Donnerstag, 22. August 2019

„Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind“ von Jonas Jonasson

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Inhalt:

Per Persson arbeitet als Rezeptionist in einem billigen Hotel, wo er schon gearbeitet hat, als es noch ein Puff war. Als die ehemalige Pfarrerin Johanna in sein Leben tritt, ändert sich sein Leben von Grund auf. Die Beiden stellen fest, dass sich der freigelassene Mörder Anders, der auch in dem Hotel wohnt, gut als Schläger macht und sie Geld mit ihm verdienen können. Aber plötzlich entscheidet sich Mörder Anders dazu, sich von der Gewalt anzuwenden und Jesus Weg gehen möchte. Wie können die Beiden sich jetzt noch an ihm bereichern und den anderen Ganoven der Stadt aus dem Weg gehen...?

 

Meinung:

Ich bin sehr überrascht von der schlichten Vergnüglichkeit dieses Romans. Er lässt sich wunderbar flüssig lesen und besitzt eine Heiterkeit und einfache Fröhlichkeit, die den meisten Büchern fehlt.

Da ich „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ auch gelesen habe, erwartete ich auch bei diesem Roman ab und zu Passagen, die etwas langatmig sein können. Das ist hier aber an keiner Stelle der Fall.

Tatsächlich hält das Buch einige Überraschung bereit und hebt sich, meiner Meinung nach, damit von den meisten anderen Romanen dieses Genres ab.

Von diesem Buch bin ich äußerst positiv überrascht und überlege schon, wem ich es als nächstes zu lesen gebe...

 

ISBN 978-3-570-58562-7

carl‘s books, 2016 (c. 2015)

352 Seiten

Sonntag, 11. August 2019

„Keine Angst“ (Kurzgeschichten) von Frank Schätzing

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Inhalt:

Es handelt sich um eine Sammlung von zwölf Kurzgeschichten und einem Gedicht. Eingeleitet von einem Vorwort und einem Prolog.

Vorwort

Prolog

Wollust

Der Puppenspieler

Keine Angst

Ein Zeichen der Liebe

Schulfreundinnen

Der Teppich

Dampf

Bistecca Mafia

Kricks Bilder

Stühle, hochgestellt nach Mitternacht

Ertappt!

Vrooommm!

Moritat

 

Meinung:

Die Kurzgeschichten spielen im Köln der 90er Jahre, oder handeln von Kölner Charakteren, auf die im Vorwort noch ganz kurz erklärend eingegangen wird (für nicht-Kölner).

Die Geschichten aufzuzählen die mir besonders gefallen haben, erweist sich schnell als schwierig.

Tatsächlich finde ich fast alle Kurzgeschichten dieses Buches sehr gut. Manche sind überraschend, Andere sind spannend und blutig, oder sie sind einfach nur gut und klug geschrieben.

Ich bin richtig begeistert von dieser Sammlung.

Wie so oft bei Kurzgeschichten, finde ich die Kürzeren meist etwas besser. Die sind auch hier etwas interessanter. Die Längeren waren manchmal zwar etwas voraussehbar, aber immer noch toll geschrieben.

Der Stil ist sehr gut und das Buch ist spannend bis zur letzten Seite. Topp!

 

ISBN 978-3-442-45923-0

Goldmann, 2007

304 Seiten

Dienstag, 6. August 2019

„Venezianisches Finale - Commissario Brunettis erster Fall“ von Donna Leon

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Inhalt:

Brunetti ist Kommissar in Venedig und lebt dort mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Er wird in die Oper beordert. Der weltberühmte Dirigent Wellauer wurde tot in seiner Kabine gefunden. Vergiftet mit Zyankali. Bald sieht sich Brunetti mehreren Verdächtigen gegenüber. War es Wellauers junge Ehefrau, oder vielleicht sogar die Operndiva, die eine heimliche Geliebte hat, oder...?

 

Meinung:

Es handelt sich bei diesem Roman um einen klassischen Krimi. Brunetti geht verschiedenen Spuren nach, die ihn in unterschiedliche Richtungen führen. Als Leser hat man gute Möglichkeit ein bisschen mit zu Rätsel. Auf dieser Ebene sehr gut geschrieben und auch für mich (die nicht so gern Krimis und Thriller liest) angenehm und interessant.

Die Charakterausarbeitung von Brunetti gefällt mir auch ausgesprochen gut. Im Laufe der Geschichte lernen wir den Commissario immer besser kennen. Mir wurde er immer sympathischer.

Überhaupt finde ich die einzelnen Szenen sehr gut geschrieben und ausgewogen auf einander abgestimmt.

Natürlich liebe ich die Beschreibungen von Venedig - ich war selbst schon zweimal in dieser wunderschönen Stadt. Wobei Touristen/ der Tourismus in dem Roman eigentlich nicht so gut bewertet wird (aus weitläufig bekannten Gründen). Man wünscht sich beim Lesen fast ein bisschen, dass die Venezianer endlich wieder unter sich bleiben könnten.

Das Buch gefällt mir insgesamt wirklich ganz gut. Dennoch werde ich wohl keinen weiteren Brunetti Fall lesen. Ich war neugierig, weil die Reihe mittlerweile so bekannt ist und ich würde auch nicht enttäuscht. Mehr davon brauche ich jetzt allerdings auch nicht mehr.

 

ISBN 978-3-257-22780-2

Diogenes, 1995

350 Seiten

Donnerstag, 1. August 2019

„Martin Benner 2 – Bruderlüge“ von Kristina Ohlsson

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Inhalt:

Martin Benners Überlebenskampf geht in die zweite Runde. Um Belle und Lucy zu beschützen muss er herausfinden wer ihm die Morde anhängen will und wo Mio ist. Oder Lucifer wird seine kleine Belle umbringen lassen...

 

Meinung:

Natürlich musste ich das Buch lesen, nachdem ich am Ende von „Schwesterherz“ erfahren habe, dass es ein Zweiteiler ist... so eine Überraschung mag ich ja gar nicht.

Leider muss ich auch sagen, dass mir schon während des ersten Bandes schwante, wie die Geschichte ausgehen wird, bzw. wer der mysteriöse Lucifer wohl sein mag. Und genau so ist es dann auch gekommen. Schade.

An sich ist das Buch wirklich gut und spannend geschrieben. Besser als sein Vorgänger.

Es gibt kein Happy End auf allen Ebenen und auch hier finde ich nicht alles logisch. Um das näher zu erläutern, müsste ich jetzt aber zu viel vom Inhalt preisgeben. Darauf hab ich echt keine Lust. Ich kann also nur dazu sagen, dass ich vom Ende etwas enttäuscht bin.

Außerdem wird dann auch zu viel in den letzten Seiten abgeschlossen, was vorher lange aufgebaut wurde. Zu abrupt, zu wenig erklärt und nicht mehr atmosphärisch. Sehr schade, da mir der Stil insgesamt so gut gefällt.

 

ISBN 978-3-7341-0695-8

Blanvalet, 2019

448 Seiten