Donnerstag, 9. Juli 2015

Adam Gidwitz - "Eine dunkle & grimmige Geschichte"



Über den Autor:
Adam Gidwitz wird 1982 in San Francisco geboren, macht seinen Abschluss in englischer Literatur und arbeitet später als Grundschullehrer in Brooklyn/New York. Mittlerweile ist er Vollzeit-Autor.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Grimms blutige Märchen neu erzählt...

Meinung:
Adam Gidwitz schafft es geschickt mehrere Grimm-Märchen miteinander zu verknüpfen. Dafür nimmt er das Geschwisterpaar Hänsel und Gretel als Hauptcharaktere, die die Geschichten zusammenführen. So ergibt sich meiner Meinung nach eine interessante Sichtweise auf die einzelnen Handlungen.
Insgesamt kristallisieren sich auch mehrere bedeutungsvolle Interpretationsmöglichkeiten. Da kommt wohl zum Einen daher, dass es sich um ein Märchen handelt, welches typischerweise nicht zu sehr ins Detail geht. Auf der anderen Seite findet eine starke Entwicklung der Charaktere statt, die im Laufe der Geschichte immer weiser werden. So regt mich das Buch zum Ende sogar zum nachdenken an, auf eine Weise, die mir sehr gut gefällt, nämlich nicht zu philosophisch oder künstlich geschaffen.

Der Autor unterbricht die Geschichte immer wieder mit kurzen (liebevollen) Warnungen an seine Leserschaft. Das stört mich in keiner Weise, denn bei mir entwickelt sich das Gefühl, dass er diese Geschichte tatsächlich "erzählt", als würde er alles vorlesen und wir sitzen gemeinsam vor einem großen Kamin und wollen uns ein bisschen gruseln.

Überaus blutig oder Angst einjagend sind die Geschichten meiner Meinung nach aber nicht. Je nachdem, kann man das Buch ruhig einem acht bis zehnjährigen Kind zu lesen geben - viele Märchen sind noch viel grausamer. Filme sind auch nicht besser, also für mich kein Problem.

Mir hat das Buch auf jeden Fall großen Spaß gemacht. Schade, dass es so schnell gelesen ist. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die schöne Gestaltung des Romans legen, die tollen "Scherenschnitte" versüßen einem den Lesespaß...


Fazit:
Eine schöne, nicht zu gruselige Neuerzählung von einigen bekannten Grimm-Märchen.

Zitat:
"Vielleicht brauchen wir gar keine Eltern", sagte sie nachdenklich. "Vielleicht können wir auf uns selber aufpassen."
"Ja!", rief Hänsel und sprang auf. "Lass uns ganz ohne irgendwelche schrecklichen Eltern leben!"
[...]
(Seite 72, Kapitel: "Die sieben Schwalben")

Autor:Adam Gidwitz
Kategorie:Märchen / Fantasy
Erstveröffentl.:2010
Ausgabe von:2011
Seiten:260
Verlag:arsEdition
ISBN:3-7607-8366-6  

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:3
Handlung:4
Charaktere:3
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:4
Gesamteindruck:3+

Sonntag, 5. Juli 2015

John Green - "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"



Über den Autor:
John Michael Green wird 1977 in Indianapolis (USA) geboren und studiert später Englisch und vergleichende Religionswissenschaften in Ohio. Zunächst plant er Pastor zu werden, was er aber abbricht und anfängt Texte zu veröffentlichen.
Seine Romane werden weltweit gelobt. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" wird 2014 sogar verfilmt.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Hazel lernt den siebzehnjährigen Augustus (Gus) in einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche kennen und verliebt sich in den charismatischen Ex-Krebskranken. Sie weiß, dass sie nicht geheilt werden kann. Kann sie sich so auf die Liebe einlassen?

Meinung:
Das Buch macht mich traurig, obwohl es offensichtlich das Gegenteil bewirken will und versucht, den Leser anders über Krankheit, Tod und Verlust denken lassen will.
Man fragt sich unweigerlich, was die Aussage des Buches ist, vorauf will der Autor sein Augenmerk lenken? Ich verstehe es so, dass John Green meint, man soll einfach nur leben um des Lebens willen. Sich zu wünschen man wäre so wichtig um in Erinnerung zu bleiben, sei nicht der beste Weg. Damit wird man nicht glücklich. Lieber einfach in den Tag leben und versuchen zu erkennen, dass man (wahrscheinlich) bereits geliebt wird. Also soll man wohl nicht griesgrämig werden, wenn einen das Leben beutelt. So habe ich das verstanden.
Das erinnert mich an die japanische Weisheit, die wir (mein Mann und ich) auf unserer Japan-Reise kennengelernt haben: "ich kenne nur Zufriedenheit".

Glücklich sein mit dem was man hat, ist nicht immer einfach. Und wenn etwas Gutes endet, ist es noch schwieriger dieses los zu lassen. Aber der Roman versucht einen genau darauf hinzuweisen, dass es nichts bringt alles zu verklären oder allem hinterher zu trauern. Oder verstehe ich alles falsch?
Auf jeden Fall bringt einen die Geschichte wirklich zum Nachdenken. Man fragt sich, wie man selbst reagieren würde? Wie würde ich handeln? Wäre ich verzweifelt?

Trotzdem muss ich leider auch wieder kritisieren, das unsere zwei Hauptcharaktere wieder sehr heldenhaft dargestellt werden. So vorbildliche Jugendliche kenne ich nicht. Aber der Autor schafft es diesen Eindruck abzumildern, in dem er gegen Ende betont, dass Gus an einer bestimmten Stelle auch "nur" ein weinendes Kind ist... Das passt ganz gut und mildert den etwas zu heroischen Charakter von Gus und Hazel ab.

Ich vermute, dass der Autor seine eigenen Erfahrungen, die er in einem Krankenhaus während seiner Ausbildung zum Pastor gemacht hat, in dem Roman verarbeitet.
Das Buch wirkt außerdem gut recherchiert, was ist sehr positiv finde. Sowohl für Jugendliche, als auch für Erwachsene sehr gut geeignet.
Ich werde mir auf jeden Fall auch bald die Verfilmung ansehen.

Fazit:
Ein sensibles Buch über Krankheit, Tod, Verlust und Trauer, was sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene sehr gut geeignet ist...

Zitat:
Ich versuchte mir einzureden, dass die Welt keine Wunscherfüllungsmaschine war, dass ich mit Krebs lebte und nicht daran starb, dass ich mich nicht von ihm umbringen lassen dürfte, bevor er mich umbrachte, und dann fing ich an zu murmeln, dumm dumm dumm dumm dumm dumm, immer und immer wieder, bis sich der Klang von der Bedeutung löste. Ich murmelte immer noch vor mich hin, als er zurückrief.
[...]
(Seite 132, Kapitel 8)

Autor:John Michael Green
Kategorie:Gesellschaft/Erfahrungen/Jugendbuch 
Erstveröffentl.:2012
Ausgabe von:2015
Seiten:338
Verlag:dtv
ISBN:3-423-62583-8

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:3
Charaktere:4
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:4

Dienstag, 30. Juni 2015

ki-ba-doo Jersey Rock als Schwangerschaftsrock genäht

 

 






Bei ki-ba-doo habe ich die kostenlose Anleitung für diesen schönen Rock gefunden!

Da ich den Rock als Schwangerschaftsrock nutzen möchte, habe ich die Kordel weggelassen und überlege mir aktuell noch, ob ich oben einen Bauchband hinzufüge (ist im nachhinein auch kein Problem mehr).

Das Schnittmuster war super - die Schnittteile waren easy und der Rock ist sehr einfach zu nähen (außer dem Saum-Umschlag unten, habe ich den Rock komplett mit meiner Overlock genäht). Vielen Dank an ki-ba-doo für diesen tollen Schnitt!

Durch das breite Gummiband oben, passt der Rock super für Schwangere :-)

Donnerstag, 25. Juni 2015

Antonia Michaelis - "Der Märchenerzähler"

Bild-Quelle: www.amazon.de

Über den Autor:
Antonia Michaelis wird 1979 in Kiel geboren, arbeitet nach dem Gymnasium zunächst als Lehrering für Englisch, Kunsterziehung und Schauspiel und studiert später Medizin in Greifswald.
Ihren Wissenschatz aus zahlreichen Reisen verarbeitet sie in ihren Büchern. Sie ist eine bekannte deutsche Schriftstellering, die viele Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht hat und auch Theaterstücke schreibt.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Anna steht kurz vor ihrem Abitur und scheint die einzige ihrer Klassenkameraden zu sein, die den mysteriösen Abel besser kennen lernt. Plötzlich stößt sie auf große soziale Unterschiede. Abel kümmert sich aufopfernd um seine kleine Schwester, Micha, doch was ist mit der verschwunden Mutter passiert? Ist sie wirklich nur verreist? Abel erzählt seiner Schwester ein spannendes Märchen, um ihr die Realität besser erklären zu können.

Meinung:
Ein Krimi der ein Märchen erzählt, dass sich aus der Realität bedient. Klingt schwierig in der Umsetzung, wurde von Antonia Michaelis aber mit Bravur gemeistert.

Wieder wusste ich zunächst nicht, was ich da überhaupt vor mir liegen habe, ich habe mich einfach anhand der guten Bewertungen orientiert. Jetzt muss ich wieder erklären, dass ich nur sehr selten Krimis/Thriller lese, das ist einfach nicht mein Genre. Umso überraschter war ich von der Wendung zu einem spannenden Thriller. Manchmal stehe ich ja ziemlich auf dem Schlauch, also habe ich überhaupt erst spät gemerkt, dass es sich um einen Krimi handelt. So gut ist es "verpackt".

Den eigentlichen Leitfaden bildet das Märchen, dass der Abel erzählt. Natürlich merken Anna und Micha schnell, dass alles an die Realität angelehnt ist, dennoch bleibt die Geschichte spannend bis zum Schluss.

Durch das Märchen finde ich es nicht so störend, dass sich viele Stellen äußerst konstruiert und überaus poetisch anhören. Zu dieser Art Märchen passt der gewählte Stil.
Schlimmer finde ich es, dass Anna und Abel auch in der "Realität" beginnen sich so poetisch und melodramatisch auszudrücken. Das passt leider nicht zu siebzehnjährigen Schülern. Gerade Anna ist ja zu Beginn des Romans noch sehr weltfremd, daher nehme ich ihr diese gekünstelte Sprache teilweise nicht ab.
Sowieso wirkt sie auf mich zu perfekt - trotz der neuen Ablenkung, die sie durch Abel erfährt, bleibt sie in der Schule gut und bekommt alles irgendwie hin. Für meinen Geschmack eine etwas zu heldenhafte Protagonistin. Und als sie etwas schlimmes überstehen muss, nimmt sie plötzlich eine "märtyrerhaften" Rolle ein, die ich nicht nachvollziehen und auch nicht gut heißen kann, obwohl ich nie Probleme hatte zu verzeihen (an dieser Stelle möchte ich aber nicht mehr vom Inhalt weitergeben, deswegen gehe ich hier nicht ins Details). Seit dieser Szene kann ich mich aber nicht mehr mit ihr identifizieren, es hat sich hier eine regelrechte Kluft aufgetan. Schwierig.

Insgesamt muss ich auch sagen, dass das Buch eine sehr gedrückte Stimmung vermittelt. Es passt zu dem Werk, macht mich beim lesen aber leider irgendwie traurig - damit komme ich dann auch nicht immer klar. So, wie einen ein trauriges Lied auch sehr beeinflussen kann, nur noch intensiver...

Fazit:
Ein schön geschriebenes Märchen, dass einen harten Thriller "verpackt". Wirklich ganz nett.

Zitat:
Die Insel bestand ganz aus Felsen, es war eine winzige Insel, und sie lag weit, weit draußen im Meer. Auf der Insel lebte nur eine einzige Person, eine sehr kleine Person, und weil sie am liebsten auf den Klippen saß, ganz vorne, über der Brandung des Meeres - deshalb nannte man sie die kleine Klippenkönigin. Oder eigentlich nannte sie sich selbst so, da es ja niemand anderen gab.
[...]
(Kapitel: "Micha")

Autor:Antonia Michaelis
Kategorie:Thriller / Jugendbuch
Erstveröffentl.:2011
Ausgabe von:2011
Seiten:448
Verlag:Oetinger
ISBN:3-86274-560-9  

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:3
Charaktere:4
Spannung:4
Humor:3
Fantasie:3
Gesamteindruck:3+

Freitag, 19. Juni 2015

Sir Arthur Conan Doyle - "Die Rückkehr des Sherlock Holmes"



(Band 7 der Sherlock-Holmes-Bände)

Über den Autor:
Sir Arthur Conan Doyle wird 1859 im schottischen Edinburgh geboren und stirbt 1930 im Alter von 71 Jahren im südenglischen Sussex.
Doyle, seines Zeichens selbst Mediziner, erlangt schon zu Lebzeiten große Bekanntheit durch seine Romanfiguren Sherlock Holmes (analytisch, rationaler Detektiv mit Hang zur Drogensucht) und Dr. Watson (der Arzt, der Holmes als Chronist und Freund zur Seite steht). Als er durch seine Schriftstellerei leben kann, entscheidet er sich kurze Zeit später für den Tod seines gefeierten Romanhelden und widmet sich seinen anderen Werken, lässt Holmes aber u. A. für "Der Hund der Baskervilles" wieder aufleben.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Überraschung: Sherlock Holmes ist nicht an den Reichenbachfällen gestorben!
Nachdem seine schlimmsten Widersacher kein Problem mehr darstellen, kommt er aus seinem Versteck hervor und überrascht damit auch Watson...

Meinung:
Zu Beginn klärt Holmes Watson auf, wie er dem Tod entgangen ist und was er die letzten drei Jahre unternommen hat. Da er für tot erklärt war, sah er die perfekte Gelegenheit einige Länder zu bereisen und weitere Studien (Physik/Chemie) zu betreiben. Einzig die Gelegenheit seine alten Feinde hinter Gitter zu führen, lässt ihn wieder nach London zurückkommen.

Man merkt diesem Buch / diesen Geschichten deutlich an, dass Doyle mehrere Jahre keine Sherlock-Holmes-Stories mehr veröffentlicht hat. Der Charakter unseres Lieblings-Kriminologen wird verändert dargestellt. Die Geschichten sind von einem zunehmend emotionalen Detektiv geprägt. Sogar Watson ist teilweise von den "Gefühlsausbrüchen" seines Vorbilds überrascht. Natürlich wird mit diesen Emotionen immer noch recht Sparsam umgegangen, aber es ist ein großer Unterschied zu den früheren Veröffentlichungen.
Offenbar wollte Doyle eigentlich keine weiteren Holmes-Geschichten mehr schreiben, wird aber von der Öffentlichkeit nahezu dazu gedrängt. Alle lieben Sherlock Holmes. Ich auch.

Die Stories sind sehr spannend und interessant. Als Leser fällt es mir diesmal leichter den "Gedankengängen" und Schlüssen des Detektivs zu folgen. Mir kommt es außerdem so vor, als wird es dem Leser leichter gemacht, sich selbst Theorien zu überlegen. Das macht Spaß.

Bisher mein Liebling Band / meine Lieblings Sherlock Holmes Geschichten!

Fazit:
Ein recht emotionaler Sherlock Holmes überzeugt in weiteren interessanten Fällen.

Zitat:
Wir waren zu einem dünnen Pfad gekommen. In dessen Mitte befand sich, deutlich in den sumpfigen Boden eingedrückt, die Spur eines Fahrrades.
"Hurra!" rief ich aus. "Wir haben's gefunden."
Aber Holmes schüttelte den Kopf, und seine Miene war eher verwirrt und abwartend als erfreut.
[...]
(Seite 186, aus "Die Abtei-Schule")

Autor:Sir Arthur Conan Doyle 
Kategorie:Krimi / Detektivroman
Erstveröffentl.:1905
Ausgabe von:2005
Seiten:540
Verlag:Weltbild
ISBN:---  

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:5
Handlung:4
Charaktere:3
Spannung:4
Humor:4
Fantasie:3
Gesamteindruck:4

Dienstag, 16. Juni 2015

No. 175 - "Trafalgar Square"

Wir hatten ein paar wunderschöne Tage in London. Bis auf den Abreisetag hatten wir auch mit dem Wetter super viel Glück und angenehmes T-Shirt-Wetter und Sonnenschein!

Wir haben viel Sightseeing unternommen und bei dieser Gelegenheit auch den Cache am Trafalgar Square gefunden. London ist Klasse!




GC5A7DW - "Trafalgar Square" - London - GB

Samstag, 13. Juni 2015

Dr. Who / Tardis - Tablet Cover


Hier seht ihr meinen Versuch, ein Tablet Cover aus Filz, für das Sony Xperia von meinem Mann zu nähen. Das Design ist das Zeitreiseschiff "Tardis" aus der britischen Erfolgsserie "Dr. Who".
 Ich finde es ist auch ganz gut gelungen :-)

Wer die Serie nicht kennt, sollte sich mal eine Folge anschauen, ist wirklich ganz cool und hat  in England schon längst Kultstatus erreich...

Montag, 25. Mai 2015

Kai Meyer - "Drache und Diamant"


Band 3 der Wolkenvolk-Trilogie

Über den Autor:
Kai Meyer (*1969) schließt sein Studium nicht ab, sondern beginnt seine mehrjährige Arbeit also Journalist für verschiedene Zeitungen.
1993 veröffentlicht er seinen ersten Roman, aber sein großer Durchbruch gelingt ihm mit seiner "Die Alchimistin-Reihe" und der "Merle-Trilogie". Mittlerweile hat er rund 50 Romane und diverse Drehbücher und Comics veröffentlicht und zählt zu den bekanntesten deutschen Fantasy-Autoren.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Alles spitzt sich zu und langsam laufen die Geschichten aller wieder zusammen. Gemeinsam folgen sie einem Ziel: den Untergang der Welt durch den Äther zu verhindern.

Meinung:
(Achtung, dieser Text und das Zitat unten können Spoiler enthalten.)

Niccolo ist immer noch in seiner Liebe zu Mondkind gefangen, was mich gegen Ende hin immer mehr nervt. Nugua ist verliebt in Niccolo, doch diese Liebe ist zu tragisch und wirkt daher durch und durch kitschig auf mich.

Leider wirkt auch der dritte Band der Trilogie auf mich sehr konstruiert. Und trotzdem man die Charaktere langsam ins Herz geschlossen hat, bleiben die Geschichten der Einzelnen für mich relativ unvollendet dargestellt. Bei jedem Charakter fehlt mir am Ende eine tiefere Wendung/Veränderung. Dabei soll der Roman wohl irgendwie lehrreich anklingen.

Schade dass mich dieser letzte Teil auch sprachlich weniger angesprochen hat, als die beiden Vorgänger. Zwar gab es einige spannende Momente, die wurden aber durch erneute Kitsch-Einlagen für mich so in Ihrem "Glanz" geschmälert, dass ich die Trilogie insgesamt als für mich recht schlecht gelungen sehe. Die Bücher waren nett zu lesen, aber die konnten mir keine große Unterhaltung bieten.
Die anfänglich interessanten asiatischen Themen/Atmosphären, wurden zuletzt immer weniger. Tatsächlich fand ich am Ende die Drachen am interessantesten, weniger die religiösen und Ansichten, auf die immer wieder angespielt werden, sondern allein die magischen "Zauberwesen".
Aber auch das "Kapitel" der Drachen wirkt zum Schluss recht unvollendet auf mich, so wie alle anderen Handlungsstränge. Sehr schade.

Fazit:
Der Abschluss einer ganz nett zu lesenden Fantasy-Trilogie, aber für mich nicht mehr, als leichte Unterhaltung für Zwischendurch.

Zitat:
Sie hatten eine Grotte betreten, deren wahres Ausmaß Nugua kaum hätte abschätzen können, wären da nicht die Drachen gewesen. Vierzig, fünfzig - mindestens. Ihre Anzahl ließ die Größe der Höhle erahnen, obgleich die Helligkeit eine genaue Orientierung unmöglich machte. Der Goldglanz all dieser Drachen glühte wie ein Sonnenaufgang über einem vereisten See. [...]
(Seite 80, Kapitel: "Das Herz des Riesen")

Autor:Kai Meyer
Kategorie:Fantasy
Erstveröffentl.:2007
Ausgabe von:2011
Seiten:418
Verlag:Piper
ISBN:3-492-26731-1  

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:3
Handlung:4
Charaktere:2
Spannung:3
Humor:3
Fantasie:4
Gesamteindruck:3

Samstag, 16. Mai 2015

Kai Meyer - "Lanze und Licht"


Band 2 der Wolkenvolk-Trilogie

Über den Autor:
Kai Meyer (*1969) schließt sein Studium nicht ab, sondern beginnt seine mehrjährige Arbeit also Journalist für verschiedene Zeitungen.
1993 veröffentlicht er seinen ersten Roman, aber sein großer Durchbruch gelingt ihm mit seiner "Die ALchimistin-Reihe" und der "Merle-Trilogie". Mittlerweile hat er rund 50 Romane und diverse Drehbücher und Comics veröffentlicht und zählt zu den bekanntesten deutschen Fantasy-Autoren.
(Quelle: wikipedia)

Inhalt/Über das Buch:
Niccolos Auftrag wird immer unwichtiger - die gesamte Welt ist in Gefahr, da der Äther seine eigenen Absichten verfolgt...

Meinung:
Natürlich werde ich auch den dritten Band der Trilogie noch lesen, da es sich hierbei aber "nur" um einen Zwischenband handelt, werde ich mich hier etwas knapper fassen.

Nach diesem zweiten Teil muss ich aber leider sagen, dass mir der Handlungsaufbau dieses Buches nicht zusagt. Die Hauptcharaktere entwickeln sich immer weiter voneinander weg, was auch durch eine zunehmende räumliche Trennung unterstützt wird. Die Reaktionen der Figuren werden aus meiner Sicht immer undurchsichtiger und unverständlicher. So viel es mir am Ende schwer nachzuvollziehen, welche Absichten die Charaktere bewegen und welche Ziele sie verfolgen.

Auf sprachlicher Ebene ist der Roman für mich auf jeden Fall höherwertiger als sein Vorgänger. Schade nur, dass natürlich immer weniger Konversationen vorkommen. Leider wirkt auch mich auch alles sehr künstlich und arrangiert - als ob der Schriftsteller seinem Stil einen Hauch von Poesie geben wollte. Daher schlägt die Sprache an manchen Stellen schon fast in Kitsch über, was mir persönlich gar nicht zusagt.

Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass man in diesem Fall eigentlich nur die gesamte Trilogie in ihrem Zusammenhang bewerten kann. Es kommt hier doch auf den Gesamteindruck an, den ich erst nach dem dritten Band haben werde.

Fazit:
Ein, aus meiner Sicht, recht misslungener zweiter Band der Fantasy-Trilogie rund um Niccolo und das Wolkenvolk.

Zitat:
Das Menschengesicht des Seelenschlunds stülpte sich nach innen und zerstrudelte wieder zu einem bodenlosen Trichtermaul. Die elastischen Zahnzotten fächerten nach außen, so als wollten sie nach Nugua greifen. Sogleich aber schloss sich der schreckliche Rachen wieder, und erneut erschien das Sandgesicht.
Nugua spuckte auf den Boden. "Du machst mir keine Angst!" Das war der Drache in ihr, der endlich wieder zum Vorschein kam; sie hatte diesen Teil von sich bereits vermisst.
[...]
(Seite 46/47)

Autor:Kai Meyer
Kategorie:Fantasy
Erstveröffentl.:2007
Ausgabe von:2010
Seiten:386
Verlag:Piper
ISBN:3-492-26730-4  

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Stil:3
Handlung:1
Charaktere:2
Spannung:1
Humor:3
Fantasie:3-
Gesamteindruck:2

Freitag, 15. Mai 2015

Hand-Lettering No.1 - zum Geburtstag


Hier seht ihr mein erstes Hand-Lettering-Projekt...

Entstanden ist es für die Geburtstagskarte eines Freundes.
Mir gefällt das Resultat sehr gut, besonders für einen ersten Versuch :-)

Zwar habe ich alles selbst gemalt, aber ich habe mich für meinen ersten Versuch ziemlich strikt an dieses tolle YouTube Video gehalten: