Donnerstag, 1. Dezember 2011

Rebecca Gablé - "Das Spiel der Könige"


Über den Autor:
Die gelernte Bankkauffrau wird 1964 in Mönchengladbach geboren. Nachdem sie einige Jahre in ihrem Beruf arbeitet, studiert sie Literaturwissenschaften in Düsseldorf.
1995 erscheint ihr erster Roman Jagdfieber, den sie bereits unter ihrem Künstlernamen "Rebecca Gablé" veröffentlicht. Der Durchbruch gelingt ihr mit dem historischen Roman Das Lächeln der Fortuna (1997). Besonderen Erfolg feiert sie mit ihrer Ritterroman-Reihe, über die mittelalterliche Ritterfamilie der "Waringhams".
(Quelle: Wikipedia)

Inhalt:
Der junge Julian ist gezwungen seinen Platz als Earl of Waringham einzunehmen. Er ist ein echter Lancaster, ist den Yorkisten aber weniger feindlich gesinnt, als sein Vater vor ihm.
Der Earl of York trachtet nach dem Thron. Ein englischer Bruderkrieg beginnt, der über viele Jahre andauern wird. Julian wird sich mehr und mehr seiner Verantwortung für seine Familie und seinen Hof bewusst.

Meinung:
Wieder präsentiert uns Gablé einen offensichtlich gut recherchierten historischen Roman von Klasse. Erneut wird aber lediglich die englische/ritterliche Oberschicht beleuchtet und nur ein gelegentlicher Einblick in die Verhältnisse unterer Schichten gewährt.

Wie gewohnt brilliert der Roman durch einen vertrauten und einfühlsamen Erzählstil. Jedoch kann man einige Eigenheiten des Hauptcharakters und manche Handlungsstränge nur vollkommen verstehen, wenn man auch die beiden Vorgänger kennt. Ansonsten würden einige Bemerkungen unverständlich auf den Leser wirken. Das trägt zu dem Gesamtgefühl eines bloßen Fortsetzungsromans bei.
Mir fehlt diesbezüglich eine Spannungssteigerung. Es gibt kaum Höhepunkte, oder dramatische Wendungen. Dies lässt den Roman zwar nicht langweilig werden, aber das gelegentliche Herzklopfen, das ich an Gablés Romanen so liebe, bleibt aus.

Dafür sind die politischen Wendungen aus meiner Sicht besser verständlich als in anderen von ihren Werken. Die Gegner sind klar herauskristallisiert und man wird auch nicht mit einem Übermaß an Namen zugeschüttet. Die Handlung ist schlüssig dargestellt und lädt stets zum Weiterlesen ein.

Fazit:
Ein angenehmer historischer Roman, der lediglich einige Spannungsdefizite aufzuweisen hat. Insgesamt empfehlenswert.

Autor:Rebecca Gablé
Kategorie:Historischer Roman
Erstveröffentl.:2007
Ausgabe von:2008
Seiten:1198
Verlag:Bertelsmann
ISBN:der club 093599

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:4
Handlung:3
Charaktere:4
Spannung:3
Humor:2
Fantasie:2
Gesamteindruck:3

Kommentare:

  1. Hi Grisa,
    wow ... tolle Rezi. Ich habe das Buch vor Jahren auch gelesen, habe es noch sehr positiv in Erinnerung, wie eigentlich fast alle hist. Romane von R. Gablé.
    LG Isabel

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  2. Ich bin auch ein Fan von Gablé und habe alle drei Romane der Reihe gelesen. Ich freue mich auch schon darauf den vierten zu lesen, der vor Kurzem erschienen ist.
    Ich stimme mit deiner Rezi weitestgehend überein, Fortsetzungsroman und ein wenig zu wenig Spannung, aber mir waren es trotzdem genug Namen und Stammbaumverzweigungen. :)
    lG, D-Rogue

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