Montag, 11. Februar 2019

„Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard“ von Neil Gaiman


Inhalt:

Odd flieht vor seinem verhassten Wikinger Stiefvater, nachdem er sich beim Baumfällen das Bein zertrümmert hat. Nachdem er durch die Kälte gewandert ist und in der alten Jagdhütte seines toten Vaters angekommen ist, trifft er bald auf einen Fuchs, einen Adler und einen Bär. Es handelt sich um die verwandelten Götter Loki, Odin und Thor. Er hilft den Dreien und begibt sich auf eine Reise die sein Leben verändert...

 

Meinung:

Es handelt sich um eine wirklich nette kleine Geschichte rund um die nordischen Götter und ihre Heimat Asgard.

Ein kurzes Märchen über Mut und Selbstfindung.

Das Buch ist schnell gelesen und der Stil überaus klar und gleichzeitig fantasievoll. Es macht Spaß die Geschichte von Odd mitzuverfolgen.

Typisch für Märchen wird der Hauptcharakter nicht tiefgehend beschrieben. Das ist aus meiner Sicht auch nicht nötig hier, da das Buch kurzweilig ist und von der gerafften Erzählung lebt.

Ich denke, ich werde es meinen Jungs mal abends vorlesen wenn sie ein bisschen älter sind. Ist wohl am besten für Kinder geeignet und Träumer wie mich.

Wird erst mal aufgehoben. Hat Spaß gemacht.

 

Zitat:

Darauf erfüllte Stille die kleine Hütte. Nur im Feuer knackte und zischte ein verbrennender Tannenzweig.

»Tja«, sagte Odd, »ob ihr jetzt Götter seid oder nicht, ich kann euch nicht weiter durchfüttern, wenn der Winter noch länger anhält. Ich schätze, ich kann nicht mal mich selber durchfüttern.«

»Wir werden nicht sterben«, sagte der Bär

(Seite 44)

 

ISBN 978-3-401-50692-0

Arena, 2015 (c.2008)

116 Seiten

Freitag, 8. Februar 2019

„Tarzan und der Verrückte“ von Edgar Rice Burroughs


Dieser Roman wird 1964 veröffentlicht und erscheint im deutschsprachigen Raum als vorletzter Band der Tarzan Reihe. In meinem Sammelband kommt dieses Buch nach dem letzten Buch (Tarzan und die Schiffbrüchigen), was mich eher irritiert.

 

Inhalt:

Tarzan verfolgt einen Mann der sich als Tarzan aushiebt und in dessen Namen viel Unheil angerichtet hat unter Tarzans Freunden und Verbündeten.

 

Meinung:

In diesem Roman tritt Tarzan verhältnismäßig selten in den Mittelpunkt der Handlung. Er wirkt auf mich eher wie ein allgegenwärtiger Nebencharakter.

Die meiste Zeit über geht es um Sandra, die vom falschen Tarzan verschleppt wird in das versteckte Königreich Alentejo.

Sie wird immer wieder von jemandem geraubt oder eingesperrt. Das vermittelt das Bild einer zwar intelligenten aber hilflosen jungen Frau. Untermauert wird es davon, dass sie sich zuletzt in ihren Entführer verliebt, was für mich nicht zur Handlung passt, ist sie doch zum Beispiel so erschrocken von seinen grausamen Taten, die sie teilweise selbst miterlebt...

In diesem Roman werden die Eingeborenen Stämme und deren brauche stärker beleuchtet. Das finde ich zwar interessant, aber ich weiß nicht in wie weit es der Realität entsprochen hat.

In dem Nachwort von Georg Seeßlen wird mehrfach betont, dass Burroughs niemals den afrikanischen Kontinent besucht hat. Außerdem wissen wir ja, dass sich die Tarzan Abenteuer auch teilweise als Science Fiction einstufen lassen.

Dieses Wissen verdirbt den Lesespaß aber keineswegs. Die Figur des Tarzan bleibt für mich mysteriös und interessant.

Seeßlen bezeichnet die Geschichte für mich treffend als „Mythos“. Auf dem Buchrücken meines Sammelbandes heißt es „Legende“. Ich finde beides richtig.

Schade, dass Seeßlen im letzten Kapitel die Freude an seinem Nachwort und den Spaß an Tarzan in der Popkultur etwas verdirbt, wenn er davon schreibt, dass das „Kindergeburtstagsmusical, diese beliebige Mittelstandsmoral [...]“ kritisiert.

Ich bin begeistert von den Tarzan Büchern. Ich muss jetzt zwar kein anderes davon mehr lesen (die drei Gelesenen genügen mir), aber der Mythos bleibt mir bestimmt immer in Erinnerung.

Ein sehr unterhaltsames Abenteuer das ich als Klassiker empfinde.

 

ISBN 978-3-453-41045-9

Heyne, 2012 (c.1964)

202 Seiten