Inhalt:
Hildegunst von Mythenmetz macht Kur auf der Insel Eydernorn. Die Insel ist besonders bekannt für die 111 Leuchttürme und die gute Luft, die bei den Bewohnern offensichtlich zu einem längeren Leben führt. Der erste Kontakt zu den Leuchtturmwärtern fällt Hildegunst schwer, später sieht er sich aber verstrickt in eine abenteuerliche Geschichte, die zu einem überraschenden Ende führt.
Meinung:
Der Roman ist im Briefform aus der Sicht von Hildegunst geschrieben. Das ermöglicht dem Autor die ständige Erzählung aus der Ich-Perspektive. leider gibt es erneut stellenweise zu ausschweifende und ermüdende Beschreibungen von fantastischen Kreaturen, die zwar zur zamonischen Welt passen, aber auf mich als Leser einfach nur ermüdend wirken. Ziemlich anstrengend sowas über mehrere hundert Seiten zu lesen.
Mir ist schon klar, dass man am Ende froh ist, wenn man die ein oder andere fantastische Kreatur von vorher kennt, aber das hätte bestimmt auch etwas einfacher funktionieren können.
Insgesamt muss ich leider sagen, dass mich das Buch nicht über weite Strecken nicht so gefesselt hat wie erhofft. Nur die ersten 100 und die letzten 150 Seiten finde ich im Nachhinein einigermaßen spannend. Echt schade.
Mich nerven auch die dauernden Anspielungen auf „Die Stadt der träumenden Bücher“ - dann denke ich immer daran, dass ich eigentlich noch auf ein Buch aus dieser Reihe warte, das wohl nie mehr erscheinen wird. Das war damals schon eine große Enttäuschung.
Und überhaupt muss ich sagen, dass ich die andauernde Erzählung aus Hildegunst Sicht doch wenig abwechslungsreich finde. Hier könnte der Autor meiner Meinung nach auch mal wieder einen anderen Helden präsentieren.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir nochmal einen Zamonien-Roman zulegen werde (der Preis von diesem hier war auch ganz schön happig). Mal sehen.
Zitat:
Am Fuße des Leuchtturms herrscht die Finsternis, aber darüber strahlt das Licht der Weisheit in die Ferne.
(S. 607)
ISBN 978-3-328-60006-0
Penguin, 2023
636 Seiten
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