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Montag, 23. September 2013

Spielebewertung: Nauticus

Spielebewertung: Nauticus

Nach nunmehr drei Partien mit dieser Kosmos Neuheit von Wolfgang Kramer und Michael Kieslang dachte ich mir ich beschreibe Mal meine Eindrücke zu diesem Spiel.

Thema:
Man schlüpft in die Rolle eines Unternehmers der eine Reederei und Werft betreibt, durch die er Waren ausliefert. Klingt doch schon mal interessant ;)

Spielziel:
Durch das Bauen von Schiffen und das Ausliefern von Waren geht es darum am Ende die meisten Siegpunkte zu erhalten.

Regelwerk:
Die Regeln dieses Spiels sind gut und leicht verständlich geschrieben. Es gab nach dem Lesen keinerlei offene Fragen und wenn man doch mal etwas sucht, dann findet man es sehr schnell in der Kurzübersicht rechts auf der jeweiligen Seite. Wie auch bei vielen Alea Spielen seit je her. 
Die Anleitung hat 12 Seiten und gibt auch immer wieder Beispiele zu den einzelnen Aktionen.

Spielaufbau:
Schiffsteile und Waren
Das Spiel kommt mit sehr viel und schönem Material in Form von Schiffsteilen und Waren, von denen es jeweils 4 verschiedene gibt. Bis diese beim ersten Spiel erst mal aufgebaut und sortiert waren, verging einige Zeit. Aber zum Glück liegen auch Zip-Tüten in ausreichender Menge dabei, die beim nächsten Sortieren das Aufbauen erleichtern können.
Der Spielplan wird in der Mitte ausgebreitet. Das besondere Augenmerk richtet sich dabei auf das Rad in der Mitte, dass sich in jeder der 5 Runden die gespielt werden leicht verändert.
Jeder Spieler erhält Arbeiter, Geld, drei Passe-Plättchen mit den Werten -3 bis -1, sein Lager mit einer Übersicht über Siegpunkte für Waren und Boni, sowie einen Zusatzaktion-Marker.

Spielablauf:

Der Spielplan in der Mitte die acht Aktionen
Beginnend mit dem unerfahrensten Spieler als Startspieler, wählt dieser eine von acht möglichen Aktionen aus der Mitte. Beim Wählen der Aktion fällt zudem noch ein Startspielervorteil (Privileg) für diesen Spieler ab, der sich z.B. in Bonus-Schiffsteilen und -Arbeitern bemerkbar macht. In sieben von acht Fällen werden jedem Spieler auch noch kostenlose Arbeiter zur Verfügung gestellt die man für diese und nur diese Aktion nutzen kann. Wenn der Startpieler seine Aktion ausgeführt hat sind die anderen Spieler der Reihe nach dran und führen ebenfalls diese Aktion aus oder Passen. Passen ist hierbei auch eine nützliche Option, denn die drei Passen-Plätchen geben am Ende der Runde Minuspunkte, wenn man nicht passt kann man bis zu sechs Minuspunkte pro Runde erhalten.

Wird ein Schiff fertiggestellt, das bedeutet es hat einen kompletten Rumpf, Masten und Segel, dann erhält man für die Fertigstellung Belohnungen in der Anzahl der Masten die dieses Schiff hat.

Wenn alle ihre Aktionen durchgeführt haben geht der Startspielermarker weiter. Nachdem sieben der acht möglichen Aktionen ausgeführt wurden endet eine von fünf Spielrunden.

Mögliche Aktionen sind:
    Die Werft eines Spielers
  • Kaufen: Es können je nach Aktion Schiffsrümpfe, Masten, Segel und Waren erworben werden. Am äußeren Rand des Rades werden die Kosten markiert. Zudem muss man für jeden Kauf einen Arbeiter abgeben. Kauft man alle 4 Typen einer Aktion bekommt man sogar einen weiteren Typ seiner Wahl geschenkt. Sobald man etwas kauft kann man es in seiner Werft platzieren, dabei gilt allerdings: kein Segel ohne Mast, kein Mast ohne Rumpf. Befindet sich die Voraussetzung nicht in der Werft, muss die Ware ins Lager. Eine Goldene Regel bei diesem Spiel besagt: "Wenn es nichts kostet kommt es ins Lager". Dies stellt sich oft als schwierig heraus, weil man doch gerne die gekauften Sachen so schnell wie möglich verbauen möchte. Dies ist dann nur möglich mit der Aktion...
  • Transport (vom Lager zur Werft): Hier kann man beim Abgeben von einem Arbeiter pro Teil sein Lagerinventar direkt in der Werft verbauen und die Schiffe beladen.
  • Geld abheben: Hierdurch erhält man je zwei Geld durch Abgabe eines Arbeiters.
  • Waren ausliefern: Ist ein Schiff komplett beladen, kann man mit dieser Aktion unter Abgabe entsprechender Arbeiter seine Waren verkaufen (diese geben am Ende des Spiel Siegpunkte)
  • Wertung der Kronen: Kronen sind Sonderplättchen die man nur durch fertiggestellte Schiffe oder durch das Passen bekommen kann - die Kronen produzieren mit dieser Aktion durch Abgabe von Arbeitern Siegpunkte.
Beim Schiffsbau ist zudem noch darauf zu achten, dass ein Schiff nicht unterschiedliche Arten von Masten und Segeln auf einem Schiff haben darf - das macht die ganze Schiffsbauerei gar nicht mal so einfach. Die Ausnahme dabei ist nur der Kronenmast und das Kronensegel, die als Joker gelten und nur als Bonus erworben werden können.

Fazit: Besonders interessant an dem Spiel finde ich das Aktionsrad, das sich von Runde zu Runde verändert, was aber auch wieder einen Glücksanteil mit hineinbringt. Es kann schon nerven, wenn man auf eine bestimmte Aktion hofft die dann aber kein Privileg mit sich bringt. Auch gefällt es mir, dass das Passen einer Aktion belohnt wird und nicht vollkommen umsonst ist.
Eine Interaktion unter den Spielern gibt es kaum, man schaut nur mal was könnte der Andere als nächstes machen und wer profitiert am meisten von dieser Aktion. Das eine Aktion ausgewählt und dann von allen Spielern der Reihe nach ausgeführt wird, empfinde ich als gut da, es dann keine zu langen Wartezeiten gibt. Der Mechanismus des Rades mit den Privilegien erinnert mich z.B. auch an Puerto Rico.
Was mich mittlerweile nach dem dritten Spiel stört ist, dass der Wiederspielreiz doch sehr sinkt. Man hat keine großen Auswahlmöglichkeiten während seiner Runde, da es natürlich nur Sinn macht ein Segel zu kaufen, wenn man schon Rumpfteile mit Masten hat. Ansonsten kommt das Segel ja ins Lager und muss dort wieder umständlich in die Werft transportiert werden.
Ich finde Nauticus ist ein schönes und einfaches Spiel mit netten Mechanismen für Spieler die ab und zu mal ein Brettspiel spielen. Vielspielern wird es wahrscheinlich schnell zu langweilig.

Verlag:Kosmos
Erstveröffentlicht:09/2013
Kategorie:Aufbauspiel
mögl. Spielerzahl:4
empfohl. Spielerzahl:3
Spieldauer:40 Min p.S.

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Spielspaß: 3+
Wiederspielwert: 2
Taktik: 3+
Glück: 2
Interaktion: 1
Optik: 4+
Material: 4+
Regelumfang: 3
Regelwertung: 5
Gesamteindruck:3

Schönes Spiel à la "Puerto Rico".
Vielspieler könnten sich aber
schnell langweilen.

BoardGameGeek-Rating: 7,67
Stand 22.09.13




Montag, 11. Februar 2013

"Die Sternenfahrer von Catan" (v. K. Teuber)


Ist eine preisgekrönte Brettspielreihe und gilt unter Vielspielern als Paradebeispiel für Eurogames, oder vielleicht sogar als die "Mutter aller modernen Brettspiele" schlechthin. Klaus Teuber hatte mit der Kreation der SvC einen Wurf der Extraklasse gelandet.
Hier ein paar Daten zu einem der bekanntesten deutschen Brettspielautoren:

*1952, wohnhaft in Roßdorf bei Darmstadt
verheiratet, 3 Kinder
gelernter Zahntechniker, hauptberufl. Spieleautor seit 1999

Ludografie (Höhepunkte):
Barbarossa (SdJ 1988)
Adel verpflichtet (SdJ 1990)
Drunter und Drüber (SdJ 1991)
Die Siedler von Catan (SdJ 1995)
außerdem:
Löwenherz, Anno 1503, Candamir, Elasund, Tintenherz

Die Sternenfahrer von Catan sind eine Auskopplung aus der der SvC-Reihe. Dieses alleinestehende Catan-Spiel stellt eine SciFi-Version des Spieleklassikers dar.

Das Thema ist super atmosphärisch umgesetzt, was nicht zuletzt an dem schönen Spielmaterial liegt. Die großen Raketen dienen zum einen als Würfel für die Fluggeschwindigkeit und zum anderen als Lager für Bordkanonen, Frachtringe, Antriebe und Ruhmesringe.
Leider kam es früher aber immer wieder dazu, dass die Klipps an den Raketen beim Anbringen der Antriebe abgebrochen sind. Später gab es dann zusätzliche Ringe zum Draufstecken, an denen man die Antriebe dann befestigen konnte (auf dem Bild in grau zu sehen). Schade, dass das nicht so richtig geklappt hat - dafür erinnert man sich aber sofort daran und das sorgt für Gesprächsstoff...

Auch das Inlay der Spielschachtel überzeugt! Alles hat seinen Platz - hier wurde an nichts gespart.
Leider nimmt die Packung im Regal dann auch eine Menge Platz weg, erst recht mit der Erweiterung, aber darüber sehe ich gerne hinweg (die Raketen sind einfach Spitzenklasse!)

Als es dann auch noch die Fürsten der Völker als ca. 6 cm hohe Figuren gab, war ich vollends hin und weg (auf der SPIEL 2010 in Essen wurden die am KOSMOS-Stand sogar verschenkt!). Ich bin bei solchem Bonus-Stuff ja sofort Feuer und Flamme.

Natürlich muss ich meinen Lobgesang auch wieder ein bisschen einschränken: Man hat nicht so viele Möglichkeiten, wie man gerne hätte. Außerdem ist das Spiel zeitweise auch ziemlich glücksabhängig (Ressourcen durch Würfeln, Fluggeschwindigkeit per Zufall, Planetenplättchen rel. zufällig und dazu noch Begegnungen mit Kampf, etc.). Allgemein habe ich sowieso die Erfahrung gemacht, dass die meisten Vielspieler nicht so auf glückslastige Elemente stehen.

Weiterhin kann ich das Spiel nur Leuten empfehlen, die nichts dagegen haben auch mal mit Ihren Mitspielern zu handeln (ohne kann man glaube ich gar nicht gewinnen). Im Alleingang schafft man hier nicht viel ;-)

Wer sich die Regeln gerne nochmal in Erinnerung rufen möchte, sollte mal hier vorbeischauen: brettspiele-report.de (vielen Dank fürs Einstellen!)


Man kann KOSMOS zu der SvC-Reihe nur gratulieren. Nicht nur das Basis Spiel, sondern auch die Erweiterungen sind eingeschlagen wie eine Bombe.
Die Auskopplungen sind auch gelungen und die Zweispieler-Version (das Kartenspiel) ist mittlerweile auch schon ein Zweispielerspiel-Klassiker.
Hier haben wir natürlich einen Kassenschlager der Nummer eins!


Verlag:
Erstveröffentlicht:
1999
Kategorie:Strategie / Aufbausimulation
mögl. Spielerzahl:2-4 Spieler (mit 1. Erweiterung: 2-6 Spieler)
empfohl. Spielerzahl:
4
Spieldauer:90 Minuten (max. 120 Minuten)

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Spielspaß:  + echter Klassiker4
Wiederspielwert: + schneller Wiedereinstieg   3+
Taktik:  (-) für heute etwas zu einfach3
Glück: - s. oben3
Optik:  + Thema super stimmig umgesetzt5
Material:  ++ tolles Plastikequipment5+
Regelumfang:  + wenig Regeln2+
Gesamteindruck:4(-)
Trotzdem nur eine schwache 4 im Gesamteindruck,
weil es heute einfach viel bessere Spiele gibt.
Aber es macht immer malwieder Spaß,
die Siedler auf den Tisch zu bringen...

BoarsGameGeek-Rating: 6,81


Samstag, 9. Februar 2013

"Hellas" (v. Delonge)




Immer wieder die alten Griechen - die mussten schon für manche strategische Schlacht herhalten. Hier wurde das Thema ganz gut, aber auch sehr vereinfacht umgesetzt. Es gibt keine Sonderfähigkeiten außer eventuellen Kartentexte. Wer zuerst zehn Städte besitzt, gewinnt. Man hat in jedem Zug die Wahl, ob man sich verstärkt, Seefahrt betreibt, oder angreift. Irgendwann artet es auf jeden Fall in Krieg aus, ohne schafft man es kaum, mit seinen 15 Figuren 10 Städte einzunehmen.




Die wenigen Regeln hat man schnell gelernt und ich könnte mir sogar vorstellen, das Spiel noch einmal zu spielen. Leider gibt es wieder einige viel bessere Spiele, die ein ähnliches Maß an Taktik beinhalten und die ich diesem Spiel vorziehen würde. Nur dass diese Spiele keine Zweispielerspiele sind. Dennoch wäre dieses auch nicht das Zweispielerspiel meiner Wahl, wenn ich auch eine Runde Babel oder Mr. Jack Pocket spielen könnte.


Außerdem ist mir für ein 45 Minuten Spiel auch leider etwas zu wenig passiert. Es war mir einfach nicht interessant genug. Hier muss ich auch sagen, dass bei mir keine Wiederspiellust aufkommt.

Hier hat Franz-Benno Delonge (u. A. Manila) ein nettes Zweispieler-Spiel kreiert, was für Vielspieler aber leider keinen Reiz hat.


Insgesamt fand ich Hellas nicht so schlecht, aber es gibt doch genug Besseres. Daher schafft es bei mir nicht mal eine 3er-Wertung. Schade. Gerade das Spielmaterial hat mir auch sehr gefallen. Aber für die relativ lange Spieldauer konnte man doch zu wenig machen.


Verlag:KOSMOS
Erstvröffentlicht:2002
Kategorie:Strategie
mögl. Spielerzahl:2
empfohl. Spielerzahl:2
Spieldauer:45 Minuten


Bewertung (max. 5 Pkt.)
Spielspaß:3
Wiederspielwert:2
Taktik:2+
Glück:2
Optik:3
Regelumfang:2
Material:2+
Gesamteindruck:2+
Schneller Spieleinstieg durch einfache Regeln.
Es gibt bessere Zweispielerspiele. Nettes Material.
Guter Strategie-Einstieg für Kids...

... Immer noch im Zweispieler-Test-Wahn ;-)
Es folgen bald noch mehr Reviews zu den KOSMOS Spielen für Zwei...

Freitag, 8. Februar 2013

"Elchfest" (v. H. Huber)


Welcher Elch besteht beim Elchfest den Elchtest?
Darum geht es in diesem schnellen Zweispieler-Geschicklichkeitsspiel. Die Spieler versuchen Ihren Elch zum gegnerischen Startplatz zu bringen. Am schnellsten ist der geschicktere Schnipser. Da wir Erwachsenen aber was Fingerspiele angeht zu meist etwas außer Übung sind, fällt es uns manchmal schwer den "Felsen" genau richtig wegzuschnipsen, damit er vor den Füßen unseres Elchs landet.

Ich war schnell zu ungeduldig, um bis zum Ende der Mini-Partie Spaß zu haben. Das Spiel mag zwar kurzweilig sein, birgt für mich aber keinen Reiz. Bei mir kommt es garantiert nicht nochmal auf den Tisch.

Wegen den genannten Eindrücken würde ich Elchfest höchstens als Geschicklichkeitstraining für ein ca. 7-8 Jährigen empfehlen. Oder vielleicht etwas, was man mal mit Sohn oder Tochter spielen könnte. Aber auch nur, weil es schnell geht.
Wer Holzspielzeug mag, ist hier allerdings genau richtig :-)

Der Name "Elchfest" ist auf jeden Fall angelehnt an den berühmten "Elchtest" - das passt alles zusammen wie die Faust aufs Auge.

Franz Vohwinkel hat hier malwieder eine super-schöne Grafik gebracht, die überzeugt und echt spaßig wirkt! Wobei mir immer noch seine Arbeit für Blue Moon am besten gefallen hat...

Weil ich zurzeit Zweispielerspiele im Test habe, habt ihr hier wieder ein Spiel der KOSMOS Spiele für Zwei Reihe. Immer noch besticht die Reihe mit einem großen Fundus von unterschiedlichsten Spielen. Unter diesem Aspekt darf Elchfest hier auf keinen Fall fehlen. Tatsächlich hätten wir es niemals ausprobiert, wenn es nicht aus dieser Reihe wäre. Das spricht für KOSMOS, aber das ist wiederum ein ganz anderes Thema und wird ein anderes Mal noch vertieft...

Insgesamt muss ich für Elchfest leider feststellen, dass es viel zu einfach ist und dafür aber zu wenig Spielspaß entsteht. Schade, denn Elche finde ich echt klasse.

Verlag:KOSMOS
Erstveröffentlicht:1999
Kategorie:Geschicklichkeit
mögl. Spielerzahl:2
empfohl. Spielerzahl:2
Spieldauer:15 Minuten

Bewertung (max. 5 Pkt.)
Spielspaß:2
Wiederspielwert:  + für Kinder3
Taktik:  - keine Chance1
Glück:2
Regelumfang:  + sehr einfach1
Gesamteindruck:2
Nicht ernsthaft für Erwachsene zu empfehlen,
erst recht nichts für ungeduldige Menschen mit
zwei linken Händen ;-)

BoardGameGeek-Rating: 6,2

Mittwoch, 6. Februar 2013

"Das Riff" (v. C.&W. Lehmann)


Als echter Aquarien- und Fischfan wollte ich dieses Zweispieler-Kartenspiel wenigstens mal ausprobieren, bevor ich es wieder zum Weiterverkauf freigebe. Also habe ich mir mic "geschnappt" und ihn zu einer kurzen Partie "genötigt". Ja - das klingt schon alles irgendwie sehr negativ, so ist uns das Spiel auch in Erinnerung geblieben.

Es hat mich nicht nur nicht umgehauen, sondern einfach nur gelangweilt. Optisch macht das kleine Spiel zwar einiges her und bietet sich scheinbar als kurzweiliger Zeitvertreib an, aber Spielspaß kam nicht wirklich auf.

Man ist damit beschäftigt die Fischkarten in den mittleren zwei Reihen aufzudecken, die man zu diesem Zeitpunkt dann auch günstig, für nur einen zusätzlichen Wurm, erwerben kann. Hat man allerdings Pech, fischt man nichts Interessantes und kann ansonsten auch nicht viel mehr machen.

Man ist voll auf der Gewinnerlinie, wenn man seinen Gegner schön die Karten umdrehen lässt und abwartet bis man was für den Eigenbedarf sieht.

Mic fand die Vorstellung davon, dass man aus einem Fisch und einer Muschel Nachwuchs züchten kann, auch sehr seltsam (Muscheln sind Joker).

Leider würde ich dieses Spiel nicht mal Kindern empfehlen - hier gibt es wirklich viele bessere Spiele auf dem Markt.
Wer natürlich unbedingt Fische haben möchte, kann es sich in den Schrank stellen ;-)


Die Anleitung gibt es bei spielanleitungen.com zu finden (vielen Dank!).

Für Interessierte:
Das Spiel gehört zur Zweispieler-Reihe von KOSMOS. Wir besitzen einige Spiele dieser Reihe, von denen einige schon echte Klassiker sind und in keiner Sammlung fehlen sollten. Andere taugen aber leider nicht viel. Dennoch bin ich froh, dass KOSMOS sich hier etabliert hat und an dieser Stelle ein breites Spektrum bietet, aus dem man immer wieder schöpfen kann...


Verlag:KOSMOS
Veröffentlicht:2000
Kategorie:Kartenspiele / Zwei Spieler
mögl. Spielerzahl:2
empfohl. Spielerzahl:2
Spieldauer:30 Minuten


Bewertung (max. 5 Pkt.)
Spielspaß:  + farbenprächtig  + thematisch (Fische, Fische, Fische,...)  - LANGWEILIG2
Wiederspielwert:2
Taktik:2
Glück:3
Regelumfang:  - einfache Regeln, kompliziert erklärt2
Gesamteindruck:2
Ein farbenfrohes aber langweiliges Spielvergnügen, bei dem das ewige rumschieben der Karten (am Zugende jedes Spielers) ein bisschen auf die Nerven geht.
(BordGameGeek-Rating: 5,77)