Sonntag, 22. August 2021

„Dune Saga (2) - Der Herr des Wüstenplaneten“ von Frank Herbert


(Zweites Buch aus einem Sammelband, der die ersten drei Bände der Reihe umfasst.)

Inhalt (Achtung: Spoileralarm):

Paul und Jessica sind auf der Flucht. Bis sie in der Wüste einer Gruppe Fremen begegnen. Jetzt beginnt sich ihr Schicksal zu erfüllen. Doch wie geht es mit Arrakis weiter?

 

Meinung:

Augenscheinlich wenig Handlung, dennoch spannender geschrieben als der Vorgänger. Ende kommt recht plötzlich. Lässt vermuten, dass die Handlung ursprünglich direkt weitergehen sollte. Vielleicht wollte der Verlag lieber zwei Bücher aus Band 2-3 machen und der Autor hatte die Geschichte vielleicht schon komplett?

Chani erscheint auf der Bildfläche und plötzlich wird’s auch romantisch.

Paul wirkt aber etwas unsicherer als im ersten Band. Das passt für mich nicht so richtig zusammen. Im ersten Buch wirkt er stets bedächtig, kühl und selbstsicher. Jetzt ist er manchmal unausgeglichen und ängstlich…?! Naja. Mal sehen wie es weitergeht. Den dritten Band werde ich noch lesen und dann malwieder was anderes.

 

Zitat:

In der Art der Bene Gesserit, die seine Mutter ihm beigebracht hatte, reduzierte Paul den hämmernden Schlag seines Herzens. Er fühlte, wie die Ruhe in ihm wieder die Oberhand gewann, wie seine Sinne sich auf Wesentliches konzentrierten und alle Nebensächlichkeiten aus ihm verbannten.

(Seite 61)

 

ISBN 3-453-30523-X (Sammelband mit drei Bänden)

Heyne, 1980 (c.1965)

212 Seiten

Samstag, 14. August 2021

„Dune Saga (1) - Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert


(Erstes Buch aus einem Sammelband, der die ersten drei Bände der Reihe umfasst.)

Inhalt (Achtung Spoileralarm):

Übernahme der Herrschaft auf Arrakis durch die Familie Artreides. Paul wird von Herzog Leto in sein zukünftiges Amt eingeführt und überhaupt hin mitgenommen. Auch bei einem Wurmangriff.

Ein unerwarteter Verräter, was spannend ist und die Handlung vorantreibt. Eine dramatische Szene um den gefangengenommen Leto, der ein Attentat auf Baron Harkonnen unternimmt.

 

Meinung:

Intensive Erzählung mit einigen inneren Monologen. Die Handlung startet anfangs etwas schleppend, am Ende ist die Geschichte aber äußerst spannend.

Pauls Entwicklung ist mir insgesamt zu „ruckhaft“. Zu wenig Handlung aus Sicht Pauls, obwohl man früh weiß, dass es eigentlich seine Geschichte ist.

Das Buch bietet einen guten Einstieg in Politik und Konsequenzen einer möglichen (extremen) Entwicklung der Menschheit, geprägt von Zwist zwischen den Häusern, die sich als andauernde Kontrahenten darstellen.

Die Lehre der Fremen steht dieser Entwicklung entgegen – sie schätzen einfache Dinge und wollen nur für ihren Planeten das Beste.

Ich bin auf weiter Bände der Reihe gespannt.

 

Zitat:

Jessica dachte an die Prophezeiung – an die Shari-A und die anderen Bestandteile der Panoplia Propheticus –, die eine jetzt schon längst nicht mehr lebende Bene Gesserit der Bevölkerung von Arrakis nahegebracht hatte: einzig und allein zu dem Zweck, eine Legendenbildung voranzutreiben, die eines Tages, in ferner Zukunft, eine andere Bene Gesserit dazu benutzen konnte, im Kreise der Fremen Hilfe zu erlangen.

Und jetzt war dieser Tag gekommen.

Mapes steckte das Messer in die Scheide zurück und sagte: „Dieses Messer ist auf keine bestimmte Person fixiert, Mylady. Behalten Sie es in Ihrer Nähe. Wenn es länger als eine Woche von Ihnen entfernt ist, fängt es an sich aufzulösen. Es ist für Sie – gemacht aus dem Zahn eines Shai-Hulud –, solange Sie leben.“

(Pos. 118/1122)

 

ISBN 3-453-30523-X (Sammelband mit drei Bänden)

Heyne, 1980 (c.1965)

272 Seiten