Dienstag, 17. Januar 2023

„Meter pro Sekunde“ von Stine Pilgaard

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Unsere Erzählerin ist mit ihrem Freund in das dänische Dorf gezogen, wo er als Lehrer angestellt wurde. Sie sind in einem Haus des Schulheims untergekommen und der gemeinsame Sohn geht bald schon zur Kindertagesstätte. Damit sie was zu tun hat vermittelt die Schulleiterin ihr den Job sich um den Kummerkasten der Tageszeitung zu kümmern und Leserbriefe zu beantworten.

 

Meinung:

Als Leser leiden und lachen wir mit der etwas melancholischen Protagonistin mit. Sie passt in die heutige Zeit - sie ist nie ganz glücklich findet sich aber mehr und mehr mit dem Leben ab. Ans Dorfleben, wo jeder jeden kennt, muss sie sich erst noch gewöhnen. Trotzdem nimmt sie nie ein Blatt vor den Mund.

Ihre teilweise unüberlegten Äußerungen, ihr Geplapper, machen sie sehr liebenswürdig. Ich habe mich von dieser Stimmung gerne tragen lassen.

Sie betrachtet die Dinge nicht romantisch, sondern wirkt eher abgeklärt. Sie scheint an einem Punkt angekommen an dem sie akzeptiert, dass die Dinge nun mal oft so sind wie sie sind.

Wie sie über ihren Sohn spricht und quasi offen zugibt wann sie unter der Mutterrolle leidet, kann man gut nachempfinden wenn man auch kleine Kinder in der heutigen Zeit großzieht. Sie gibt auch zu, dass sie manchmal zu viel über ihr Kind lästert, aber genau das lässt sie so herrlich real werden.

Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen.

Auch die Neutextung der Lieder fand ich eine schöne Idee. Es war sicherlich schwierig das (sinn)passend ins Deutsche zu übersetzen/übertragen. Meine Hochachtung davor. Es wirkt auf mich nicht künstlich, sondern gut und stimmungsvoll.

Ich kann sehr gut verstehen, dass das Buch in der Kritik hoch gelobt wird und ein absoluter Renner in Dänemark war.

Danke, liebe Bibliothek, fürs Präsentieren bei den Neuerwerbungen.

 

ISBN 978- 3-985-68011-5

Fischer, 2022

250 Seiten

Montag, 19. Dezember 2022

„Wolkenschloss“ von Kerstin Gier

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Fanny ist eine Praktikantin in einem altehrwürdigen Hotel in den Alpen. Die Arbeit macht ihr auch total Spaß. Als es in die Weihnachtsferien geht, treffen allerhand interessante Gäste ein. Außerdem lernt sie den netten Sohn vom grantigen Hotelbesitzer kennen. Dass Rabin den kommenden Wochen aber noch so richtig spannend werden wird, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

 

Meinung:

Zufällig habe ich das Buch auch in der kalten Jahreszeit kurz vor Weihnachten gelesen. Das passt wie die Faust aufs Auge. Es fühlt sich an wie ein entspannter Weihnachtsfilm von Netflix. Am Anfang geht es hauptsächlich um unsere Protagonisten und ihre kleinen persönlichen Probleme. Später entwickeln sich auch die Nebendarsteller mäßig weiter, wobei alles bei einer angenehmen Leichtigkeit bleibt. So ist der Roman gut zu lesen und, durch einfache Sprache und eine schöne, bildliche Darstellung der „Szenen“.

Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eine sehr leichte Lektüre, bestens geeignet für einen kurzweiligen Spaß am Abend in der Weihnachtszeit und ist eindeutig ein Jugendroman. Da es aber eine Liebesgeschichte gibt, die offensichtlich im Vordergrund steht, siedle ich dieses Buch unter dem Genre Liebesroman an.

Etwas irritiert war ich, weil ich das Buch in der Abteilung „Mystic & Magie“ in der Bücherei gefunden hab – davon ist reichlich wenig zu spüren. Erst am Ende entwickelt sich ein kleiner Zauber, auf den man die ganze Zeit gewartet hat. Das bleibt aber sehr wenig, so dass meine Erwartungshaltung nicht richtig erfüllt wurde. Schade.

Weiterhin gefallen mir die Bücher von Kerstin Gier ausgenommen gut. Ich mag ihren Stil und wurde was das angeht nicht enttäuscht. Ich finde den Roman auf jeden Fall lesenswert.

 

ISBN 978- 3-596-52309-2

Fischer, 2020

496 Seit

Dienstag, 22. November 2022

„Götterfunke (3) - Verlasse mich nicht“ von Marah Woolf

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Jess versteckt immer noch den Stab vor Agrios und Gaia. Cayden ist jetzt sterblich. Wie können Sie Zeus das Zepter bringen? Und wie kann Jess ihre Liebe zu Prometheus zulassen?

 

Meinung:

Der dritte Band bildet den Höhepunkt der Trilogie. Aus meiner Sicht handelt es sich um das Beste der drei Bücher. Dieser letzte Teil ist äußerst spannend und lebt von dramatischen Ereignissen, die uns in ihren Bann ziehen. Besonders am Ende gab es einige Stellen, an denen sogar ich angefangen habe zu schluchzen. Das ist sehr selten. Nur wenige Büchervermögen aus mich zu Tränen zu rühren.

Auch wenn mir klar ist, dass die griechische Götter Geschichte hier stark abgewandelt ist, finde ich den Umgang mit diesem Mythologie dennoch sehr überzeugend. Diese Trilogie macht Lust auf mehr mythologische Bücher.

Am Ende ist der Umgang der Menschen mit der Erde ein vorherrschendes Thema, was vielleicht manche Leser abschrecken könnte. Auch wenn es teilweise schmutzig wird, finde ich es nicht zu viel, gerade so erträglich und insgesamt wird die Message aus meiner Sicht gut rüber getragen.

Ich weiß, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, es sich vermutlich an Jugendliche, Mädchen oder Frauen richtet aber ich kann nur wiederholen, dass ich dieses schon liebe und auch wieder mal nicht bereut habe, eine Trilogie aus diesem Bereich zu lesen.

Ich muss wirklich sagen, dass ich bisher alle Bücher von Marah Woolf liebe.

 

ISBN 978- 3-791-50042-3

Dressler, 2018

480 Seiten

Montag, 14. November 2022

„Götterfunke (2) - Hasse mich nicht“ von Marah Woolf

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Jess kann es kaum glauben, als Cayden und die anderen Götter plötzlich ihre Klassenkameraden sind. Stimmt es, dass sie nur so schnell wieder aufgetaucht sind, weil sie Jess vor Agrios beschützen wollen? Cayden ist wieder zuckersüß zu ihr, aber dass er einfach mit Robyn geschlafen hat, obwohl er ihr Hoffnungen gemacht hat, kann sie ihm nicht verzeihen. Welches Spiel spielt er?

 

Meinung:

Die Leserschaft ist über Prometheus Spiel natürlich bestens informiert. Stellt sich nur die Frage, ob er diesen zweiten „Durchgang“ erfolgreich abschließen wird oder nicht? Anfangs dachte ich, dass das doch nicht spannend werden kann. Aber nach um nach hat sich für mich eine Klever eingefädelte Spannung entwickelt, mit der ich nicht gerechnet habe.

Auch wenn mich diese Reihe bisher nicht so überzeugt wie die anderen Bücher von Woolf, macht mir die Liebesgeschichte von Jess und Cayden doch großen Spaß. Ich würde sogar fast behaupten, dass ich etwas über die griechischen Götter gelernt habe.

Zum Glück schafft es der Hauptcharakter immer wieder, dass die Handlung nicht langweilig wird. Jess überrascht mit teilweise unvorhersehbaren Reaktionen. Was mich aber besonders überzeugt sind die Gedankensprünge, die die Autoren versteht äußerst realistisch rüber zu bringen. Jess Gedanken wechseln oft hin und her, genauso wie es einen verliebten Jugendlichen entsprechen würde. Daher gefällt mir der Stil dieses Buches wieder sehr gut.

Die zweite Hälfte des zweiten Bandes, fand es insgesamt besser als den ersten Teil. Besonders das Ende hat mich sehr bewegt und ich erwarte mit Spannung wie die Geschichte weitergeht. Eine abschließende Meinung werde ich mir erst nach dem dritten Band erlauben.

 

ISBN 978- 3-791-50041-6

Dressler, 2017

480 Seiten

Dienstag, 1. November 2022

„Götterfunke (1) - Liebe mich nicht“ von Marah Woolf

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Jess ist mit ihrer besten Freundin Robyn auf dem Weg in ein Sommercamp in den Rocky Mountains. Als sie einen Autounfall haben hört sie eine Unterhaltung und plötzlich sitzen sie unversehrt wieder im Auto. Nur Robyn kann sich an nichts erinnern. Wer hat die Beiden gerettet? Und wir sind diese irre attraktiven Typen die ins Camp eingezogen sind. Besonders von Cayden kann sie nicht den Blick abwenden. Aber sein Verhalten ist manchmal nicht gerade charmant. Dass er ein Göttersohn ist, ahnt sie noch nicht…

 

Meinung:

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Jess erzählt, einzig unterbrochen von den Berichten des Hermes. Durch diese kurzen Einschübe erfährt der Leser warum die Götter/Titanen sich unter die Menschen gemischt haben und warum besonders Cayden sich so verhält wie er es tut.

Diese Technik lässt einen innerlich dauernd den Kopf schütteln, weil Jess ja keinen blassen Schimmer hat über seine wahren Beweggründe. Ich bin mir nicht sichern ob ich das mag. Aber insgesamt finde ich Woolfs Schreiberin wieder sehr gut. Ich liebe ihre Bücher.

Der Roman ist spannend und voller Liebeskitsch, was einem bei den Titeln der Reihe schon vorher klar sein müsste. Genau das worauf ich zurzeit Lust habe.

Die ganzen Infos über die griechische Götterwelt konnte ich anfangs nicht gut einordnen (obwohl mich die griechische Mythologie schon immer interessiert hat). Später war ich aber froh über diese Exkurse, weil ich die Figuren dann auch anders betrachtet habe.

Ich freue mich auf die nächsten zwei Bände. Wobei ich schon schlucken muss und ich hoffe, dass der Titel „Hasse mich nicht“ (Band 2 der Trilogie) nicht ausschließlich Programm ist. Das wäre nicht schön. Mals sehen.

 

ISBN 978- 3-791-50029-4

Dressler, 2017

464 Seiten 

Montag, 3. Oktober 2022

„Tausend Mal schon“ von Marah Woolf

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Sasha ist eine junge Seelenmagierin die nach einer Tragödie versucht ihre Magie zu verschließen. Doch als sie Cedric kennenlernt will sie immer dringender wissen, was ihre Seele in den letzten Jahrhunderten erlebt hat. Ist sie ihm auch in ihren Vergangenen Leben begegnet? Leider wird sie unbarmherzig von dem Seelenjäger Lazarus gejagt. Kann sie ihn besiegen ohne ihre Magie?

 

Meinung:

Ja, ich gebe zu, dass der Roman an vielen Stellen sehr kitschig ist. Es geht um Liebe und viele Küsse und so weiter. Aber Sasha bleibt sich immer treu. Der Charakter strahlt viel Selbstbewusstsein aus, was Woolf gut umgesetzt hat.

Ich bin sehr froh, dass der Roman nicht als Trilogie veröffentlicht wurde. Das hätte ein echter Killer sein können. So kann man die Geschichte schön am Stück genießen.

Und unglaublich: am Ende musste ich Heulen wie ein Schlosshund. Vielleicht liegt es daran, dass ich zurzeit eh nah am Wasser gebaut bin, aber ich war dann doch sehr ergriffen von der Geschichte. Das passiert nur äußerst selten, bin ich doch mittlerweile recht abgestumpft bei Herzgeschichten und Herzeleid.

Ist der Roman wirklich für die Jugend geeignet? Es handelt sich offensichtlich um eine Jugendroman: Jugendlicher Hauptcharakter (aber schon 18, also junge Erwachsene), Coming of Age, Selbstbewusstsein und Frauenpower…

Und überraschender weise auch XXX. Zwar nicht ausführlich aber vorhanden. Eher ungewöhnlich für ein Jugendbuch*. Finde ich aber hier gut und ist auf jeden Fall ehrlicher und moderner. Also meiner Meinung nach Topp. Und insgeheim genau was ich mir dann auch gewünscht hab ;-)

Besonders die zweite Hälfte des Romans hat mir Spaß gemacht. Hier wurde es auch deutlich spannender. Der Anfang hat aus meiner Sicht etwas geschwächelt.

Insgesamt ein gelungenes Gesamtwerk und endlich mal wieder ein Stand-Alone.


* Nachtrag von meinem Zukunfts-Ich aus 2026: heutzutage sind explizite Szenen im Bereich Young Adult überhaupt nicht mehr ungewöhnlich, aber damals war es noch nicht so üblich für mich, sowas in einem (meiner Meinung nach) Jugendroman zu lesen.


ISBN 978-3-791-50130-7

Dressler, 2019

448 Seiten

Donnerstag, 15. September 2022

„Die Geschichte der Kinder Húrins“ von J. R. R. Tolkien

Herausgegeben posthum von Christopher Tolkien.

Es handelt sich um die chronologisch erste Geschichte Tolkiens über Mittelerde. Wir bewegen uns im ersten Zeitalter, als es das Reich Beleriand noch gibt (nordwestlich des uns bekannten Mittelerde zu Zeiten den HDR), das später überflutet wird.

 

Inhalt:

Húrin wurde vom Bösen Herrscher Morgoth gefangen genommen. Was passiert mit seinen Kindern, als Morgoths Kreaturen, die Orks, ihre Heimat überrennen…?

 

Meinung:

In diesem Werk, das Tolkien ursprünglich als Lied geschrieben hat (?), geht es hauptsächlich um das Leben von Húrins Sohn Túrin und später um Húrins zweite Tochter Nienor (die erste Tochter wurde jung von den Orks erschlagen).

Túrin lebt bei den Elben, unter Geächteten, als einsamer Wanderer und bei den Waldmenschen. Er erlebt viele Abenteuer und trifft auch nicht immer die besten Entscheidungen. Das macht die Geschichte sehr spannend und realistischer. Man merkt auf jeden Fall, dass er seinen eigenen Kopf hat. Das finde ich sehr gut.

Die Sprache ist nicht immer einfach. Besonders kompliziert fand ich beim Lesen, dass man teilweise ganze Passagen im Anhang zwischendurch lesen muss und es auch immer wieder Bezug auf das Silmarillion genommen wird, was man dann eigentlich direkt dazu lesen sollte.

Dieses Buch gibt es wohl nicht als Zusammenhängenden Band, inklusive der Passagen aus dem Silmarillion.

Am Ende war ich doch von der hohen Dramatik der Geschichte überrascht. Damit hab ich nicht gerechnet, was mich letztlich nochmal sehr bewegt hat.

Zu Beginn war ich mir nicht mal sicher, ob ich es überhaupt zu Ende lesen soll, weil es wie ein Geschichtsbuch daher kam. Im Nachhinein bin ich aber sehr, sehr froh durchgehalten zu haben! Topp

 

Zitat:

Schließlich machten sie am Flußufer halt, und Dorlas, Anführer der Waldmenschen, sagte: »Du jagst sehr schnell, Herr, doch deine Männer lassen sich Zeit, dir zu folgen.«

»Nein«, erwiderte Túrin. » Wir handeln alle zusammen wie ein Mann, und so werden wir nicht voneinander getrennt.«

Da lachten die Männer aus Brethil und sagten: »Nun, ein solcher Mann wiegt viele Männer auf. Wir schulden dir großen Dank. Aber wer bist du, und was tust du hier?«

»Ich tue nichts, außer daß ich meinem Handwerk nach-gehe, Orks zu erschlagen«, sagte Túrin. »Und ich wohne dort, wohin mein Handwerk mich führt. Ich bin der Wilde Mann aus den Wäldern.«

(Seite 89)

 

ISBN 3-423-59061-0

dtv, 2003 (c.1980, herausgegeben vom Sohn)

172 Seiten
 

Donnerstag, 8. September 2022

„Firelight (3) - Leuchtendes Herz“ von Sophie Jordan

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Jacinda, Will und Cassian haben einen Entschluss gefasst - sie wollen Miram aus den Fängen der Enkros retten. Und sie glauben auch, dass sie es gemeinsam schaffen können in das Geheimlabor einzudringen um vielleicht nicht nur einen Draki zu befreien…

 

Meinung:

Eine spannendes Final für diese Liebes-Fantasy-Geschichte. Auch wenn das Ende doch einfach vorherzusagen ist, gibt es ein paar Wendungen und Geschehnisse die überraschen und mich damit in den Bann gerissen haben.

Im dritten Teil passiert wieder mehr und die Handlung geht voran. Der zweite Teil hatte hier im Vergleich zu den anderen Beiden einige Defizite.

Der Stil überzeugt durch gut eingesetzte Dialoge, fast schon erotisches Liebesgeplänkel und spannende Action die nicht zu aufgesetzt wirkt.

Ich bin von der kleinen Fantasyreihe begeistert. Schade nur, dass diese Romane wieder als Trilogie herausgegeben wurden. Früher hätte es hier einfach einen schönen 700-900 Seiten Wälzer gegeben. Perfekt und abgeschlossen.

Ist leider viel Geldmacherei dahinter. Stört Nichtfachfrau eher wenig, da ich Band zwei und drei aus der Bibliothek ausgeliehen habe.

Die Bücher sind auf jeden Fall für die Jugend gedacht. Aber Hungerlöhnen Erwachsene wie mich kann man hiermit auch gut in den Bann ziehen. Topp.

 

ISBN 978-3-785-785-57925-1

Loewe, 2015

320 Seiten

Freitag, 2. September 2022

„Firelight (2) - Flammende Träne“ von Sophie Jordan

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Es bleibt dabei - Jacinda kann im Rudel nicht glücklich werden. Nicht ohne Will. Obwohl Cassian ihr beweist, dass er sein Versprechen hält und alles für ihre Sicherheit tut, reichen ihre Gefühle für ihn nicht aus. Aber das Rudel lässt sie auch nicht einfach gehen…

 

Meinung:

Weiterhin handelt es sich um eine spannende Teenie-Geschichte voller Liebe und Leidenschaft. Auch wenn in diesem zweiten Band weniger geschieht als im ersten, wird es nicht langweilig. Aber man muss sich schon auf die Liebesschnulze einlassen. Das Buch ist nichts für jemanden, der auf der Suche ist nach einem actiongeladenem Fantasy-Kracher. Es bleibt eine Romanze. Für mich aber aktuell genau das Richtige ;-)

Zu diesem zweiten Band ist ansonsten wenig zu sagen. Man merkt deutlich, dass es der Mittelteil der Geschichte ist. Hier werden Gefühle sortiert, Seiten klargestellt und Pläne für das vielversprechend Ende entwickelt. Ich bin gespannt und habe jetzt hohe Erwartungen an den letzten Band der Reihe. Hoffentlich werden diese nicht enttäuscht…

 

ISBN 978-3-785-57046-3

Loewe, 2012

330 Seiten

Donnerstag, 25. August 2022

„Firelight (1) - Brennender Kuss“ von Sophie Jordan

Bild-Quelle: amazon.de

Inhalt:

Jacinda ist eine Draki, doch die Jäger wissen nicht, dass sich die Drachen in Menschen verwandeln können. Nachdem sie mit Mutter und Zwillingsschwester vor ihrem eigenen Rudel flieht, verliebt sie sich in einen Jungen von dem sie weiß, dass er ein Jäger ist. Doch nur mit ihm kann sie ihren inneren Draki noch erwecken…

 

Meinung:

Der dramatische Anfang ist etwas einfach eingefädelt und sehr voraussehbar. Trotzdem gibt es ein paar kleine Wendungen die überraschend fahr kommen. Besonders die Dialoge überzeugen mich von mehr Einfallsreichtum als sie in anderen Roman vorkommen.

Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut. Obwohl ich es Schongänge hab, fand ich es doch etwas schade dass es sich wieder nur um den ersten Teil einer Reihe handelt. Das hätte ruhig auf dem Einband / im Klappentext irgendwo ersichtlich sein können.

Gibt es keine abgeschlossenen Bücher mehr??

Natürlich wächst einem die Heldin direkt ans Herz. Das kommt schon allein durch die Erzählung in der Ich-Perspektive zustande.

Ein oder zwei Mal war der Tempus unstetig, was mich kurz irritiert hat, aber im großen Ganzen gefällt mir der Stil. Vielleicht wäre es manchmal schön gewesen Eigennamen direkt zu erfahren und nicht erst Seiten später. Aber naja.

Dafür glänzt die Teenie-Story mit viel Leidenschaft. So hab ich das Buch auch regelrecht verschlungen und mich an meine eigene Teenie-Zeit zurück erinnert.

Ich weiß, dass es ein Jugendbuch ist und ich lange keine Jugendliche mehr bin. Aber mittlerweile will ich nur noch lesen worauf ich Lust hab. Sollte jeder so machen.

 

ISBN 978-3-785-57045-6

Loewe, 2011

376 Seiten