Inhalt:
Das kleine Gespenst wohnt in einer Truhe hoch oben in einer Burg. Jede Nacht um Mitternacht spuckt es für eine Stunde durchs Schloss, bis es eines Tages entscheidet weiterzuschlafen und erst um zwölf Uhr mittags aufzuwachen, doch dann kann es plötzlich nicht mehr nachts aufwachen…
Meinung:
Dieses Buch habe ich an den letzten Abenden meinen Kindern vorgelesen, wollte es aber schon lange mal lesen. Die Kinder lieben die Geschichte und bevor wir eine Verfilmung davon schauen, wollte ich ihnen erst mal die Originalgeschichte näherbringen (und mir auch).
Es handelt sich hierbei um einen Klassiker der Kinderbücher und ich muss auch sagen, es ist wunderschön. Typisch für Preußler wirkt alles sehr magisch und fantasievoll. Man fiebert mit dem Hauptcharakter mit und möchte das kleine Gespenst am liebsten an die Hand nehmen und ihm helfen.
Die liebevolle Geschichte geht unter die Haut und auch die Kinder haben gebannt gelauscht. Ich liebe alle Bücher des Autors und finde es richtig schade, dass er schon gestorben ist. Seine Werke bezaubern uns schon seit Generationen.
Große Empfehlung meinerseits.
Manchmal bekam das kleine Gespenst Heimweh nach seinem Dachboden und der Truhe aus Eichenholz.
Manchmal wurde es traurig bei dem Gedanken, daß es in Zukunft womöglich immer bei Tageslicht geistern sollte und nie mehr um Mitternacht.
„Bei Vollmond“, dachte es seufzend, „war es sehr schön auf dem Eulenstein…“
(Seite 60)
ISBN 3-522-11080-3
Thienemann, 1996 (c.1966)
136 Seiten