klassiker empfinde.

 

ISBN 978-3-453-41045-9

Heyne, 2012 (c.1964)

202 Seiten

Donnerstag, 24. Januar 2019

„Tarzan und die Schiffbrüchigen“ von Edgar Rice Burroughs

Inhalt:

Es sind einige Jahre vergangen. Tarzan wird von einem verhassten Feind gefangen und verkauft. Er soll als Zirkusattraktion ausgestellt werden. An Bord des Schiffes, auf dem er und verschiedene wilde Tiere transportiert werden, wird gemeutert. Nachdem dann noch die Besatzung einer Yacht gefangen genommen wird, gerät das Schiff in einen Sturm und läuft auf einer einsamen Insel aus. Doch ist die Insel wirklich so einsam wie es scheint...?

 

Meinung:

Es handelt sich hierbei um ein kurzweiliges Abenteuer. Es ist äußerst spannend geschrieben und steckt voller Action.

Natürlich ist Tarzan wieder der Held der fast alle Probleme löst und die Menschen rettet. Hier bietet das Buch keinerlei Überraschung.

Aber die anschaulicheres interessante Art und Weise wie die Insel, die Maya, die wilden Tiere und überhaupt alles beschrieben werden ist eindrucksvoll. Die Geschichte ist mittreißend und unterhaltsam.

Schade, dass die Liebesgeschichte wieder kein ersehntes Ende bekommt. Aber das wäre auch gar zu kitschig.

Leider muss ich sagen, dass mir das Ende dann doch zu schnell gekommen ist. Hier fehlt noch ein Epilog oder eine andere Schlusssequenz. So wirkt das Buch auf mich doch recht abgehackt zum Schluss.

Tarzan und die Schiffbrüchigen ist das letzte Tarzan-Abenteuer das im deutschsprachigen Raum erschienen ist. Der Autor hat noch eine letzte Geschichte geschrieben, die aber unvollendet blieb und hier nicht erschienen ist.

Ich lese noch einen weiteren Tarzan-Roman der in meiner Tarzan Ausgabe enthalten ist: Tarzan und der Verrückte.

(Vorletztes Abenteuer im deutschsprachigen Raum)

 

Zitat:

[..] Er fragte sich, ob er sich jemals erholen würde, sorgte sich aber nicht allzu sehr darum, nicht mit Menschen kommunizieren zu können.

(Seite 15)

 

ISBN 978-3-453-41045-9

Heyne, 2012 (c.1940/1941/1964)

132 Seiten

Mittwoch, 16. Januar 2019

„Tschick“ von Wolfgang Herrndorf

Inhalt:

Es sind Sommerferien und Maik (14) ist malwieder allein zuhause. Da reißt ihn der Neue, Tschick, aus seinem Selbstmitleid und seiner Lethargie. Aber welchen Unsinn stellen die Beiden wohl an...?

 

Meinung:

Ein Roadmovie in Buchform.

Ich bin hin und her gerissen, ob ich das Buch gut finde oder nicht.

Der Erzählstil ist jugendlich, klingt mir aber manchmal zu konstruiert. Denn an anderen Stellen wirkt der Charakter ganz und gar nicht jugendlich sondern eher altklug. Hier kommt dann meiner Meinung nach eher der Autor durch.

Mein Gefühl sagt mir, dass das Buch versucht eine gewisse Lebensweisheit zu vermitteln. Man soll den Augenblick leben und Gelegenheiten nicht verstreichen lassen. Und ein bisschen mutig soll man auch sein.

Aber am Ende hat ihm sein „Übermut“ zwar ein paar schöne Wochen beschert, aber ich finde seine Situation hat sicherer noch verschlechtert. Darauf wird aber nicht mehr eingegangen. Das finde ich nicht gut.

Überhaupt mag ich den Hauptcharakter eigentlich nicht besonders gerne.

Der „arme“ reiche Junge. Ich kann so richtig wenig Mitleid für unseren Protagonisten empfinden. Außer vielleicht am Ende, wo er (Achtung Spoileralarm) von seinem Vater so richtig verdroschen wird. Das ist richtig übel.

Diese Szene lässt eigentlich tief blicken, aber das wird dem Leser überlassen. Darauf wird n ihr mehr näher eingegangen. So bleiben die Hintergründe und anderen Umstände/Erklärungen außen vor. Sehr schade.

Es handelt sich ja auch wirklich um ein sehr kurzes Büchlein.

Dafür fand ich die Abenteuer der Beiden ganz cool und ansprechend. Äußerst unterhaltsam.

Aber für mich auch nicht mehr.

Als nächstes will ich mir mal Dir Verfilmung ansehen (Tschick, 2016).

Meine Erwartungen hierbei sind nicht besonders hoch. Ich kann mir aber vorstellen, dass man da noch schöne Gestaltungsmöglichkeiten mit Szenenbildner und Musik hat....

 

ISBN: 978-3-499 25635-6

Rowohlt, 2010

256 Seiten

Donnerstag, 10. Januar 2019

„Asterix (37) - Asterix in Italien“ (Comic) von Didier Conrad

Text von Jean-Yves Ferri

 

(NACHTRAG)

Hier muss ich zugeben, dass ich vergessen habe diesen Comic zu bloggen, daher weiß ich jetzt (2026) eigentlich nichts mehr über das Buch. Ich werde es bald nochmal lesen und dann noch mal was dazu schreiben J

 

ISBN 978-3-770-44037-5

Egmont, 2017

48 Seiten