Inhalt:
Ein Bericht über das Leben und Sterben von Chris McCandless, dessen Leiche 1992 auf einem abgelegenen Wanderpfad in Alaska gefunden wurde.
Meinung:
Seine Geschichte ist besonders durch die Verfilmung von Sean Penn, mit Emile Hirsch in der Hauptrolle, bekannt geworden: Into the Wild. Da dies einer meiner Lieblingsfilme ist, stand dieses Buch schon lange auf meiner Wunschliste, bis ich es vor kurzem in einen Bücherschrank gefunden hab.
Natürlich war mir klar, dass der Film auch Fiktion enthält, deswegen fand ich die echte oder wahre Geschichte besonders interessant. Natürlich alles aufgearbeitet von einem Journalisten, nämlich John Krakauer, der selbst, man kann schon sagen Nahtoderfahrungen, im Eis erlebt hat. Er gibt auch einige Einblicke in seine eigenen Erlebnisse im Eis von Alaska. Das hat mir sehr gut gefallen.
Des Weiteren strebt der Autor, mit dem Ziel ein besseres Verständnis für McCandless Handlungen zu bekommen, Vergleiche zu anderen, teils tragischen Persönlichkeiten dieser „Abenteurer-Szene“. Er stellt dabei unter anderem eine These heraus, die viele Kritiker McCandless unterstützen, dass dieser in seinem noch jugendlichen Leichtsinn seine Fähigkeiten eventuell überschätzt haben könnte. Dies versteht der Autor meiner Meinung nach aber stichhaltig zu widerlegen und untermauert seine Überzeugung, dass McCandless überaus intelligent war und sein Tod aufgrund verschiedener kleiner Fehler passierte - er hat sich offenbar ausversehen selbst vergiftet. Sicherlich wollte McCandless nicht sterben, was ihm andere unterstellten.
Es handelt sich allen in allem doch um eine äußerst tragische Geschichte. Der Film versucht noch mehr, als das Buch herauszustellen, dass der Tote sich zuletzt doch einsam gefühlt hat.
Obwohl Krakauer auch die „Interviews“ mit den Familienangehörigen verarbeitet hat, behält er sich ein Urteil vor, welches darüber entscheidet ob McCandless Schweigen gegenüber seinen Angehörigen moralisch richtig oder falsch war. Die Trauer dieser wird meiner Meinung nach gut und einfühlsam dargestellt.
Nach der Lektüre fühle ich mich überaus gut informiert und habe Einblicke in die verschiedensten Schwierigkeiten von Abenteuern, Aussteigern und extrem Sportlern erhalten.
Insgesamt fand ich diesen Bericht, oder diese Reportage, überaus interessant und empfehlenswert.
Zitat:
»NATUR/ REINHEIT«, schrieb er in fetten Druckbuchstaben über die Seite.
McCandless versah den Absatz mit Sternchen und Klammern. »Zuflucht in der Natur« kreiste er mit schwarzer Tinte ein.
An den Rand von »And so it turned out...« schrieb er die Bemerkung, »GLÜCK NUR DANN ECHT, WENN GEMEINSAM MIT ANDEREN «.
(Seite 281, Kapitel 18)
ISBN 978-3-492-25067-2
Piper, 2008 (c. 1996)
300 Seiten
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