Dienstag, 26. August 2025

„Rocky Beach – Eine Interpretation“ (Comic) von Hanna Wenzel

Text von Christopher Tauber

Die erste von C. Taubers Weitererzählungen der Drei Fragezeichen (Nachfolger vgl. Post v.19.04.2025).

 

Inhalt:

Die Drei Fragezeichen, Justus, Peter und Bob, 20 Jahre nach ihrem letzten Jugendabenteuer, das leider tragisch geendet hat.

 

Meinung:

Leider insgesamt eine Enttäuschung für mich, wenn auch nicht so extrem wie der zweite Band „Justus Jonas“, den ich versehentlich zuerst gelesen habe.

Alles ist dunkel, überall herrscht Kriminalität und schlechte Stimmung – es passt alles so rein gar nicht zu den Drei Fragezeichen Geschichten. Wer bei diesen Comics eine klassische Detektivgeschichte unserer gefeierten Jugendhelden erwartet, wird bitterlich enttäuscht.

Das Thema dieser Geschichte fand ich aber durchaus wichtig: es handelt unter Anderem von Misshandlung Minderjähriger. Sehr dunkel.

 

ISBN 978-3-440-16562-1

KOSMOS, 2020

200 Seiten

Montag, 25. August 2025

„Badger Books (1) - Words unspoken“ von Kathinka Engel

Inhalt:

Die Agentin Camille verrät dem Lektor Bash unbeabsichtigt, dass sie den bekannten Street Poet Jethro vertritt. Dieser lässt sich darauf ein, seine Gedicht bei Badger Books rausbringen zu lassen. Auch Camille und Bash kommen sich immer näher. Aber als Bash den mysteriösen Jethro persönlich kennenlernt, änder sich alles.

 

Meinung:

Es handelt sich hierbei ums ein sehr gefühlvolles Buch. Die Protagonistin ist geprägt von Selbstzweifel und macht sich innerlich ständig fertig. Damit können sich bestimmt viele, vor allem junge Mädchen identifizieren. Mir persönlich war die Geschichte etwas zu voraussehbare, trotzdem bin ich gespannt auf die weiteren zwei Bücher der Reihe. Ich hab hier schon eine Vermutung, worum es gehen wird und hoffe, dass es da noch ein besonderen Kniff gibt. Ich mache lieber eine größere Rezension am Ende.

 

ISBN 978-3-492-06591-7

Piper (everlove), 2024

400 Seiten

Samstag, 21. Juni 2025

„Babel“ von R. F. Kuang

Inhalt:

Robin ist ein kantonesischer Junge, der mit erleben muss, für seine Mutter an der Cholera stirbt. Kurz darauf erscheint ein englischer Professor, der ihn ins London des 19. Jahrhunderts mit nimmt und ihn dort weiter in Sprachen unterrichten lässt. Später studiert Robin an der Universität von Oxford Sprachen am Institut Babel.

 

Meinung:

Hier wird auch mit Silberwerken gearbeitet, die mit den richtigen Wortarten versehen, mächtige Verstärkung oder Zauber bewirken können.

Aber wer wird dafür ausgebeutet?

Wir erleben nahezu Robins ganzes Leben. Seit innerer Konflikt wird zum Ende immer stärker: soll er sich dem englischen Reichtum ergeben oder gegen Ausbeutung und Krieg ankämpfen?

Das Thema Ausbeutung und Revolution ist in diesem Roman all gegenwärtig. Die Autorin versteht es auf geschickte Weise, die Entstehung einer Bürgerrevolte darzustellen.

Die Charaktere sind spannend und vielschichtig. Als Leser hätte ich mir gewünscht, manchmal mehr über sie zu erfahren.

Geschrieben ist das Buch aus Robins Sicht.

Besonders schön finde ich alles, was man über Sprache und Literatur erfährt. Insgesamt ist der Roman ein Muss für jeden Buchliebhaber. Am liebsten möchte man bei den Diskussionen der Charaktere teilnehmen und selbst in Babel studieren. Umso dramatischer ist der Wandel, der in Robin vorgeht und alles, was daraus entsteht.

Einfahrt zieht der Geschichte ist das am Ende nur mit Gewalt eine Lösung gefunden werden konnte. Diese Aussage ist bestimmt vielen Kritikern so krass und eventuell nicht mehr zeitgemäß. Hier wird kein Pazifismus gepredigt.

Aber man muss auch nicht mit der Hauptfigur über einstimmen. Das bleibt dem Leser selbst überlassen.

Andere Themen sind Rassismus und Familie, sowie Freundschaft und Aufopferung. Das Rassismus-Thema ist allgegenwärtig und wird von verschiedenen Sichtpunkten beleuchtet.

Der Kolonialismus spielt eine große Rolle und wird von der Autorin bis ins Detail auseinandergenommen. Das passt aus meiner Sicht gut zu diesem Dark Academia Roman.

Natürlich handelt es sich hierbei um einen Fantasy Roman, aber der Wahrheitsgehalt der Geschichte klingt immer mit.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem Viel-Leser ans Herz legen.

Ich verstehe aber nicht, warum sich scheinbar viele Leser mit diesem Werk äußerst schwertun. Ich fand es zu keiner Zeit langweilig, und der Stil hat mir auch sehr gut gefallen.

Empfehlenswert.


Zitate:

„[..] Reisen klingt schön, bis dir auffällt, dass du eigentlich nur mit einer Tasse Tee und einem Stapel Bücher daheim vor dem Kamin sitzen willst.“

Seite 114

„[..] Ich ertrinke. Und ich ertrinke schon so lange, und ich wollte einen Ausweg, aber ich habe keinen gefunden, der sich nicht – nicht völlig verantwortungslos anfühlt. „

Seite 704

 

ISBN 978-3-8479-0143-3

Bastei Lübbe von 2023 (c.2022)

740 Seiten

Montag, 26. Mai 2025

„Idefix (3) - Lutetia, du bist so wunderbar!“ (Comic) von P. Fenech und D. Etien

Text: M. Lachenaud, O. Serrano

Inhalt:

Das Schwert des Camulogenos

Das geräucherte Lutetia

Der Wecker Lutetias

 

Meinung:

Das vierte Buch dieser Reihe, das ich gelesen habe. Die Comics sind unterhaltsam, könnten aber noch mehr mit dem ursprünglichen Asterix-Werken in Verbindung treten. Anspielen darauf würde ich durchaus begrüßen.

Weiterhin machen die kleinen einfachen Wortspiele Spaß und der Stil gefällt mir auch sehr gut.

Das die Reihe sich an jüngere Leser richtet, sind die Geschichten nicht sonderlich spannend. Das stört mich aber nicht.

Dennoch werde ich jetzt erst mal eine Pause mit dieser Reihe machen.

Empfehlenswert vor allem für jüngere Leser.

 

ISBN 978-3-7704-0723-1

Egmont, 2022

70 Seiten

Samstag, 3. Mai 2025

„kidz4kids - WorldWideWords“ von div. Autoren

Inhalt:

Es handelt sich hierbei um 35 Erzählungen/Texten von Kindern und Jugendlichen aus aller Welt, die über ihre Flucht oder ihr aktuelles Leben erzählen.

 

Meinung:

Die meisten Texte sind von Flüchtlingen aus Syrien, die meist zwischen elf und 20 Jahre alt sind, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.

Einige Kinder haben schlechte Erfahrungen auch in Deutschland gemacht. Die meisten sind aber froh in Deutschland angekommen. Zu seinen fühlen sich hier wohl, schreiben Sie zumindest. Ich denke, alle haben hier auch Diskriminierung und das Rassismus erfahren. Ich hoffe sehr, dass die positiven Erfahrungen jedoch überwiegen.

Wer hier ein Schreckensbericht von Gewalt, Terror und Tod erwartet, liegt falsch. Ich denke, dass viele Kinder dies auch erlebt haben aber darüber zu schreiben wären noch mal eine ganz andere Sache.

Gemäß der Herausgeberin sind die Texte im Buch zufällig angeordnet. Abgeschlossen wird der Erzählband mit zwei Bildern von Kindern, die vermutlich noch nicht schreiben können, oder wollen. Das letzte Bild wirkt verstörend auf den Leser. Das Kind hat gemalt, wie Leute erschossen werden und zwar eine ganze Menschengruppe.

Die meisten Flüchtlinge sind übers Mittelmeer im kleinen Booten gekommen, die überbesetzt waren. Anlaufstelle Griechenland und von dort aus nach Deutschland.

Bei den Texten wird deutlich, dass alle die schöne Zeit in ihrem Heimatland vermissen. Die Flucht hat die Kinder entwurzelt. Die Sprachbarriere in Deutschland hat oft zu Problemen geführt. Ich hoffe, sie können hier trotzdem glücklich werden.

 

ISBN 978-3-9814244-9-2

Anuschka Weyand Buchverlag, 2016

114 Seiten

Montag, 28. April 2025

„Normale Menschen“ von Sally Rooney

Inhalt:

Connell und Marianne kennen sich seit der Schule und begegnen sich über die Jahre immer wieder - sowohl freundschaftlich als auch sexuell. Finden sie auch zusammen?

 

Meinung:

Das Buch ist auf einer besonders interessante Weise geschrieben. Die Sicht wechselt immer vom einen zum anderen Charakter und beleuchtet damit die aktuellen Ereignisse ganz unterschiedlich.

Eigentlich kann man die Beziehung als tragisch bezeichnen. Missverständnisse sorgen oft dazu, dass sich die beiden wieder voneinander entfernen. Der Leser leidet mit.

Das rührt meiner Meinung nach auch daher, dass sich die Tragik im Laufe des Romans immer mehr verdichtet. Zu Beginn scheinen die jugendlichen Sorgen noch weitaus weniger schlimm, als die Situationen der späteren Jahre. Zugleich lernt man die Charaktere aber auch immer besser kennen.

Die Autorin versteht es auch immer wieder Kleinigkeiten einzubauen, die uns die Hauptpersonen besser verstehen lassen. Dennoch stagnieren diese auch nicht, sondern haben auch Höhen und Tiefen.

Sehr gut geschrieben, aber ich frage mich doch, ob man diesen Roman tatsächlich als modernen Klassiker bezeichnen kann. So habe ich es schon von Influencern bereits gehört.

Für mich hat das Buch auf jeden Fall einen Alleinstellungscharakter, da ich kein vergleichbares Werk kenne.

Insgesamt hat mir das Lesen großen Spaß gemacht. Es ist nicht langweilig und wurde sich auch gut an 1-2 Tagen lesen lassen.

Empfehlenswert.


Zitat:

Sie drückte seine Hand, und er drückte ihre so fest, dass es fast weh tat, und diese kleine Geste der Verzweiflung seinerseits ließ sie lächeln.

Ich vergebe dir, sagte sie.

Danke. Ich glaube, ich habe daraus gelernt. Und hoffentlich habe ich mich geändert, du weißt schon, als Mensch. Aber ganz ehrlich, wenn ich mich geändert habe, dann wegen dir.

Sie hielten unter der Decke weiter ihre Hände, sogar nachdem sie eingeschlafen waren.

(Seite 113, Februar 2012)

 

ISBN 978-3-630-87542-2

Random House, 2020 (c.2018)

320 Seiten

Donnerstag, 24. April 2025

„Anna Karenina“ von Lew Tolstoi

Inhalt:

Die russische Oberschicht in den Jahren 1875-1878 ist entsetzt: die unglücklich verheiratete Anna Karenina betrügt ihren Mann mit dem charismatischen Graphen Wronski.

Parallel versucht der Gutsbesitzer, Lewin, eine Familie zu gründen.

 

Meinung:

Die beiden Hauptcharaktere des Romans, Anna und Lewin, kennen sich kaum und begegnen sich nur einmal. Da sie aber den gleichen Bekanntenkreis haben, erfahren wir die Geschichte auf mehreren Ebenen.

Beiden Charakteren wie fährt eine starke Veränderung innerhalb der wenigen Jahre, in der dieser Roman spielt. Wir lernen Annas Gefühlswelt genauso kennen wie die Lewins. Dennoch unterscheiden sich beide Charaktere enorm.

Der Autor versteht es außerordentlich, die Gefühlslage von Personen und deren Gedanken zu verdeutlichen. Tolstoi arbeitet nicht nur mit inneren Monologen, sondern schafft es auch die innere Zerrissenheit der Figuren darzustellen.

Hier kommt es auch oft vor, wie man es auch von sich selbst kennt, dass man Entschlüsse, die man gefasst hat, vielleicht nicht immer in die Tat umsetzen kann. Auch wenn sich ein Charakter noch so sehr Gedanken über seinen zukünftiges Handeln gemacht hat, fehlt ihm dann vielleicht doch der Mut oder alles kommt anders, als er es sich vorgenommen hat.

Diesen Stil in einem Roman umgesetzt, habe ich bisher erst selten erlebt.

Der Wechsel ins Innere einer Figur kommt manchmal fließend und ist äußerst gut gelungen. Als Beispiel möchte ich hier die Jagdzähne aus der Sicht der Hündin anbringen, die mich diesbezüglich sehr beeindruckt hat.

Entgegen anderer Kritiken aus dem Internet haben mich die landwirtschaftlichen Stellen überhaupt nicht gelangweilt. Wir lernen Lewin hier auf eine bestimmte Art kennen, die seine eigene Reise später noch mal ganz anders beleuchtet. Daher finde ich diese Szenen enorm wichtig. Wenn man sich bei anderen Romanen vielleicht beschweren mag, dass die Charakterentwicklung zu kurz kommt, muss man hier auch das gesamte erkennen. Für Lewins Charakter sind die Erfahrungen mit den Bauern wichtig.

Über den Inhalt möchte ich hier gar nicht spoilern. Ich kann aber sagen, dass ich die Handlung höchst interessant fand. Da ich so wenig Bezug zu russischen Geschichte habe, habe ich alles, was ich erfahren hab gern gelesen.

Das Buch hat mich sehr beeindruckt.

Zitat 1:

“Mag sein. Trotzdem ist das für mich befremdlich, wie es jetzt auch für mich befremdlich ist, dass wir Menschen vom Land versuchen, möglichst rasch satt zu werden, um wieder ans Werk gehen zu können, während wir beide jetzt versuchen, möglichst lang nicht satt zu werden, und dazu essen wir Austern...“

“Versteht sich“, bestätigte Stepan Arkadjitsch. „Aber dies ist doch das Ziel der Bildung: alles zum Genuss werden zu lassen.“

“Na, wenn dies das Ziel ist, bleibe ich lieber unzivilisiert.“

“Bist du sowieso. Ihr Lewins seid alle unzivilisiert.“

(Seite 60)

Zitat 2:

Stepan Arkadjitsch musste lächeln. Nur zu gut kannte er dieses Gefühl Lewins, wusste, dass sich für ihn alle Mädchen dieser Welt in zwei Kategorien unterteilten: die einen, das waren alle Mädchen dieser Welt außer ihr, und die hatten alle menschlichen Schwächen und waren sehr gewöhnliche Mädchen; die anderen, das war sie allein, sie hatte keine Schwächen und stand hoch über der gesamten Menschheit.

(Seite 62)

Zitat 3:

Einer Dame von Welt oder der Mutter eines achtjährigen Sohnes glich Anna überhaupt nicht, eher einem zwanzigjährigen Mädchen dank der Geschmeidigkeit ihrer Bewegungen, ihrer Frische und der auf ihrem Gesicht stets zu findenden Lebhaftigkeit, die bald im Lächeln, bald im Blick aufbrechen wollte, wäre nicht der ernste, manchmal traurige Ausdruck ihrer Augen gewesen, der Kitty verwunderte und anzog. Kitty spürte, dass Anna vollkommen schlicht war und nichts verbarg, aber dass sie eine andere, höhere Welt in sich trug, komplizierte und poetische Interessen, zu denen Kitty keinen Zugang hatte.

(Seite 113)

 

ISBN 978-3-446-23409-3

Hanser, 2009 (c.1878)

1.286 Seiten (inkl. Anhang und Nachwort)

Samstag, 19. April 2025

„Justus Jonas - Eine Interpretation“ (Comic) von Marius Pawitzla

 (Nachfolger von Rocky Beach  - Eine Interpretation)

Text von Christoph Tauber

Inhalt:

Die Geschichte die von unserem Lieblingsdetektiv, Justus Jonas, aufgedeckt wird, zieht sich über mehrere Jahrzehnte und spielt hauptsächlich in den Jahren 1962, 1975 und 1993.

 

Meinung:

Was aus den Drei Fragezeichen, Justus, Peter und Bob, wurde, will ich hier nicht verraten. Natürlich war das erste Mal die Frage, die mich am brennend interessiert hat, was der Autor aus ihren Lebensgeschichten entwickelt hat.

Insgesamt stellt sich die ganze Szenerie äußerst düster da, was noch durch den besonderen schwarz-weiß Stil des Comics betont wird. Nachdem man die erst mal verwirrenden Zeitsprünge verdaut hat, merkt man sehr schnell, dass dieser Zeichenstil genau richtig gewählt wurde.

Wir befinden uns in einer Welt voller Kriminalität, Gewalt und Drogen. Eine sehr düstere Darstellung Hollywoods über die Jahrzehnte hinweg.

Die Graphic Novel richtet sich an Erwachsene (auf dem Cover steht extra, dass sie erst ab 16 Jahren geeignet ist). Somit hat sie wenig mit der fiktiven Welt der Drei Fragezeichen zu tun. Wenn man damit klarkommt, findet man hier eine sehr spannende Geschichte, die äußerst interessant erzählt wird.

Wer hier eine heile Welt erwartet hat, wird enttäuscht. Für mich hätten die Autoren aber dennoch mehr auf die anderen Charaktere eingehen können. Teilweise sind die unterschiedlichen Figuren verwirrend, weil sie sich mitunter sehr ähnlich sehen. Insgesamt kann man der Geschichte aber gut folgen.

Zum Schluss gibt es noch einen oder zwei Ungereimtheiten. An dieser Stelle muss ich auch sagen, dass am Ende steht „Fortsetzung folgt“, was mich eher frustriert hat. Ich habe hier eindeutig eine abgeschlossen und in sich runde Geschichte erwartet. Dem ist nicht so, schade.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Folgeband unbedingt lesen will.

 

ISBN 978-3-440-17752-5

KOSMOS, 2025

162 Seiten

Freitag, 18. April 2025

„Idefix (2) - Ins Fressnäpfchen getreten“ (Comic) von Jean Bastide und Philippe Fenech

Text: Hervé Benedetti, Michel Coulon, Simon Lecocq und Nicolas Robin

Inhalt:

Das Ei des Labienus

Die Halsband-Affäre

Die Statue des Labienus

 

Meinung:

Wie beim ersten Band der Reihe, handelt es sich hier um eine sehr nette Comicreihe für zwischendurch.

Es macht Spaß, die Geschichten rund um Idefix und seine Hundebande zu lesen und erinnert ein immer an die geliebten Asterix Bände.

Ich werde auch noch die anderen Bücher der Reihe lesen und am Ende ein Gesamteindruck schreiben.

 

ISBN: 978-3-7704-0712-5

Egmont, 2022

70 Seiten

Freitag, 4. April 2025

„Mythen der Antike - Die Odyssee“ (Comic) von Giuseppe Baiguera und Giovanni Lorusso

Text/Layout: Luc Ferry

Inhalt:

Diese Graphic Novel über die Irrfahrten des Odysseus (bekannte griechische Sage) ist in vier Kapitel plus Nachwort, welches Erläuterungen und kurze Erklärung des philosophischen Ansatzes enthält, eingeteilt.

 

Meinung:

Die Zeichnungen sind eher einfach, unterstreichen in ihrer Klarheit, aber den Charakter des gesamten Werkes.

Dieser Comic hat mir auf wunderbare Weise das Werk näher gebracht, so dass ich jetzt Lust habe, den Originaltext (natürlich in der Übersetzung) zu studieren.

Es hat mir großen Spaß gemacht.

Das Nachwort des Herausgebers hat erstaunlich viele Informationen gegeben und kurze Erläuterung über den Hintergrund des Werkes vermittelt.

Interessant fand ich hierbei auch, dass nicht das ganze Werk einfach nur wiedergekäut wurde, sondern eher auf die philosophischen Aspekte eingegangen wird.

Zusätzlich werden Begriffe erklärt die durch dieses Werk (Die Odyssee von Homer) Einzug in unseren Sprachgebrauch erhalten haben.

Darüber hinaus werden in diesem Nachwort einige Gemälde abgebildet, die unterschiedliche Szenen des Werkes darstellen. Das finde ich überaus interessant.

Ich muss unbedingt mehr aus dieser Reihe lesen.


Zitat aus dem Erläuterungsteil über Mythen der Antike:

Sagen wir es einfach und auf den Punkt gebracht: Für Odysseus geht es darum, den Übergang vom Krieg zum Frieden zu bewerkstelligen, von Eris (der Zwietracht) zu Eros, vom Hass zur Liebe, vom Chaos zu Harmonie, vom Exil zur Heimkehr, kurzum, vom schlechten zum guten leben. Das ist der Zweck seiner Reise, die genau genommen eine philosophische ist, eine Suche nach Sinn und Weisheit.

Weiteres Zitat aus dem Anhang (nach André Comte-Sponville):

„Weise der, dem es gelingt, etwas weniger zu bereuen (das heißt, etwas weniger in der Vergangenheit zu leben), etwas weniger zu hoffen (also etwas weniger Zeit in der Zukunft zu leben) und dafür ein wenig mehr zu lieben (mehr in der Gegenwart zu leben).“ (nach Nietzsche: „Nimm dein Schicksal an.“)

 

ISBN 978-3-96219-408-6

227 Seiten inkl. Nachwort/Erläuterungen

Splitter Verlag, 2021 (Original v. 2016)